Sonntag, 31. März 2013

Akutes Leberversagen



Das akute Leberversagen ist ein Funktionsausfall der Leber bei vorher lebergesunden Personen innerhalb von Tagen bis Wochen nach beginn einer Lebererkrankung. Ursachen hierfür sind Virushepatitiden und Vergiftungen. Symptome des akuten Leberversagens sind Ikterus sowie Gerinnungs- und Bewusstseinsstörungen.

Samstag, 30. März 2013

Leberzirrhose



Die Leberzirrhose ist eine chronisch-progrediente irreversible Zerstörung der Leberläppchen. Sie ist einhergehend mit knotig-narbigem Umbau der Leber. Es ist ein mögliches Endstadium aller chronischen Lebererkrankungen.

Der Altergipfel der Leberzirrhose ist zwischen dem fünfzigsten und sechzigsten Lebensjahr und kommt bei Männern häufiger vor als wie bei Frauen. Die Prognose bei dieser Erkrankung ist eher schlecht.

Die häufigste Ursache der Leberzirrhose ist ein chronischer Alkoholabsusus. Eine chronische Virushepatitis ist die zweithäufigste Ursache. Weitere Ursachen für diese Erkrankung sind Autoimmunerkrankungen, Gallenwegserkrankungen mit Gallenstau, kardiovaskuläre Erkrankungen, Arzneimittel oder Gifte sowie Stoffwechselerkrankungen.

Symptome bei einer Leberzirrhose sind Mattigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Gewichtsverlust, Schwitzen, psychische Verstimmung und eventuell Druckgefühl oder Schmerz im Oberbauch. Weitere Anzeichen sind Palmarerythem, Lackzunge, caput medusae und im fortgeschrittenen Stadium ist die Haut atropisch, grau-fahl und eventuell ikterisch. Außerdem kann es zu Potenzstörungen und Libidoverlust, Gynäkomastie (Brustbildung beim Mann) und Hodenatropie kommen.

Therapiert wird die Leberzirrhose durch das Ausschalten schädlicher Einflüsse (Alkohol, Arzneimittel, etc) und durch das behandeln der Komplikationen. Weiters durch eine Lebertransplantation.

Freitag, 29. März 2013

Chronische Hepatitis



Bei der chronischen Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber, die länger als sechs Monate besteht. Sie kann unterschiedlicher Ursache sein.

Entstehung und Einteilung
Die chronische Hepatitis wird nach drei Kriterien eingeteilt. Zum einen nach den zugrunde liegenden Ursachen, wie zum Beispiel virusbedingte chronische Hepatitis, die Autoimmunhepatitis, welche meist jüngere Frauen betrifft, die oft weitere Autoimmunerkrankungen haben, sowie die exogen-toxische chronische Hepatitis durch Alkohol, Arzneimittel oder Chemikalien, und Stoffwechselerkrankungen.

Weitere Einteilungskriterien sind das Ausmaß der entzündlichen Aktivität, wie minimal, mild, mäßig oder schwer, sowie das Ausmaß der Fibrosierung und der Leberstrukturzerstörung, wie keine, mild, mäßig, schwer oder Zirrhose.

Symptome und Diagnose
Die chronische Hepatitis zeichnet sich durch uncharakteristische Beschwerden wie Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit sowie Völle- und Druckgefühl im Oberbauch aus.

Zur Diagnose dieser Erkrankung kommt man durch wiederholte oder lang dauernde Transaminaseerhöhung, positive Hepatitisserolgie bzw. positive Autoantikörper. Zur Sicherung oder auch Schweregradeinschätzung ist eine Leberbiopsie sinnvoll.

Behandlung
Die chronische Hepatits B wird mit α-Interferon behandelt. Bei der chronischen Hepatitis C ist es eine Kombinationstherapie mit α-Interferon und Ribavirin.

Weiters müssen sämtliche leberschädigenden Einflüsse, wie zum Beispiel Alkohol, ausgeschaltet werden. Auch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist wichtig.

Donnerstag, 28. März 2013

Akute Virushepatitis



Eine akute Virushepatitis ist eine viral bedingte Leberentzündung mit Leberzellnekrose und einem Ikterus. Unterteilt wird diese Krankheit in die Typen A bis E mit unterschiedlicher Übertragung, Inkubationszeit und Neigung zu Folgeerkrankungen.

