Montag, 31. Dezember 2012

Kaiserschnitt



In vielen Fällen kann eine normale, vaginale Geburt nicht stattfinden. Ist dies der Fall, kommt es zu einem Kaiserschnitt.

Indikationen
 Es gibt zwei verschiedene Indikationen für einen Kaiserschnitt. Zum einen im Akutfall, wenn Gefahr für das Kind oder die Mutter während der Geburt droht oder geplant, wie zum Beispiel bei Beckenanomalien, Plazenta prävia, vorzeitige Plazentalösung, Querlage des Kindes, Risikoschwangerschaft mit unreifer Cervix, starke Myopie oder wenn die Mutter über vierzig Jahre alt ist.

Durchführung
Ein Kaiserschnitt wird entweder in Vollnarkose oder mit Periduralanästhesie durchgeführt. Zuerst wird die Bauchdecke per Pfannenstielschnitt geöffnet. Anschließend kommen die Öffnung der Gebärmutter und gleich darauf die Entbindung des Kindes. Weiters folgt die Versorgung des Neugeborenen durch absaugen und abnabeln sowie dem Verschließen der Wunde.

Pflege
Im Bereich der Pflege ist auch einiges zu beachten. Vor der Operation bekommt die Frau einen Katheder gelegt. Weiters kann es wichtig sein eine Infusion anzulegen. Auch die postoperative Pflege und die Rhesusprophylaxe bei rhesus-negativer Mutter sind von großer Wichtigkeit. Dazu kommt noch, dass die Pflegeperson darauf schauen muss, dass das Kind möglichst bald an die Brust angelegt wird.

Frühgeburt



Eine Frühgeburt ist eine Geburt vor der achtunddreißigsten Schwangerschaftswoche. Das Geburtsgewicht ist kleiner als zweitausendfünfhundert Gramm.

Die Ursachen für eine Frühgeburt können Zervixinsuffizienz, Uterusfehlbildungen und Myome, Infektionen, Hypertonie und EPH-Gestose, Mehrlingsgeburten, Frühgeburten in der Anamnese oder eine Überforderung der Schwangeren.

Symptome eine Frühgeburt sind vorzeitige Wehen und ein vorzeitiger Blasensprung.

Vorzeitige Plazentalösung



Definition
Die vorzeitige Plazentalösung ist die teilweise oder vollständige Lösung dieser vor der Geburt des Kindes. Sie tritt meist nach der neunundzwanzigsten Schwangerschaftswoche auf und hat eine Mortalität von achtzig Prozent fürs Kind.

Ursachen
Die Ursachen für die vorzeitige Plazentalösung sind in der Regel Spätgestosen, wie Schwangerschaftsbedingte Hypertonie, Präklampsie oder Eklampsie, oder Traumen. In vielen Fällen ist der Grund eine unklare Genese.

Pathogenese
Durch die vorzeitige Plazentalösung entsteht oft ein retroplazentares Hämatom. Es kann zum Schock und zu Gerinnungsstörungen kommen.

Symptome
Die Symptome einer vorzeitigen Plazentalösung sind starke Unterbauchschmerzen, ein druckempfindlicher Uterus und vaginale Blutungen.

Therapie
Je nach Größe der abgelösten Fläche reichen die Therapiestrategien von sofortigem Kaiserschnitt bis hin zu abwartender Beobachtung.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Abort



Definition
Ein Abort ist die vorzeitige Ausstoßung des toten Embryos oder Fetus unter einem Gewicht von fünfhundert Gramm. Es ist die Beendigung der Schwangerschaft vor Eintreten der Lebensfähigkeit des Kindes.

Ursachen
Bei den Ursachen wird der Abort in zwei Formen unterschieden. Dies sind der Früh- und Spätabort.
Der Frühabort tritt vor der sechzehnten Schwangerschaftswoche auf. Dieser ist meist wegen Chromosomenstörungen und nicht entwicklungsfähigen Embryos oder Feten oder aufgrund einer Infektionen.
Der Spätabort ist erst nach der sechzehnten und vor der fünfundzwanzigsten Schwangerschaftswoche. Seine Ursachen sind Myome, Infektionen oder die vorzeitige Öffnung des Muntermundes.

Formen
Es gibt sieben Formen des Abortes. Diese sind Abortus imminens, eine drohende Fehlgeburt, der Abortus incipiens, eine beginnende Fehlgeburt, der febrile Abort, septische Abort, Abortus completus, Abortus incompletus und Missed Abortion.

Symptome
Die Symptome eines Bortes sind Wehen, Blutungen und Schmerzen.

Therapie
Bei der Therapie eines Abortes ist es wichtig, dass die Patientin eine Bettruhe bis zum Aufhören der Blutungen einhält. Weitere Therapiemaßnahmen sind die Gabe von Gestagenen (Progesteron) in der Frühschwangerschaft, Wehenhemmung durch Magnesium und Tokolytikern, regelmäßige Sonographie- und HCG-kontrollen und Antibiotika bei Bedarf.

Extrauteringravidität



Definition und Ursache
Die Extrauteringravidität ist eine außerhalb der Gebärmutterhöhle eingenistete Schwangerschaft. Die Ursachen hierfür liegen in vorangegangene Entzündungen oder Eileiterschwangerschaften, einer Spirale (IUD) oder an einer Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter)

Symptome
Es tritt in der Regel in der siebten Schwangerschaftswoche auf. Die Symptome einer Extrauteringravidität sind Übelkeit und Erbrechen, ein Brustspannen, häufiger Harndrang und Dysurie, Unterbauchschmerzen, ausbleibende Periode und eine vaginale Blutung.

Verlauf
Es sind zwei verschiedene Verläufe möglich.
Beim Ersten kommt es in der siebenten Schwangerschaftswoche zum Absterben des Keims meist. Dies führt zu einer Abbruchsblutung und zu einem Tubarabort. Einer Blutung beziehungsweise einem Hämatom am fimbriennahen Ende der Tube. Es kommt hierdurch zu starken Schmerzen.
Beim zweiten Verlauf, welcher lebensbedrohlich sein kann, kommt es zu einer Tubarruptur. Die Symptome können schon in der fünften und sechsten Schwangerschaftswoche auftreten. Bei einer Einnistung in  der engen Stelle (Isthmus) der Tube, kommt es zum Einriss dieser.

Therapie
Die Therapie einer Extrauteringravidität liegt in der Überwachung der Patientin, sowie in einer Laparaskopie oder in einer Laparatomie. Beides dient der Entfernung des Schwangerschaftsproduktes.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Der Schmerz



Der Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis. Er ist verknüpft mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung. Unterteilt wird der Schmerz in drei Formen: nozizeptiver, neuropathischer und somatoformer Schmerz.

Nozizeptiver Schmerz
Der nozizptive Schmerz ist unterteilt in Knochen und Weichteile, Viszera und Ischämie.
Im Bereich der Knochen und Weichteile wird dieser Schmerz als dumpf, drückend, pochend und bohrend beschrieben. Er ist gut lokalisierbar und ist ein Dauerschmerz oft mit bewegungsabhängigem Durchbruchschmerz.
In der Viscera wird dieser als dumpf und krampfartig beschrieben und ist schwer lokalisierbar. Weiters gibt es vegetative Begleitsymptome.
Im Bereich der Ischämie ist dieser hell und pochend sowie abtastungsabhängig aber auch abhängig von der Nahrungsaufnahme.

