Als Aspiration bezeichnet man das
Eindringen flüssiger oder fester Stoffe in die Atemwege während des Einatmens. Ursache
hierfür sind ein Fehlen von Schutzreflexen und eine Beeinträchtigung des
Schluckvorganges. Die Symptome der Aspiration können Husten, Stridor, Luftnot, Zyanose
und Atemstillstand sein. Durch eine klinische Untersuchung, sowie mit Röntgen
der Lunge, Laryngoskopie und Bronchoskopie kann man die Aspiration
diagnostizieren. Die Behandlung ist ursachenabhängig. Das Aspirat wird oftmals
bronchoskopisch abgesaugt und Antibiotika kommen bei Aspirationspneumonie zum Einsatz.
Montag, 29. Juli 2013
Pleuramesotheliom
Das Pleuramesotheliom ist ein hochmaligner
Tumor, der von der Pleura ausgeht. Die Ursache dieses Tumors ist Asbest. Symptome
des Pleuramesothelioms sind zunehmende Atemnot, atemabhängige Thoraxschmerzen
und auch hartnäckiger Husten. Die Diagnose des Pleuramesothelioms erfolgt
mittels Anamnese (evtl. ist der Patient beruflich Asbest belastet), Thorakoskopie,
Biopsie, CT zur Beurteilung der Krankheitsausdehnung und Bronchoskopie zum Ausschluss
eines Lungenkarzinoms. Eine Behandlung ist nicht möglich. Daher wird nur eine
Schmerzlinderung im Rahmen einer palliativen Therapie durchgeführt.
Sonntag, 28. Juli 2013
Pleuraerguss
Ein Pleuraerguss ist eine Flüssigkeitsansammlung in der
Pleurahöhle. Symptome hiervon sind Atemnot und atemabhängige Schmerzen im
Brustkorb sowie Fieber bei Emphysem. Beim Pleuraerguss ist der Klopfschall über
Erguss gedämpft. Die Atemgeräusche sind nicht oder nur leise mit Stethoskop
hörbar. Weitere diagnostische Maßnahmen sind Thoraxröntgen, Ultraschalluntersuchung,
diagnostische Pleurapunktion und eventuell eine Biopsie. Die Behandlung des
Pleuraergusses hängt von der Ursache ab. Bei Herzinsuffizienz wird diese
behandelt und der Erguss punktiert. Eine antiinfektöse Therapie ist bei einem
entzündlichem Erguss der Fall. Eine Pleurodese bei wiederkehrenden
Pleuraergüssen.
Samstag, 27. Juli 2013
Pleuritis
Die Pleuritis ist eine Entzündung
der Pleura. Als Ursache für diese Erkrankung kommen Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz,
Virusinfektionen, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Kollagenosen in Frage.
Symptome der Pleuritis sind heftige,
atemabhängige Thoraxschmerzen, trockener Husten und schmerzbedingte
Verminderung der Atmungsbewegungen. Außerdem bestehen eine Atemnot und ein Druckgefühl
in der Brust.
Bei der Pleuritis ist ein Pleurareiben
oder Lederknarren bei der Auskultation zu hören. Diagnostische Maßnahmen sind Blutuntersuchungen
(BB, BSG, CRP), Thoraxröntgen und ein Tuberkulin-Test.
Die Therapie erfolgt durch die Behandlung
der Grunderkrankung.
Mittwoch, 24. Juli 2013
Lungenembolie
Die Lungenembolie ist eine plötzliche
oder schrittweise Verlegung von Lungenarterien. Sie ist eine häufige plötzliche
Todesursache. Die Ursache für diese Erkrankung ist eine Komplikation einer
tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose.
Die Symptome der Lungenembolie
sind plötzliche Atemnot, atemabhängige Thoraxschmerzen, Zyanose, Unruhe und
Angst. Bei einer schweren Embolie kann es zum Schock kommen. Weiters sind
hierbei die Herz- und Atemfrequenz erhöht, der Puls ist möglicherweise
unregelmäßig und die Halsvenen sind gestaut.
Eine mögliche Komplikation bei
dieser Erkrankung ist der Lungeninfarkt.
Die Diagnose der Lungenembolie
erfolgt per D-Dimer-Test, CT- und MR-Angiographie, Thoraxröntgen, Echokardiographie
und mit einem EKG. Die Duplex-Sonographie wird zur Ursachenklärung eingesetzt.
Die Behandlung der Lungenembolie
erfolgt durch eine Schmerzbekämpfung mit Opoiden, Sedierung und einer intravenösen
Gabe eines Heparinbolus. Bei Hypoxie erfolgt eine Sauerstoffgabe.