Krankheitsentstehung
Die Hepatitis A wird fäkal-oral übertragen. Sie ist eine typische Reiseerkrankung, welche meist nach Reisen in Länder mit schlechterem Hygienestandard auftritt.

Anders ist es bei der Hepatitis B und C. Diese werden in erster Linie durch Körpersekrete übertragen. Deshalb gelten Drogenabhängige, Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, Patienten mit häufiger Gabe von Blutprodukten und Dialysepatienten als Risikogruppen.

Verlauf und Symptome
Typisch bei der akuten Virushepatitis ist ein dreiphasiger Verlauf. Dies sind die Prodromalphase, Krankheitsphase und Rekonvaleszenzphase.

Die Prodromalphase dauert Tage bis Wochen. Hier treten grippeähnliche Allgemeinsymptome auf. Weiters auch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Druckgefühl im Oberbauch, Durchfall sowie Gelenk- und Muskelschmerzen.

Die Krankheitsphase dauert meist zwei bis sechs Wochen. Typische Symptome sind Ikterus, graugelber Stuhl, brauner Urin und Vergrößerung von Leber, Milz und eventuell der Lymphknoten. Außerdem kann es zu einem Juckreiz kommen.

In der Rekonvaleszenzphase kommt es zu einem langsamen Rückgang sämtlicher Krankheitszeichen. Eventuell treten längere Zeit lang uncharakteristische Beschwerden auf.

Diagnostik
Zur Diagnose der akuten Virushepatitis wird eine serologische Untersuchung zur Sicherung des Erregers durchgeführt.

Behandlung
Bei der Behandlung der akuten Virushepatitis ist es wichtig Leberschädigende Einflüsse ausgeschaltet werden. Daher dürfen die betroffenen Personen keinen Alkohol konsumieren. Auch das Absetzen aller verzichtbaren Medikamente ist sinnvoll.

Die akute Hepatitis C wird über 24 Wochen mit α-Interferon behandelt. In über 90% der Fälle heilt sie dann aus. Bei einer schweren Hepatitis B wird Lamivudin gegeben.

Sonntag, 24. März 2013

Aszites



Aszites ist eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Zu 80 Prozent ist eine Leberzirrhose die häufigste Ursache hierfür. Weitere mögliche Ursachen sind bösartige Tumore oder Entzündungen im Bauchraum sowie eine Rechtsherzinsuffizienz.

Bemerkt wird die Aszites durch einen vergrößerten Bauchumfang sowie durch eine Gewichtszunahme, welche aber durch eine Abmagerung infolge der Grunderkrankung überdeckt werden kann. Ein weiters Symptom sind Blähungen. Zur Diagnose setzt man die Sonographie ein.

Samstag, 23. März 2013

Ikterus



Der Ikterus ist eine Gelbfärbung von Haut und Schleimhaut durch den Anstieg des Bilirubins im Blut mit einem nachfolgenden Bilirubinübertritt in die Gewebe. Diese Erkrankung wird in drei Formen unterteilt: Prähepatischer Ikterus, Intrahepatischer Ikterus und Posthepatischer Ikterus.

Das Leitsymptom des Ikterus ist eine Gelbfärbung der Augenbindehäute und der Haut. Je nach Form kommt es auch zu einem quälendem Juckreiz, Stuhlentfärbung und Braunfärbung des Urins.

Zur Diagnose dieser Erkrankung werden eine Sonographie und Blutuntersuchungen durchgeführt.

Sonntag, 17. März 2013

Einrichtungen in der Hospizarbeit



Palliativstationen:
Palliativstationen sind eigenständige Stationen, die auf die Versorgung von Palliativpatienten spezialisiert sind. Diese Stationen sind autonom bezüglich der Aufnahme, der Behandlung und der Entlassung von Patienten.
Die Zielgruppe einer Palliativstation sind Palliativpatienten jeder Altersgruppe mit komplexer medizinischer, pflegerischer oder psychosozialer Symptomatik und akutem hohen Betreuungsaufwand.
Das Ziel besteht in der bestmöglichsten Linderung der oft vielfältigen Symptome. Nach Besserung oder Stabilisierung wird eine Entlassung des Patienten angestrebt.
Zugangskriterien:
  • Patient kann nicht zu Hause oder in einer anderen Einrichtung betreut werden
  • Patient stimmt der Aufnahme zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung aufgeklärt
  • Patient und Angehörige sind über die Möglichkeiten und Ziele der Palliativstation informiert
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtliche Tätige mit Koordinationsperson