Neuropathischer Schmerz
Beim neuropathischen Schmerz liegt eine Schädigung oder Irritation des Nervensystems zugrunde. Er wird als einschießend, elektrisierend, heiß und brennend beschrieben und liegt im Versorgungsgebiet der betroffenen Nervenstruktur. Meist ist diese Schmerzform mit neurologischen Störungen, wie Purese, Hypästhesie, Parästhesie, Dysästhesie oder Anästhesie, einhergehend.

Somatoformer Schmerz
Dem somatoformen Schmerz liegt keine körperliche Ursache zugrunde. Er wird als Schrecklich, vernichtend und unerträglich bezeichnet. Diese Form tritt an wechselnden Körperregionen auf und ist eine starke Beeinträchtigung des täglichen Lebens. Weiters kann es zu depressiven Symptomen kommen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Der Stuhl



Die Farbe und der Geruch des Stuhls sind abhängig von Ernährung und Schnelligkeit der Darmpassage. Normal ist eine Farbe von hell- bis dunkelbraun. Der Geruch entsteht durch Fäulnis und Gärung.

Die Konsistenz und die Menge sind ebenfalls abhängig von Nahrung und Trinkmenge. Im Regelfall ist er eine weiche, homogene Masse, mit einem Gewicht zwischen hundert und dreihundert Gramm pro Tag und wird fester bei geringer Trinkmenge und viel Eiweiß sowie breiiger bei erhöhter Trinkmenge und vermehrt Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

Der Stuhl setzt sich aus mehren Stoffen zusammen. Dies sind zu fünfundsiebzig Prozent Wasser, zehn Prozent Abfallprodukte aus Nahrung, sieben Prozent abgestoßene Darmepithelien, Salze und Schleim sowie acht Prozent Bakterien.

Die Frequenz ist individuell verschieden. Sie wird jedoch durch bestimmte Vorraussetzungen beeinflusst. Dies sind die Nahrungszusammensetzung und Nahrungsmenge, die Bewegungsintensität, die Gewohnheiten und die psychische Verfassung.

Die Darmentleerung wird durch den Stuhldrang ausgelöst. Dies geschieht durch Kontraktion der Enddarmmuskulatur und Erschlaffung der Schließmuskeln sowie durch die Unterstützung der Bauchpresse.

Samstag, 22. Dezember 2012

Fieber



Allgemein
Das Fieber ist eine Form der Hyperthermie und entsteht durch eine Sollwerterhöhung. Es ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.
Fieber wird in mehre Stufen eingeteilt. Subfebrile Temperatur (37,5-38°C), Febrile Temperatur (38,1-38,5°C), Mäßiges/hohes Fieber (38,6-39,9°C) und Hyperpyretisches Fieber (über 40°C).
Fieber entsteht wenn Körper mit pyrogenen Substanzen konfrontiert wird. Das heißt, es ist eine Reaktion auf Vorgänge im Körper, wie zum Beispiel bei Entzündungen oder bei einem Tumor.

Arten
Es gibt vier verschiedene Arten des Fiebers. Dies sind das Respirationsfieber, welches nach Verletzungen oder Operationen auftritt, das toxische Fieber durch Fremdeiweiß, das cerebrale Fieber, welches bei Schädigung des Thermoregulationszentrums entsteht, und das infektiöse Fieber, welches durch verschiedenste Erreger ausgelöst wird.

Phasen
Das Fieber wird in vier Phasen eingeteilt.

In der ersten Phase, der Fieberanstiegsphase, kommt es zu einem Anstieg der Temperatur sowie von Puls- und Atemfrequenz. Es tritt eine Müdigkeit und eine Abgeschlagenheit auf. Der Betroffene hat Schmerzen und empfindet ein allgemeines Krankheitsgefühl. Ein weiteres Anzeichen kann Schlaflosigkeit sein.
Maßnahmen in dieser Phase sind die Zufuhr von Wärme von außen und das Verhindern von Wärmeabgabe. Im klinischen Bereich auch die Beobachtung des Patienten.

In zwei Phase 2, der Fieberhöhe, zeigt der Patient Hitzezeichen sowie Hitzegefühl. Er hat eine trockene Zunge und ist durstig, appetitlos und lichtempfindlich. Weiters auch unruhig und eventuell desorientiert.
Maßnahmen in dieser Phase sind den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen, die Beobachtung des Patenten, Ruhe im Zimmer, leicht verdauliche und vitaminreiche Kost sowie die Kontrolle der Ausscheidung.

Phase drei, der Fieberabfall, kann über zwei verschiedene Wege erfolgen. Lysis, langsam und gut verträglich, oder Krisis, rasch und Kreislaufbelastend.
Maßnahmen hier sind die Vitalzeichen-Kontrolle, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle der Ausscheidung, Teilwaschung und häufiges Wäschewechseln.

In Phase vier, dem Erschöpfungsschlaf, ist der Patient aufgrund des Fieberabfalls müde und erschöpft. Daher ist für eine angenehme Raumtemperatur, für Ruhe und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Fiebertypen
Es gibt sechs verschiedene Fiebertypen. Diese sind das kontinuierliche Fieber, das remittierende Fieber, das intermittierende Fieber, das rekurrierende Fieber, das undulierende Fieber und das biphasische Fieber.
Beim kontinuierlichen Fieber ist eine gleichmäßige Temperatur mit einer Differenz von maximal einem Grad Celsius zu beobachten. Es tritt unter anderem bei Scharlach und Viruspneumonie auf.
Das remittierende Fieber ist gekennzeichnet durch wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen rund 1,5°C. Es tritt auf bei Sepsis und Pyelonephritis.
Das Intermittierende Fieber ist ein wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen deutlich über 1,5°C und kommt bei Pyelitis vor.
Beim rekurrierenden Fieber kommt es zu Fiberschüben, welche sich mit fieberfreien Intervallen abwechseln. Es tritt bei Malaria und Borrelliose auf.
Das undulierende Fieber ist gekennzeichnet durch einen langsamen wellenförmigen Verlauf. Es ist typisch für Tumore.
Das biphasische Fieber hat eine 2-gipfelige Fieberkurve und tritt bei Masern und bei einer Meningokokken-Sepsis auf.

Freitag, 21. Dezember 2012

Der Husten



Husten ist ein Schutzreflex und funktioniert nur beim nicht-bewusstlosen Menschen. Es ist ein Symptom und keine Krankheit. Jedoch wenn ein Husten länger als drei Wochen dauert, sollte die Grunderkrankung abgeklärt werden.

Husten dient dem Ausstoßen von Bronchialsekret, Fremdkörpern oder Partikeln und schädlichen Gase.

Der Husten kann in zwei Arten gegliedert werden. Nach zeitlichem Auftreten und nach dem Auswurf.

Ersteres wird in akuten Husten (bei entzündlichen Infektionskrankheiten), chronischen Husten (bei länger andauernden Krankheiten) und rezidivierenden Husten (schubweißes Auftreten wie bei Asthma bronchiale oder COPD) unterschieden.

Beim Auswurf unterscheidet man zwischen produktiven Husten, wie bei entzündlichen Krankheiten, und unproduktiver Husten, bei dem kein Sekret abgehustet wird.

Samstag, 15. Dezember 2012

Das Wickeln



Beim Wickeln eines Babys ist es wichtig, dass man den Säugling nicht an den Beinen hochzieht. Dies kann zu Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule und des Kopfes führen.

