Arbeitsunfähigkeit gab es schon immer und
wird es immer geben. Bislang waren nur die körperlichen Folgen bekannt. Zu den
körperlichen Behinderungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesellen sich jetzt
auch psychische Störungen.
Schon seit einigen Jahren sind psychische
Erkrankungen die Hauptursache für eine Frühpension. Während die
Arbeitsunfähigkeit bei körperlichen Erkrankungen konstant gleich bleibt, steigt
diese bei den psychischen Erkrankungen jährlich.
In Deutschland hat die BKK jährliche
Behandlungskosten von etwa 3 Milliarden Euro. Gerechnet auf alle Mitglieder
sind das Ausgaben von etwa 214 € pro Person. Behandlungskosten für alle
weiteren Erkrankungen nicht eingerechnet.
Die meisten psychischen Erkrankungen sind
vor allem Depressionen. Ursachen sind laut den Befragungen durch Psychologen:
Brutaler Zeit- und Kostendruck, Angst um den Job usw.
Arbeitspsychologen gehen davon aus, dass
der beginn schon in der Schulzeit liegt, wo der Druck nach Leistung entsteht
und die Angst vor dem Versagen immer mehr gefördert wird.