Stationäre Hospiz:
Das stationäre Hospiz ist eine Einrichtung mit einer eigenen Organisationsstruktur, die einer stationären Pflegeeinrichtung zugeordnet sein kann. Es werden Palliativpatienten in der letzten Lebensphase betreut. Ein stationäres Hospiz ist autonom bezüglich der Aufnahme, der Behandlung und der Entlassung von Patienten.
Es werden erwachsene Palliativpatienten mit komplexer Symptomatik und hohem Betreungsaufwand und wenn häusliche Betreuung nicht möglich ist sowie Krankenhausbedürftigkeit nicht besteht.
Die Ziele sind die Linderung von Symptomen und die Erreichung einer bestmöglichen Lebensqualität der Betroffenen bis zum Tod sowie Trauerbegleitung.
Zugangskriterien:
  • Patient stimmt der Aufnahme zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung aufgeklärt
  • Patient und Angehörige sind über die Möglichkeiten und Ziele der stationären Hospiz informiert
  • Patienten mit komlexer medizinischer, pflegerischer oder psychosozialer Symptomatik
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Tageshospiz:
Das Tageshospiz bietet Palliativpatienten die Möglichkeit, tagsüber außerhalb ihrer gewohnten Umgebung an verschiedenen Aktivitäten teilzuhaben. Es bietet Behandlung, Beratung und Begleitung. Das Tageshospiz kann als eigenständiges Angebot von allen Palliativpatienten in Anspruch genommen werden.
Wesentliche Ziele sind die Förderung der Lebensqualität, Erweiterung des Lebensumfeldes, Motivation und Förderung der Selbstständigkeit, Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte, Entlastung der Angehörigen und Gestaltung und Bearbeitung von Abschieden.
Zugangskriterien:
  • Patient stimmt der Betreuung zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung informiert
  • Patient ist transportfähig
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Mobiles Palliativteam:
Das mobile Palliativteam ist ein multiprofessionell zusammengesetztes Team, das sich in erster Linie an die Betreuenden zu Hause und im Heim wendet. Es ist beratend und anleitend tätig und bietet seine Erfahrung in Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Palliativpflege und psychosozialer Begleitung an.
Auftrag und Ziel der mobilen Palliativteams ist die bestmöglichste Linderung der vielfältigen Symptome der Palliativpatienten vor Ort, sodass ein Verbleib zu Hause möglich ist.
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Hospizteams:
Das Hospizteam besteht aus qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleitern und mindestens einer hauptamtlichen koordinierenden Fachkraft. Es bietet Palliativpatienten und Angehörigen Begleitung und Beratung in der Zeit der Krankheit, des Schmerzes, des Abschieds und der Trauer. Das Hospizteam kann in allen Versorgungskontexten (Zuhause, Heim, Krankenhaus) tätig sein.
Die Zielgruppe sind Palliativpatienten, Angehörige und Trauernde. Ihr Auftrag sind die psychosoziale und emotionale Entlastung der Patienten, Angehörigen und betreuenden Berufsgruppen. Es trägt zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen bei. Das Angebot gilt für Angehörige auch in der Zeit der Trauer.
Zugangskriterien:
  • Wunsch nach Begleitung
  • Anfrage bei der koordinierenden Fachkraft
Berufsgruppen:
  • Hauptamtliche Koordinationsperson
  • Ehrenamtlich Tätige

Samstag, 2. März 2013

Frühjahrsmüdigkeit



Die Frühjahrsmüdigkeit ist eine durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Müdigkeit. Sie ist keine Erkrankung, sondern eine Erscheinung. Symptome sind Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Schwindelgefühl, Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Kopf- und Gliedschmerzen sowie Antriebslosigkeit.

Eine Ursache für diese Erscheinung ist bislang unbekannt. Sich ist jedenfalls, dass der Hormonhaushalt eine große Rolle spielt. Durchs Frühjahr werden die Tage länger und der Körper stellt den Hormonhaushalt um, weshalb Endorphin, Testosteron Östrogen verstärkt ausgeschüttet werden.

Als Gegenmaßnahmen werden der verzehr von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot empfohlen. Weiters helfen lange Spaziergänge im Freien und Sport. Gegen die Kreislaufbeschwerden werden morgendliche Gymnastikübungen und Wechselduschen empfohlen.