Bei großer Verschmutzung, also bei viel Stuhl, empfiehlt es sich das Kind auf den Bauch zu legen. Auf die Art lässt sich die Verunreinigung besser und rascher entfernen.

Die Windel sollte maximal bis zum Oberschenkel reichen, da es ansonsten zu einer Bewegungseinschränkung kommen kann. Das Kind verliert hierdurch die Möglichkeit seine Umwelt zu erkennen. Damit ist es auch nicht in der Lage zu lernen.

Weiters ist Wickeln ist auch Zeit für Zuwendung. Man sollte mit dem Kind reden, es streicheln und Küsschen geben. Es kann dabei auch eine Babymassage durchgeführt werden.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Das Abstillen



Unter dem Begriff „Abstillen“ versteht man das Entwöhnen des Säuglings von der Muttermilch. Hierbei wird in drei Arten unterschieden. Dies sind allmähliches Abstillen, frühes Abstillen und plötzliches Abstillen.

Das allmähliche Abstillen ist der Normalfall. Hier geht das Angebot aufgrund geringer Nachfrage zurück. Die Brust stellt sich Problemlos darauf ein.

Das frühe Abstillen erfolgt einige Wochen nach der Geburt. Da ist zu beachten, dass das Kind maximal eine Mahlzeit pro Woche durch Flaschennahrung erhält um den Säugling und die Brust nicht zu überfordern.

Das plötzliche Abstillen ist notwendig, wenn Mutter schwer erkrankt oder das Kind stirbt. Diese Form erfolgt meist medikamentös und kann alternativ unterstützt werden. Die Frau sollte die Flüssigkeitszufuhr reduzieren und Salbeitee trinken. Weiters hilfreich sind das Tragen von engen, gut sitzenden BHs und kalte Wickel.

Das Stillen 2




Milcheinschuss
Der Milcheinschuss erfolgt circa am zweiten, dritten bis maximal fünften Tag nach der Geburt. Eine Temperaturerhöhung auf bis zu 38°C für maximal zwei Tage ist normal und stellt kein Problem dar. Die Brust ist durch den Milcheinschuss hart, gespannt, vergrößert, warm und meist schmerzhaft.

Die daraus resultierenden Schmerzen können durch einfache Maßnahmen gelindert werden. Wichtig ist vor allem das Stillen ad libitum, also nach Bedarf. Weiters hilft die Zufuhr von Wärme vor dem Stillen und eventuell ein abpumpen der überschüssigen Milch. Hilfreich sind auch eine Brustmassage, das Leerpumpen und die Brüste nach dem Stillen kühlen. Eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr kann ebenfalls Abhilfe verschaffen.

Eine Komplikation der Nichtbehandlung ist der Milchstau.

Milchstau
Ein Milchstau entsteht, wenn die Milchgänge nicht genügend entleert werden. Typische Zeichen für diese Komplikation sind harte, schmerzempfindliche Brüste.

Die Ursachen eines Milchstaus sind für gewöhnlich eine Abflussbehinderung durch gestörten Milchspendereflex, wegen Stresssituation oder Schmerzen, eine Mangelnde Entleerung der Brust, da das Kind zu selten angelegt wird, das Kind nachts durch schläft oder Flach- oder Hohlwarzen, Mechanische Abflussbehinderung, aufgrund eines zu engen BHs, Empfindlichkeit der Brust gegen Kälte und Zugluft sowie Schlag oder Druck gegen die Brust.

Maßnahmen bei einem Milchstau sind häufiges anlegen, für Ruhe und Entspannung sorgen, warme Kompressen vor dem Stillen, Kälteanwendung nach dem Stillen, eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr, das Überprüfen der Anlegetechnik, homöpathische Mittel und eine Stillberatung. Auf ärztliche Anordnung kann auch die Anwendung eines Syntocin Sprays fünf Minuten vor dem Stillen sowie eventuell Schmerzmittel hilfreich sein.

Mastitis
Mastitis ist eine schmerzhafte Schwellung der betroffenen Brustpartie mit Rötung und Überwärmung der Haut. Häufig mit Fieber, einem allgemeinen Mattigkeitsgefühl, grippeartige Gliedschmerzen und nach ein bis drei Tagen kommt es zu Abszessbildung. Weiters auch begleitende Schwellung der Achsellymphknoten.

Eine Mastitis wird mit Blutabnahme und Ultraschall diagnostiziert.

Maßnahmen bei Mastitis sind Bettruhe, Entspannung, gute Entleerung durch häufiges Anlegen oder Abpumpen, bei Fortgeschrittener Mastitis jedoch Stillverbot, das Einschränken der Flüssigkeitsmenge, ein Ruhigstellen der Brust, kühle Umschläge, Wärmeanwendung bei beginnender Einschmelzung des Abszesses und die Gabe von Antibiotika sowie entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente.

Samstag, 8. Dezember 2012

Das Stillen 1



Als Stillen wird die Ernährung des Säuglings und Kleinkinds bezeichnet. Es ist die erste Nahrung die der Mensch bekommt.

Vorteile
Das Stillen bringt dem Kind, aber auch der Mutter, einige Vorteile. Zum einem trägt es zum Schutz vor Infektionen und zur Entwicklung bei. Die Menge und der Bedarf sind hormonell ans Kind angepasst, die Muttermilch ist jederzeit verfügbar und das Stillen fördert Mutter-Kind-Beziehung. Weiters senkt es das Übergewichtsrisiko, verringert Otitis media um bis zu 50%, Gastroenteritis um bis 64%, Atemwegserkrankungen bis 72%,  Diabetes Typ 1 und SIDS Risiko um 36%.

Das Stillen ist eine Prävention zur Verhinderung der atopischen Dermatitis und wirkt Sucht vorbeugend. Außerdem spart es Geld und ist Umweldfreundlich, da hierbei kein Abfall entsteht und kein Transport notwendig ist.

Maßnahmen zur Stillförderung
Grundsätzlich gilt bald stillen, oft stillen und nur stillen. Um das Stillen zu fördern wird ein intensiver Hautkontakt zwischen Mutter und Kind empfohlen. Da etwa zwanzig bis dreißig Minuten nach der Geburt der Saugreflex des Neugeborenen am stärksten ausgeprägt ist, sollte in dieser Zeit das Baby zum ersten Mal angelegt werden.

Muttermilch
Durch den Saugakt werden die Nervenenden der Brustwarze und des Warzenvorhofes gereizt. Dies bewirkt die Abgabe von Prolakin. Dadurch wird die Milchbildung gefördert. Häufiges Saugen vermehrt die Prolakinausschüttung.

Die erste Muttermilch wird Kolostrum genannt. Dies ist eine gelbe, dickflüssige Milch und wird gleich nach der Geburt in geringen Mengen abgegeben. Sie enthält mehr Proteine, Immunglobuline und weniger Fett als reife Milch und ist leicht verdaulich. Diese Milch reguliert das Energiedefizit sowie einen auftretenden Ikterus.

Die reife Muttermilch besteht aus Wasser, Proteinen, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Spurenelemente sowie aus Vitaminen.

Wichtig beim Stillen
Beim Stillen sollte auf eine entspannte, ruhige Atmosphäre geachtet werden. Davor sollte die Mutter Hände waschen und auf eine bequeme Lage für sich schaffen. Weiters ist eine kurze Brustmassage mit Daumen und Zeigefinger vor dem Stillen hilfreich.