Sonntag, 14. Juli 2013
Lungenkarzinom
Das Lungenkarzinom ist ein primäres Lungenmalignom mit
Ausgang vom Bronchial- bzw. Alveolarepithel. Die Ursachen für diese Erkrankung
sind Rauchen und Umweltfaktoren, wie natürliches Vorkommen radioaktiven Radons,
Luftverschmutzung und berufliche Karzinogene (Asbest, Chrom).
Die Symptome des Lungenkarzinoms sind Husten und Atemnot
sowie wiederholte Atemwegsinfekte. Weitere Anzeichen für diese Erkrankung sind blutiges
Sputum, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Leistungsknick.
Die Diagnostik des Lungenkarzinoms erfolgt mit Thoraxröntgen
und CT mit Kontrastmittel. Auch eine Bronchoskopie mit Biopsie und
bronchioalveolärer Lavage ist sinnvoll zur Stellung der Diagnose.
Die Behandlung des Lungenkarzinoms erfolgt operativ. Sollte
dies nicht mehr möglich sein, wird eine Chemo- oder Strahlentherapie
eingesetzt. Da die Diagnose meist erst spät gestellt wird, ist eine Therapie
des Lungenkarzinoms meist nicht mehr möglich.
Samstag, 13. Juli 2013
Gutartige Lungentumore
Gutartige Lungentumore mit über 1
cm Durchmesser sind selten. Sie bleiben meist symptomlos und werden nur
zufällig diagnostiziert. Dennoch können diese Form der Tumore zur Verlegung von
Bronchien führen und so ständig Entzündungen begünstigen. Durch ihr Größenwachstum
können Lungen-, Herz- oder Kreislauffunktion beeinträchtigt werden.
Exogen-allergische Alveolitis
Die exogen-allergische Alveolitis
ist eine chronische, entzündliche Lungenerkrankung. Unbehandelt führt sie zu
einer irreversiblen Lungenfibrose. Die Ursache dieser Erkrankung ist die Inhalation
organischer Stäube, welche zu einer Typ-III- und Typ-IV-Immunreaktion mit
nachfolgender Entzündung der Lunge führen.
Die Symptome der
exogen-allergischen Alveolitis werden in akute und chronische Verlaufsformen
unterschieden. In der akuten Verlaufsform treten Fieberschübe, Husten und Atemnot
auf. Bei der chronischen Verlaufsform kommt es zu uncharakteristischen
Beschwerden, aber auch zu Husten und Atemnot.
Die Diagnose der
exogen-allergischen Alveolitis erfolgt per Anamnese und Thoraxröntgen. In
manchen Fällen wird auch ein CT gemacht. Weitere diagnostische Maßnahmen sind
eine Lungenfunktionsprüfung, eine Bronchoskopie und auch die Klärung, ob eine
Berufskrankheit vorliegt.
Die Behandlung der
exogen-allergischen Alveolitis erfolgt in erster Linie im Meiden der
auslösenden Substanzen. Weiters erfolgt der Einsatz von Glukokortikoiden und Immunsuppressiva.
Donnerstag, 11. Juli 2013
Lungenemphysem
Das Lungenemphysem ist eine Überblähung des Lungengewebes
mit Elastizitätsverlust und irreversibler Zerstörung von Alveolen. Die Ursache dieser
Erkrankung sind die chronisch-obstruktive Bronchitis und inhalative Schadstoffe.
Folgen des Lungenemphysems ist ein Proteasen-Antiproteasen-Ungleichgewicht.
Dies führt zur Beeinträchtigung des Gasaustausches und zu respiratorischer
Insuffizienz. Symptome sind chronische Atemnot, zuerst bei Belastung und später
auch in Ruhe, sowie möglicherweise eine Zyanose.
Die Verdachtsdiagnose des Lungenemphysems wird anhand einer
klinischen Untersuchung gestellt. Weitere diagnostische Verfahren sind Lungenfunktionsüberprüfung,
ggf. CT, Thoraxröntgen, Blutuntersuchungen (BB, BGA) und EKG. Die Behandlung
des Lungenemphysems erfolgt Symptomatisch.
Sonntag, 7. Juli 2013
Lungenemphysem
Das Lungenemphysem ist eine Überblähung
des Lungengewebes mit Elastizitätsverlust und irreversibler Zerstörung von
Alveolen. Ursache dieser Erkrankung sind die chronisch-obstruktive Bronchitis
und inhalative Schadstoffe. Ein Proteasen-Antiproteasen-Ungleichgewicht, was
zur Beeinträchtigung des Gasaustausches und respiratorischer Insuffizienz
führt, kann die Folge sein.
Symptome des Lungenemphysems sind
chronische Atemnot, welche zuerst nur bei Belastung und später auch in Ruhe
auftritt, und Zyanose.