Bei der Durchführung ist zu Beachten, dass das Kind die Brust erreichen kann und es Bauch an Bauch mit er Mutter liegt. Außerdem muss die Nase des Kindes muss frei sein und die Mutter umfasst Rücken und Gesäß des Kindes.

Zu Beginn berührt die Mutter Gesicht des Kindes mit der Warze und sorgt dafür, dass die Zunge des Säuglings unten ist. Wichtig ist, dass die Anlegezeit sich nach den Bedürfnissen des Kindes richtet. Sollte dieser am Ende nicht von selbst die Brust loslassen, kann die Frau mit einem Finger den sog unterbrechen.

Um das Kind nicht zu gefährden ist eine Brustpflege wichtig. Diese sollte täglich mit Wasser und milder Seife erfolgen.

Stillrhythmus richtet sich nach den Bedarf des Kindes. Das heißt, das Baby wird angelegt, wenn es Hunger hat. Typische Zeichen dafür sind Augenbewegung, ein hin und her drehen des Kopfes, das Bewegen der Arme, Sauggeräusche und Saugbewegungen, sowie das Saugen an der eigenen Hand und weint, wenn nicht reagiert wird.

Die Schwangerschaft 2


Körperpflege
In der Schwangerschaft ist ein Wechselduschen empfohlen. Also das mehrfache Abduschen mit warmem und kaltem Wasser. Durch Bauchmassagen können Striae (Schwangerschaftsstreifen) vorgebeugt werden. Wichtig ist auch eine gründliche Intimpflege.

Berufstätigkeit
Die Berufstätigkeit ist gesetzlich geregelt. Es wird beschrieben, welche Tätigkeiten, Tagesarbeitszeiten und Orte eine werdende Mutter nicht verrichten darf. Weiters darf acht Wochen vor und nach der Geburt in Österreich nicht gearbeitet werden.

Geburtsvorbereitungskurse
Ein Geburtsvorbereitungskurs dient dem Erfahrungsaustausch sowie aus Informationen über den physiologischen Geburtsvorgang. Auch ein kennen lernen von Geburtsmethoden und –positionen, Möglichkeiten der Geburtserleichterung und dem Handling und Umgang mit Neugeborenen steht auf dem Programm.

Entbindungsorte
Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten. Dies sind Krankenhaus, eine ambulante Entbindung, Geburtshäuser und die Hausgeburt.

Das Krankenhaus ist die häufigste gewählte Möglichkeit. Hier besteht oft die Möglichkeit von Rooming-in (Kind mit Mutter im Zimmer).

Die ambulante Geburt findet in einem Krankenhaus, einer gynäkologische Ordination oder einem Geburtshaus statt. Hierbei bleibt die Frau mit dem Kind nicht mehrere Tage im Krankenhaus, sondern kehrt nach einer Beobachtungszeit von vier bis vierundzwanzig Stunden nach Hause zurück. Vorraussetzung für diese Möglichkeit ist komplikationslose Geburt. Weiters sollte beachtet werden, dass eine Hebamme für Hausbesuch gefunden werden muss. Dies hat Innerhalb der nächsten zehn Tage zu geschehen.

In einem Geburtshaus findet die Geburt unter Leitung einer Hebamme ambulant statt. Dies geschieht mit Vor- und Nachbetreuung.

Bei der Hausgeburt sollten bestimmte Vorraussetzungen gegeben sein. Dies betrifft die Betreuung durch eine Hebamme und die Möglichkeit im Notfall schnell eine geburtshilfliche Einrichtung zu erreichen. Weiters empfiehlt sich eine Beratung mit dem Gynäkologen. Auch sollte das Wissen, dass selbst nach einer problemlosen Schwangerschaft Geburtskomplikationen auftreten können, vorhanden sein.

Wehen
Eine Wehe ist eine Muskelkontraktion der Gebärmutter. Die Wehen werden in drei Arten unterschieden:
  • Schwangerschaftswehen
  • Senkwehen/Vorwehen
  • Eröffnungs-, Austreibungs- und Presswehen

Jede Wehe verläuft in einem bestimmten Schema ab. Sie steigt langsam zu einem Gipfelpunkt und flaut dann wieder ab. Eine Wehe dauert ca. zwanzig bis sechzig Sekunden und dazwischen gibt es eine Wehenpause, dessen Umfang anfangs fünf bis zehn Minuten betragen und im Laufe der Geburt abnehmen. Die Wehenpausen dienen dem Sauerstoffzufuhr an die Muskeln.

Geburtsbegleitung durch die Hebamme
Die Geburtseinleitung durch die Hebamme erfolgt sehr individuell. Sie besteht aus geburtserleichternden Maßnahmen. Dies sind ein wehen anregendes und entspannendes Vollbad oder dusche, Akupunktur, Massagen und Homöopathie. Eventuell auch eine Unterstützung der Darmentleerung mit einem Clymol.

In der Geburtsvorbereitung soll die Schwangere das Becken hoch lagern und liegen um Probleme vorzubeugen. Weiters gibt es eine Nahrungskarenz, es wird auf die Flüssigkeitszufuhr geachtet und bei lang andauernden Geburten bekommt die werdende Mutter eine Infusion.

In dieser Phase werden die Vitalzeichen kontrolliert. Auch CTG (Herztonwehenschreibung) Kontrollen werden durchgeführt. Wichtig ist weiters der Schutz des Damms, da dieser bei einer Geburt einreißen kann.

Maßnahmen nach der Geburt
Das Abnabeln findet zirka eine Minute nach Auspulsieren der Nabelschnur statt. Das Baby wird mit einem vorgewärmten Tuch abgetrocknet und der Mutter zum Anlegen gegeben. Anschließend wird der AGPAR Score erhoben und das Kind inspiziert, sowie gewogen und gemessen. Zusätzlich wird die Cred`sche Prophylaxe durchgeführt.

Das AGPAR – Schema ist eine Einstufung des Neugeborenen in einem Punktesystem, wo es für jede Untersuchung jeweils null bis zwei Punkte gibt. Angeschaut wird:
  • Atmung
  • Puls
  • Grundtonus
  • Aussehen
  • Reflexe

Freitag, 7. Dezember 2012

Die Schwangerschaft 1



Dauer und Einteilung der Schwangerschaft
Die Schwangerschaft dauert 38 bis 40 Wochen. Rechnet man vom Zeitpunkt der Befruchtung, sind es 266 Tage und vom Zeitpunkt der letzten Menstruation, wovon man in der Praxis eher ausgeht, so sind es 280 Tage.

Eingeteilt wird diese Zeit in drei Drittel. Das erste Trimenon geht vom ersten bis dritten Monat bzw. erste bis zwölfte Schwangerschaftswoche. Das Zweite bis zum sechsten Monat (achtundzwanzigste Woche) und das Dritte bis zur Geburt.

Mittlerweile kann der Geburtstermin sehr gut berechnet werden. Hierfür verwendet man eine einfache Formel:
  • Entbindungstermin = Datum des 1.Tages der letzten Menstruation + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr +/- X(Abweichungen vom 28-tägigen Zyklus in Tagen)

Entwicklung des Kindes
Bereits wenige Stunden nach Befruchtung beginnen die ersten Zellteilungen. Weiters geschieht in den ersten 8 Wochen die Anlegung der lebenswichtigen Organe. In dieser Zeit, dem ersten Trimenon können virale Infektionen, viele Medikamente oder Röntgenstrahlen schwere Fehlbildungen hervorrufen.

Im zweiten und dritten Trimenon stehen das Wachstum des Kindes, die Feindifferenzierung des Gewebes und das Ausreifen und die Funktionsaufnahme der Organe im Vordergrund. Außerdem beginnt das Ungeborene für später zu üben. Dies geschieht durch Bewegung, dem Trinken von Fruchtwasser, urinieren, schlafen und Schluckauf.

Veränderungen des mütterlichen Organismus
Während der Schwangerschaft kommt es im Organismus der Schwangeren zu einigen Veränderungen. Zum einen nimmt das Blutvolumen zu um das Kind mit ausreichend Sauerstoff versorgen zu können. Jedoch steigt die Hämoglobinbildung nicht im gleichen Maße. Dadurch hat die Frau ein erhöhtes Schlafbedürfnis, leidet an Müdigkeit und Hypothonie.

Der Tonus der glatten Muskulatur nimmt ab. Dies begünstigt Obstipation, Harnwegsinfekte, Varizzenbildung und Hämorrhoidenbildung. Zusätzlich kommt es zu einigen körperlichen Veränderungen. Die Brüste werden voller, der Bauch wächst und es kommt zu vermehrter Hautpigmentierung an Brustwarzen und Mittellinie des Bauches. Zusätzlich kann das Gesicht dunklere Flecken aufweisen. Eventuell kommt es zur Bildung von Schwangerschaftsstreifen.

Dürfen und nicht dürfen
In der Schwangerschaft ist einiges zu Beachten. Absolutes Tabu sind Alkohol, Drogen und Nikotin. Medikamente sollten nur nach ärztlicher Anordnung genommen werden. Ansonsten kann es zu Fehlgeburten und in einigen Fällen auch zu Totgeburten kommen.

Sex in der Schwangerschaft ist kein Problem. Die Schwangere braucht nicht zu verzichten. Allerdings gibt es hier ein paar Ausnahmen. Im Fall von Zervixinsuffizienz, Blutungen oder Abgang von Fruchtwasser sowie bei Fehlgeburten bei früheren Schwangerschaften und auch bei einer Vaginalinfektion.

In der Schwangerschaft ist eine Bewegung von mindestens zwanzig Minuten empfohlen. Gut geeignet sind Schwimmen, Fahrrad fahren, Wandern und Spazieren gehen. Schlecht hingegen sind Reiten, Tennis und Squash.

Auch das Reisen stellt kein Problem da. Am Besten geeignet ist das zweite Trimenon. Jedoch sollte auch hier einiges Beachtet werden. Lange Autofahrten sind ungeeignet. Genauso ab vier Wochen vor der Entbindung zu Fliegen. Weiters sollte es keine Reisen in Gebiete mit schlechter medizinischer Versorgung geben. Auch nicht in Tropen oder ins Gebirge über 2500 Meter.

In der Schwangerschaft empfiehlt sich eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sowie Gegen Ende viele kleine Mahlzeiten. Durch die Vermeidung von Süßspeisen und Reizstoffen können unangenehme Begleiterscheinungen vermindert werden. Wichtig ist auch die tägliche Zufuhr von 250 kcal, der Genuss von tierischen Eiweißen in Maßen und Kohlenhydrate sollten mit vollwertigen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten und Obst zugeführt werden.

Folsäure sollte vermieden werden. Ein Magnesiummangel kann durch Ernährung gelindert werden. Bei Kochsalz ist ein sparsames umgehen empfohlen. Der Kalziumbedarf sollte mittels Milch, Joghurt oder Topfen gedeckt werden.

Einem Eisenmangel kann vorgebeugt werden. Dies erreicht man am Besten mit dunklem Fleisch, rote Rüben, Holunder, Johannisbeere und mit Hülsenfrüchten.

In der Schwangerschaft ist der Flüssigkeitsbedarf individuell. Günstig ist in dieser Zeit stilles Mineralwasser. Ungünstig sind Tee oder Saft. Koffein sollte nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Verzichtet sollte man auf rohes Hackfleisch und Rohmilchkäse. Beim Würzen sollte man ebenfalls vorsichtig sein, da einige Gewürze Wehen auslösend sind. Daher empfiehlt sich ein sparsamer Umgang mit Ingwer, Nelke und Zimt.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Hyperemesis gravidium



Die Hyperemesis gravidarum ist ein übermäßiges Schwangerschaftserbrechen im ersten Trimenon, bei der es zu einer Gefahr für Mutter und Kind kommen kann und hat nichts mit der morgendlichen Übelkeit mit Erbrechen zu tun.

Die Entstehung der Krankheit ist unklar. Als gesichert gilt jedoch, dass hormonelle Faktoren sowie eine psychische Belastung, aufgrund ungeplanter Schwangerschaft, privater oder beruflicher Probleme, das Auftreten verstärken.

Zu den Symptomen der Hyperemesis gravium zählt ein starkes Erbrechen ab der sechsten Schwangerschaftswoche. Es kommt dadurch zum Gewichtsverlust, Kreislaufprobleme aufgrund des Flüssigkeitsverlustes und eventuell zu Fieber. In seltenen Fällen kann es auch zu Schädigungen der Leber mit Ikterus oder zu Bennomen- und Verwirrtheit kommen.
Die Diagnose wird durch Anamnese gestellt und durch Blutuntersuchungen, bei der Kalium, Ketonkörper, Schilddrüsen-, Nieren- und Leberwerte festgestellt werden, kann das Ausmaß der Gefährdung für Mutter und Kind abgeschätzt werden.

Bei der Behandlung der Hyperemesis gravidium setzt man vorrangig auf den Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts durch Infusionen und nur gelegentlich eine parenterale Ernährung. Eine medikamentöse Behandlung sowie eine eventuelle Unterstützung mit Sedierung, erfolgt nur wenn dies notwendig ist. Weiters kann eine Psychotherapie bei psychischen Störungen hilfreich sein.

Bei der Pflege steht das psychische Wohlbefinden im Vordergrund. Hierbei kann im Falle von sozialen oder finanziellen Nöten eine Sozialarbeiterin hinzugezogen werden. Auch kann eine ambulante Behandlung besser sein, da es für viele Frauen als belastend empfunden wird, im Krankenhaus liegen zu müssen.
Blutdruck und Puls werden mehrfach, Körpertemperatur einmal täglich und das Gewicht zweimal die Woche kontrolliert. Eine Flüssigkeitsbilanz sollte ebenfalls geführt werden.
Bei der betroffenen Frau können Nierentasse und Zellstoff durch deren Anblick und auch bestimmte Gerüche, wie zum Beispiel bestimmte Nahrungsmittel und Parfum erbrechen auslösen und sollten daher gemieden werden.
Im Bereich der Ernährung steht am Anfang eine Nahrungskarenz oder nur Tee, Zwieback und trockenes Gebäck. Werden diese Lebensmittel gut vertragen, kann mit einem langsamen Kostaufbau, bei der Wünsche und Vorlieben der Patientin beachtet werden können und sollten, begonnen werden. Jedoch sind stark fetthaltige Nahrungsmittel ungünstig.
Aufgrund der Mundtrockenheit durch das viele Erbrechen ist vor allem auf die Mundpflege zu achten. Bei der Körperpflege sind die Betroffenen wegen der Schwäche und Benommenheit auf Hilfe angewiesen.

Montag, 12. November 2012

Eine Pflanze mit Nutzem



Über Cannabis wird gerne und oft schlecht geredet. Leider zu Unrecht. Es ist nicht einfach eine Droge, wie LSD, XTC, Meskalin und Co, sondern eine Pflanze mit Vorteilen. Und dies in vielen Belangen.