Eine Verdachtsdiagnose kann
anhand einer klinischen Untersuchung bereits erfolgen. Weitere diagnostische
Maßnahmen sind Lungenfunktionsüberprüfung, CT, Thoraxröntgen, Blutuntersuchungen
(BB, BGA) und EKG. Die Behandlung des Lungenemphysems erfolgt Symptomatisch.
Asthma bronchiale
Das Asthma bronchiale ist eine chronische Atemwegserkrankung.
Sie ist gekennzeichnet durch wiederholte Atemnotanfälle infolge reversibler
Verengung der chronisch entzündeten Bronchien. Die Ursache des Asthma
bronchiale ist eine Entzündung der Bronchialwand.
Die Erkrankung wird in zwei Formen unterteilt. In das
exogen-allergische Asthma und das nicht-allergische Asthma.
Symptom des Asthma bronchiale sind Atemnotanfälle mit
erschwerter und verlängerter Ausatmung und giemenden, pfeifenden und brummenden
Nebengeräuschen. Weiters auch Husten. Leichte Formen äußern sich als
rezidivierender Husten.
Die Diagnose des Asthma bronchiale erfolgt mit einer Lungenfunktionsprüfung
durch das Peakt-Flow-Meter. Weiters Laborwerte (BB, BGA, Elektrolyte), Thoraxröntgen
und EKG.
Der akuter Asthmaanfall wird mit Beta2-Sympathomimetika und Glukokortikoide
behandelt. Wenn dies nicht ausreichend ist, kommt es zum Einsatz von Sauerstoff,
Ipratropiumbromid vernebelt und Theophyllin.
Die Langzeittherapie erfolgt mit inhalativen Glukokortikoiden
und Leukotrienmodifier.
Samstag, 6. Juli 2013
Tuberkulose
Die Tuberkulose ist eine bakterielle,
chronisch verlaufende Infektionskrankheit mit bevorzugtem Befall der Lunge. Die
Ursache dieser Erkrankung ist das Mycobacterium tuberculosis. Symptome sind grippeähnliche
Beschwerden mit Abgeschlagenheit, subfebrilen Temperaturen, Nachtscheiß, Husten
und Auswurf. Die Diagnose der Tuberkulose erfolgt mit dem Mendel-Mantoux-Test.
Therapiert wird die Tuberkulose mit antituberkulösen Arzneimitteln.
Mittlerweile sind bei dieser Erkrankung OPs kaum mehr notwendig.
Freitag, 5. Juli 2013
Pneumonie
Die Pneumonie ist eine Entzündung
des Lungenparenchyms durch allergische, physikalisch-chemische oder infektiöse
Ursachen. Die Einteilung dieser Erkrankung kann nach fünf Kriterien geschehen.
Zum einen nach der Krankheitsentstehung (nichtinfektiöse und infektiöse
Pneumonien), nach Befallstyp und Röntgenbefund (Lobärpneumonie, Bronchopneumonie,
Interstitielle Pneumonie und Pleurapneumonie), nach vorherigem
Gesundheitszustand (Primäre, Sekundäre und Opportunistische Pneumonien), nach dem
Entstehungsort der Infektion (ambulant erworbene Pneumonien und nosokomiale
Pneumonien) und nach den Symptomen (typische und atypische Pneumonien).
Die Symptome der typischen
Pneumonie sind rascher Fieberanstieg mit hohem Fieber, stark beeinträchtigtes
Allgemeinbefinden, Luftnot und häufig Husten. Weiters atemabhängiger
Brustschmerz sowie eventuell eine schnelle, flache Atmung oder auch eine
Zyanose. Weiters liegen ein schneller Herzschlag und niedriger Blutdruck vor
Symptome der atypischen Pneumonie
sind ein Fieber unter 39°C und ohne Schüttelfrost, mäßig beeinträchtigtes
Allgemeinbefinden sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch ein trockener Husten
tritt auf.
Die Diagnose der Pneumonie
erfolgt durch Thoraxröntgen und Blutbild. Sinnvoll sind auch Blutkulturen,
Legionellen-Antigen-Test und Tuberkuloseauschluss.
Die Behandlung der Pneumonie
erfolgt je nach Ursache. Bei einer infektiösen Pneumonien werden Antibiotika
und bei Pilzpneumonien Antimykotika eingesetzt. Eine Viruspneumonie wird
symptomatisch behandelt, da Virustatika nur in frühen Stadien wirksam sind. Allgemeine
Maßnahmen bei einer Pneumonie sind hustendämpfende Arzneimittel, fiebersenkende
und schmerzlindernde Medikamente und Sauerstofftherapie bei respiratorischer
Insuffizienz.
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