In den Niederlanden, wo Cannabis legal konsumiert werden kann, liegt die Zahl der Konsumenten weit unter dem europäischen Schnitt. Und dies ohne, dass hunderttausende Bürger kriminalisiert werden. Dadurch ist auch die Polizei eine Aufgabe weniger und kann sich vermehrt wahren Verbrechen hinwenden. Wie zum Beispiel der Korruption in der Politik.

Es ist eine Tatsache, dass Cannabis nicht Abhängig macht. Nur zwei Prozent der Konsumenten, die zusätzlich keine weitere, harte Droge nehmen wird abhängig. Dies kann man vom legalen Alkohol nicht behaupten.

Weltweit starb noch ein Mensch an einer Cannabisüberdosis. An einer Alkoholüberdosis hingegen schon. Während bei Alkohol schon ca. die 8-fache Rauschdosis tödlich wirkt, müsste bei Cannabis für eine letale Dosis mehr als die tausendfache Menge konsumiert werden.

Selbst in der Medizin kann Cannabis angewendet werden. Zum Beispiel bei Multipler Sklerose. Es wäre auch billiger als Medikamente, die teilweise mehrere hundert Euro kosten.

Mit einer Legalisierung würden neue Arbeitsplätze entstehen. Auch die österreichischen Bauern würden hiervon profitieren, da Cannabis leicht und ohne großen Aufwand anbaubar ist.

Dank der Kriminalisierung von Cannabis verdienen nur Personen aus dem kriminellen Milieu, wie beispielsweise die Mafia, am Anbau und Handel mit dieser Pflanze. Im Falle einer Legalisierung wäre dies nicht mehr so. Dadurch könnte der Staat aufgrund einer Steuer daran verdienen.

Freitag, 9. November 2012

Die Niere



Die Nieren sind  ein rotbraunes bohnenförmiges Organ des Ausscheidungssystems und liegen links und rechts der Wirbelsäule dicht unter dem Zwerchfell. Sie sind 11 cm lang, 6 cm breit und 2,5 cm dick. Ihr Gewicht beträgt circa 150 g. Die Nieren liegen im Retroperitonalraum.

Die Aufgaben der Nieren liegen unter anderem in der Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Fremdstoffen, wie auch der Regulation der Elektrolytkonzentration und der Konstanthaltung des Wassergehalts und des osmotischen Drucks. Auch die Regulation des Blutdrucks, die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes und die Bildung des Enzyms Renin und des Hormons Erythropoetin fallen in ihren Verantwortungsbereich. Weiters übernimmt die Niere die Umwandlung einer Vitamin-D-Vorstufe in das wirksame Vitamin-D-Hormon.

Donnerstag, 8. November 2012

Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen entdeckt



Der Planet mit der Katalognummer HD 40307 g, entdeckt von einem internationalen Astronomenteam, ist 41 Lichtjahre entfernt und hat sich als Kandidat für Leben abseits unserer Erde entpuppt. Er zählt zur Gruppe der Super-Erden und umkreist sein Zentralgestirn in einem Abstand, der flüssiges Wasser begünstigt. Auch dreht sich dieser Planet um die eigene Achse, wodurch es einen Tag-Nacht-Zyklus gibt. Dies ist die Grundvorrausetzung für ein stabiles Klima.

Samstag, 3. November 2012

Die tägliche Turnstunde hilft dem Staat zu sparen



Ein Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied bestätigte, dass die tägliche Turnstunde um 200 Millionen Mehrkosten pro Jahr verursachen würde. Dazu kämen noch 100 Millionen Euro für Aus- und Weiterbildungskosten für die Pädagogen. Weiters halte die Ministerin die Einführung nur in der Gesamtschule für Sinnvoll. Allen anderen Schulen sollte es ihrer Ansicht nach freigestellt sein.

Also ganz nach dem Motto: Sollen alle anderen Fett werden!

Dabei könnte die tägliche Turnstunde einen wichtigen Beitrag im Gesundheitswesen leisten. Die Rede hierbei ist in der Prophylaxe von Krankheiten. Dadurch würden Einsparungen entstehen, die die Republik Österreich dringend notwendig hat. Und hierbei handelt es sich nicht um 200 Millionen im Jahr, sondern um mehrere Milliarden Euro.

Übergewicht und Adipositas
Einem Bericht der Salzburger Nachrichten zu Folge, kosten übergewichtige Menschen in Österreich 1,1 Milliarden Euro. Demnach ist Übergewicht ein deutlich Schlimmeres Problem als der Konsum von Tabakprodukten, dessen jährlicher Schaden sich auf rund 600 Millionen Euro bezieht.

Laut einer Studie, die in der britischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, kostet die körperliche Inaktivität, also der Mangel an sportlicher Betätigung, mehr als fünf Millionen Menschen jährlich das Leben. Dieses als "Couch-Potato-Lebensstil" bezeichnete Problem ist für zehn Prozent aller Todesfälle pro Jahr verantwortlich. In Österreich sind es etwa 9,4 Prozent.

Gründe, weshalb Adipositas unser Gesundheitssystem so dermaßen belastet, gibt es zu genüge. Man muss sich nur anschauen, für was diese Erkrankung ein erhöhter Risikofaktor sowie auch Verursacher darstellt. Einige Beispiele sind Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Osteoarthritis und Krebserkrankungen wie in Brust, Dickdarm, Gebärmutter, Niere, Galle und Prostata.

Risikofaktoren für Übergewicht sind unter anderem Fast Food, zu viel Fernsehen und zu wenig Sport, aber auch Schichtzugehörigkeit und Bildungsgrad. Mit der täglichen Turnstunde könnte dies ausgeglichen werden. Weiters würde dies die Kinder prägen. Sie würden auch im Erwachsenenalter noch regelmäßig Sport betreiben. Dadurch könnten diese 1,1 Milliarden Euro jährlich deutlich reduziert werden.

Krebs
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg veröffentlichte erst vor wenigen Monaten eine Langzeituntersuchung, die besagt, dass Übergewicht und Fettleibigkeit das Rauchen als Krebsrisikofaktor Nummer eins abgelöst hat. Speziell Nieren-, Darm- und Brustkrebs, sowie Tumore in der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut sind dies der Fall. Weiters sind die Hälfte aller Krebstodesfälle durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren verursacht und daher vermeidbar.

Otmar Wiestler, Vorstandsversitzender des DKFZ, betonte: „Inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem wir die Fettleibigkeit als Krebsrisikofaktor genauso ernst nehmen müssen wie das Rauchen.“

Laut Rudolf Kaaks, DKFZ-Epidemiologe, gilt Übergewicht in der Hälfte der Fälle von Krebs in der Gebärmutterschleimhaut und in 20% der Fälle bei Brustkrebs nach den Wechseljahren als Auslöser.

Jedoch, und dies stellt ein Problem da, lässt sich Übergewicht schwer definieren. Der Body-Maß-Index (BMI) zum Beispiel ist zu ungenau und daher nicht aussagekräftig. Kaaks meint dazu: „Es spricht vieles dafür, dass vor allem das so genannte viszerale Fett zwischen den Bauchorganen eine gefährliche Rolle bei der Krebserkrankung spielt. Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben.“

Stephan Harzig, Stoffwechselexperte im DKFZ, untersucht die physiologischen Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krebs. Er stellte fest, dass die Adipokine, Hormone, die das Fettgewebe selbst ausschüttet, das Krebswachstum fördern. Deshalb empfiehlt Harzig körperliche Aktivitäten um dieses Risiko zu senken.

Mit der täglichen Turnstunde könnte man dies Vorbeugen. Auch hier liegt das Einsparungspotential bei mehreren hundert Millionen bis zu einer Milliarde Euro.

Geistige Leistungsfähigkeit
Durch den Sport entstehen im Gehirn neue Nervenverbindungen, die zwar nur kurz bestehen, aber durch anschließende geistige Betätigung erhalten bleiben. Dies heißt, wer nach dem Sport lernt, erhält mehr Erfolge und ist dadurch Leistungsfähiger. Deshalb ist es wichtig, dass an Schulen ausreichend Sportunterricht gibt. Der deutsche Hirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer empfiehlt eine halbe bis dreiviertel Stunde Sportunterricht in der Früh.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Auf die Rettungskette kommt es an



Im oberösterreichischem Steyr wurde ein 14-jähriges Mädchen vor einer Querschnittslähmung bewahrt. Dies verdankt sie nicht nur der professionellen Arbeit der ÄrztInnen und PflegerInnen, sondern auch dem Funktionieren der Rettungskette.

Deshalb ist es wichtig, dass man über Erste Hilfe bescheid weis. Es ist auch nicht schwierig und keine Hexerei. Immerhin ist das alles entscheidende, dass man überhaupt etwas tut.

Absichern:
Im Fall eines Unfalls ist es wichtig, dass man als erstes auf sich selber achtet. Dies soll heißen, dass man den Ort des Geschehens absichert und dafür sorgt, dass man nicht selbst auch noch verletzt wird. Das Absichern erreicht man, in dem man sich nach Gefahrenquellen umschaut und diese entfernt, ein Pannendreieck aufstellt oder die verletzte Person aus der Gefahrenzone schafft.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen:
Der nächste Schritt ist es, dass man überprüft, ob die Person bei Bewusst sein ist. Wenn dies der Fall ist, bringt man das Opfer in die stabile Seitenlage und versorgt die Wunden. Sollte dies nicht der Fall sein, beginnt man mit der Reanimation. Dies erfolgt über die Durchführung von dreißig Mal Brustmassage und zwei Mal beatmen, was solange geschieht bis entweder der Verletzte wieder Lebenszeichen hat oder ein Sanitäter übernimmt.

Im Idealfall ist man zu Zweit oder zu Dritt oder auch zu Viert, wenn ein Unfallopfer wieder belebt werden muss. In diesem Fall kann man die Arbeit besser einteilen. Je einer für die Beatmung, Brustmassage, Notruf und die Suche nach einem Defibrillator.

Notruf:
Der Notruf ist ebenfalls wichtig. Wird dieser nicht abgeschickt, wird natürlich kein Krankenwagen kommen. Hierbei sind ein paar Punkte zu beachten: Wer ruft an? Was ist passiert? Wie viele sind betroffen? Wo ist es passiert?

Werden diese Fragen vom Anrufer beantwortet, klappt der Notruf Problemlos. Jedoch sollte dann eins nicht vergessen werden. Man sollte nicht auflegen. Immerhin sitzt am Ende der Leitung eine Person, die sich hervorragend mit Erste Hilfe auskennt und daher zur Seite stehen kann bis die Sanitäter eintreffen.

Weiters:
Nachdem der Notruf eingegangen ist, gibt es zwei Szenarien, die eintreffen können. Entweder man ist mit der Wiederbelebung beschäftigt oder mit der Betreuung des Verletzten. Sollte das Unfallopfer nicht wieder belebt werden müssen, sollte darauf geachtet werden, dass dieser in stabiler Seitenlage bleibt. Auch auf die Kontrolle der Atmung sollte nicht vergessen werden.

Sobald der Rettungsdienst eingetroffen ist, werden die Sanitäter übernehmen. Wichtig ist nur, dass wenn man mitten in der wieder Belebung ist, man erst aufhört, wenn die Sanitäter übernehmen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Finanzielle Auswirkungen von Übergewicht und Adipositas



Laut einer Studie der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, sind Behandlungskosten bei adipösen Patienten deutlich teurer, als bei Normalgewichtigen. Der Grund hierfür ist simpel: Übergewichtige Menschen werden häufiger Krank. Auch ihr Risiko an verschiedensten Krankheiten zu bekommen ist erhöht.

Elizabeth Wick, die die Studie erstellt hat, untersuchte Patienten von Darmoperationen. Sie stellte fest, dass bei extrem übergewichtigen Patienten in 14,5 Prozent der Fällen Komplikationen auftraten. Hingegen bei Normalgewichtigen waren dies nur 9,5 Prozent. Das ist immerhin eine Differenz von ganzen fünf Prozent. Dazu kommt noch, dass Adipöse deutlich häufiger wieder ins Krankenhaus müssen und dazu auch längere Aufenthalte benötigen.

Laut Salzburger Nachrichten, kosten übergewichtige Menschen der amerikanischen Wirtschaft ganze 52 Milliarden Euro. In Österreich ist der Schaden nicht ganz so hoch, doch mit 1,1 Milliarden Euro, dennoch ein erheblicher Kostenfaktor für unser Gesundheitssystem. Demnach ist Übergewicht ein deutlich Schlimmeres Problem als der Konsum von Tabakprodukten, dessen jährlicher Schaden auf rund 600 Millionen Euro bezieht.

Gründe, weshalb Adipositas unser Gesundheitssystem so dermaßen belastet, gibt es zu genüge. Man muss sich nur anschauen, für was diese Erkrankung ein erhöhter Risikofaktor sowie auch Verursacher darstellt. Einige Beispiele sind Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Osteoarthritis und Krebserkrankungen wie in Brust, Dickdarm, Gebärmutter, Niere, Galle und Prostata.

Risikofaktoren für Übergewicht sind unter anderem Fast Food, zu viel Fernsehen und zu wenig Sport, aber auch Schichtzugehörigkeit und Bildungsgrad.

Weiters erhöht Übergewicht und Adipositas das Krebsrisiko. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg präsentierte erst dieses Jahr eine Langzeituntersuchung, die besagt, dass Übergewicht und Fettleibigkeit das Rauchen als Krebsrisikofaktor Nummer eins abgelöst hat. Speziell Nieren-, Darm- und Brustkrebs, sowie Tumore in der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut sind dies der Fall. Weiters sind die Hälfte aller Krebstodesfälle durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren verursacht und daher vermeidbar.

Otmar Wiestler, Vorstandsversitzender des DKFZ, betonte: „Inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem wir die Fettleibigkeit als Krebsrisikofaktor genauso ernst nehmen müssen wie das Rauchen.“

Laut Rudolf Kaaks, DKFZ-Epidemiologe, gilt Übergewicht in der Hälfte der Fälle von Krebs in der Gebärmutterschleimhaut und in 20% der Fälle bei Brustkrebs nach den Wechseljahren als Auslöser.

Jedoch, und dies stellt ein Problem da, lässt sich Übergewicht schwer definieren. Der Body-Maß-Index (BMI) zum Beispiel ist zu ungenau und daher nicht aussagekräftig. Kaaks meint dazu: „Es spricht vieles dafür, dass vor allem das so genannte viszerale Fett zwischen den Bauchorganen eine gefährliche Rolle bei der Krebserkrankung spielt. Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben.“

Stephan Harzig, Stoffwechselexperte im DKFZ, untersucht die physiologischen Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krebs. Er stellte fest, dass die Adipokine, Hormone, die das Fettgewebe selbst ausschüttet, das Krebswachstum fördern. Deshalb empfiehlt Harzig körperliche Aktivitäten um dieses Risiko zu senken.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Staphylokokken



Die Staphylokokken sind eine der bekanntesten Bakterienarten. Da einige ihrer Arten, wie zum Beispiel MRSA, Antibiotikaresistent sind, stellen Staphylokokken eine Gefährliche Krankheit dar.

Sie haben ein rundliches und kugelförmiges Aussehen und sind grampositiv. Die Staphylokokken sind 0,5 bis 1,5 Mikrometer groß. Angeordnet sind sie Einzeln, in Paaren oder auch in unregelmäßigen Haufen.

Das Vorkommen von Staphylokokken sind die Haut und auch die Schleimhaut. Ihr Temperaturoptimum beträgt 30-37°C. Also Temperaturen die für den menschlichen Körper großteils normal sind.

Bei einer Erkrankung treten verschiedenste Symptome auf. Dies sind vermehrte Speichelbildung, Übelkeit, Würgen, Erbrechen und Durchfall. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Stunden.

Samstag, 20. Oktober 2012

Hepatitis



Hepatitis ist eine Erkrankung der Leber. Klinisch wird sie in chronische und akute Formen unterteilt. Ihr häufigster Auslöser ist eine Virusinfektion durch die Hepatitisviren A, B, C, D und E.

Hepatitis A hat eine Inkubationszeit 15 bis 50 Tage. Ihr Vorkommen umfasst Südostasien, Russland, den vorderen Orient, den Mittelmeerraum, Afrika sowie Mittel- und Südamerika. Die Übertragung findet durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion statt. Von dieser Form gibt es 1,5 Millionen Erkrankungsfälle pro Jahr. Weiters steht ein aktiver Impfschutz für mindestens 10 Jahre zu Verfügung.

Hepatitis B hat eine Inkubationszeit von 6 Wochen bis 6 Monate und kommt weltweit vor. Eine Übertragung findet parenteral und sexuell statt. Es gibt 350 Millionen Erkrankte sowie eine aktive und passive Impfung gegen diese Form.

Bei der Hepatitis C gibt es eine 20 bis 60 Tage andauernde Inkubationszeit und ist ebenfalls weltweit verbreitet. Eine Übertragung findet durch Blut statt. Bei dieser Hepatitisform gibt es 170 Millionen Erkrankte und es steht keine Impfung zur Verfügung.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Der Mund



Mundhöhle:
Die Mundhöhle besteht aus zwei Abschnitten. Zum einen aus dem Mundhöhlenvorhof, welcher der Raum zwischen Wangen, Lippen und Zähne darstellt. Der andere Teil ist der Mundhöhlenhauptraum. Dieser wird oben durch den harten und weichen Gaumen, unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur, seitlich von den Zahnreihen, hinten vom Rachen und vorne von den Schneide- und Eckzähne begrenzt. Die Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet und ist an Zahnfortsätzen mit Knochen verwachsen.

Zunge:
Die Zunge erfüllt mehrere Aufgaben. Zum einen hilft sie bei Kau- und Saugbewegungen mit. Weiters formt die Zunge einen Schluckbahren Bissen und beginnt Schluckbewegung. Sie dient dem Geschmacks- und Tastempfinden und ist an der Lautbildung beim Sprechen beteiligt.

Der Aufbau der menschlichen Zunge lässt sich in vier Abschnitte gliedern. Dies ist zum einen die Zungenwurzel, welche fest mit dem Mundboden verwachsen ist. Weiters der Zungenkörper und die Zungenspitze. Zu guter letzt noch das Zungenbändchen, welche in der Mitte unter der Zunge liegt.

Zähne:
Die Zähne bestehen aus drei Teilen. Dies sind Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil des Zahns. Der Zahnhals ist der Übergang vom Schmelz der Krone zum Zement der Zahnwurzel. Er wird vom Zahnfleisch umschlossen. Die Zahnwurzel ist von außen nicht sichtbar und in den Zahnfächern der Zahnfortsätze verankert.

Gebiss:
Der Mensch hat zwei Gebisse. Das eine als Kind und das andere als Erwachsener. Diese heißen auch dementsprechend. Das erste ist das Milchgebiss. Dieses ist ab dem sechsten Monat und bis zum sechsten Lebensjahr (Zahnwechsel) vorhanden. Das Milchgebiss hat 20 Zähne pro Kiefer. Es handelt sich dabei um vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Mahlzähne.

Beim Zahnwechsel werden die Wurzeln der Milchzähne abgebaut. Die bleibenden Zähne schieben Kronen der Milchzähne heraus.

Das Erwachsenengebiss besteht aus 32 Zähnen pro Kiefer. Dies sind vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, zwei Backenzähne und drei Mahlzähne. Die hintersten Mahlzähne heißen Weisheitszähne.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Sexualhormone



Der Mensch besitzt nicht nur ein Sexualhormon, sondern mehrer, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Angefangen von der sexuellen Reife bis hin zu Wachstum, Ausbildung von Geschlechtsorganen und der Bildung anderer Hormone.

Die wichtigsten Sexualhormone beim Mann sind die Androgene. Daneben gibt es noch das FSH (follikelstimulierende Hormon), welches die Spermienreifung fördert, und das LH (luteinisierende Hormon), das die Leydig-Zwischenzellen zur Ausschüttung von Testosteron anregt. Die Gruppe der Androgene ist für die Geschlechtsentwicklung und –differenzierung vor der Geburt, den Hoden- und Peniswachstum während der Pubertät und der Ausbildung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich. Weiters fördern sie die Spermienbildung, stimulieren den Geschlechtstrieb (Libido), steigern Blutbildung und Eiweisaufbau und sind im hohen Alter an der Glatzenbildung mitbeteiligt.

Zu den weiblichen Sexualhormonen zählen ebenfalls FSH und LH, aber auch die Östrogene und das Progesteron. Das FSH bewirkt die Follikelreifung zum Graaf-Follikel und die Ausschüttung von Östrogen aus den Ovarien. LH bewirkt zusammen mit FSH den Eisprung und die Umwandlung des Graaf-Follikels in den Progesteron produzierenden Gelbkörper. Die Östrogene sind verantwortlich für die Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale in der Pubertät, den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation, die Eireifung im Eistock und haben Eiweißaufbauende Effekte. Weiters bewirken sie vermehrten Einbau von Kalzium in die Knochen und wirken auf Zentralenervensystem und beeinflussen so die Stimmung und das Verhalten der Frau. Außerdem sichern die Östrogene in der Schwangerschaft die Anpassung des mütterlichen Organismus und die Entwicklung des Kindes. Auch bereiten sie die Brust auf die Milchbildung und –abgabe vor. Das Progesteron bewirkt die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut für die Aufnahme der Frucht, führt zu einer Erhöhung der Körpertemperatur um 0,5°C und lässt den Zervixschleim höher werden. Auch unterstützt es in Frühschwangerschaft die Einnistung und den Wachstum des Embryos und stellt die Gebärmutter in der Schwangerschaft ruhig. Weiters ist das Progesteron mitverantwortlich, dass die Brüste auf die Milchbildung vorbereitet werden.