Mittwoch, 31. Oktober 2012

Auf die Rettungskette kommt es an



Im oberösterreichischem Steyr wurde ein 14-jähriges Mädchen vor einer Querschnittslähmung bewahrt. Dies verdankt sie nicht nur der professionellen Arbeit der ÄrztInnen und PflegerInnen, sondern auch dem Funktionieren der Rettungskette.

Deshalb ist es wichtig, dass man über Erste Hilfe bescheid weis. Es ist auch nicht schwierig und keine Hexerei. Immerhin ist das alles entscheidende, dass man überhaupt etwas tut.

Absichern:
Im Fall eines Unfalls ist es wichtig, dass man als erstes auf sich selber achtet. Dies soll heißen, dass man den Ort des Geschehens absichert und dafür sorgt, dass man nicht selbst auch noch verletzt wird. Das Absichern erreicht man, in dem man sich nach Gefahrenquellen umschaut und diese entfernt, ein Pannendreieck aufstellt oder die verletzte Person aus der Gefahrenzone schafft.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen:
Der nächste Schritt ist es, dass man überprüft, ob die Person bei Bewusst sein ist. Wenn dies der Fall ist, bringt man das Opfer in die stabile Seitenlage und versorgt die Wunden. Sollte dies nicht der Fall sein, beginnt man mit der Reanimation. Dies erfolgt über die Durchführung von dreißig Mal Brustmassage und zwei Mal beatmen, was solange geschieht bis entweder der Verletzte wieder Lebenszeichen hat oder ein Sanitäter übernimmt.

Im Idealfall ist man zu Zweit oder zu Dritt oder auch zu Viert, wenn ein Unfallopfer wieder belebt werden muss. In diesem Fall kann man die Arbeit besser einteilen. Je einer für die Beatmung, Brustmassage, Notruf und die Suche nach einem Defibrillator.

Notruf:
Der Notruf ist ebenfalls wichtig. Wird dieser nicht abgeschickt, wird natürlich kein Krankenwagen kommen. Hierbei sind ein paar Punkte zu beachten: Wer ruft an? Was ist passiert? Wie viele sind betroffen? Wo ist es passiert?

Werden diese Fragen vom Anrufer beantwortet, klappt der Notruf Problemlos. Jedoch sollte dann eins nicht vergessen werden. Man sollte nicht auflegen. Immerhin sitzt am Ende der Leitung eine Person, die sich hervorragend mit Erste Hilfe auskennt und daher zur Seite stehen kann bis die Sanitäter eintreffen.

Weiters:
Nachdem der Notruf eingegangen ist, gibt es zwei Szenarien, die eintreffen können. Entweder man ist mit der Wiederbelebung beschäftigt oder mit der Betreuung des Verletzten. Sollte das Unfallopfer nicht wieder belebt werden müssen, sollte darauf geachtet werden, dass dieser in stabiler Seitenlage bleibt. Auch auf die Kontrolle der Atmung sollte nicht vergessen werden.

Sobald der Rettungsdienst eingetroffen ist, werden die Sanitäter übernehmen. Wichtig ist nur, dass wenn man mitten in der wieder Belebung ist, man erst aufhört, wenn die Sanitäter übernehmen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Finanzielle Auswirkungen von Übergewicht und Adipositas



Laut einer Studie der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, sind Behandlungskosten bei adipösen Patienten deutlich teurer, als bei Normalgewichtigen. Der Grund hierfür ist simpel: Übergewichtige Menschen werden häufiger Krank. Auch ihr Risiko an verschiedensten Krankheiten zu bekommen ist erhöht.

Elizabeth Wick, die die Studie erstellt hat, untersuchte Patienten von Darmoperationen. Sie stellte fest, dass bei extrem übergewichtigen Patienten in 14,5 Prozent der Fällen Komplikationen auftraten. Hingegen bei Normalgewichtigen waren dies nur 9,5 Prozent. Das ist immerhin eine Differenz von ganzen fünf Prozent. Dazu kommt noch, dass Adipöse deutlich häufiger wieder ins Krankenhaus müssen und dazu auch längere Aufenthalte benötigen.

Laut Salzburger Nachrichten, kosten übergewichtige Menschen der amerikanischen Wirtschaft ganze 52 Milliarden Euro. In Österreich ist der Schaden nicht ganz so hoch, doch mit 1,1 Milliarden Euro, dennoch ein erheblicher Kostenfaktor für unser Gesundheitssystem. Demnach ist Übergewicht ein deutlich Schlimmeres Problem als der Konsum von Tabakprodukten, dessen jährlicher Schaden auf rund 600 Millionen Euro bezieht.

Gründe, weshalb Adipositas unser Gesundheitssystem so dermaßen belastet, gibt es zu genüge. Man muss sich nur anschauen, für was diese Erkrankung ein erhöhter Risikofaktor sowie auch Verursacher darstellt. Einige Beispiele sind Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Osteoarthritis und Krebserkrankungen wie in Brust, Dickdarm, Gebärmutter, Niere, Galle und Prostata.

Risikofaktoren für Übergewicht sind unter anderem Fast Food, zu viel Fernsehen und zu wenig Sport, aber auch Schichtzugehörigkeit und Bildungsgrad.

Weiters erhöht Übergewicht und Adipositas das Krebsrisiko. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg präsentierte erst dieses Jahr eine Langzeituntersuchung, die besagt, dass Übergewicht und Fettleibigkeit das Rauchen als Krebsrisikofaktor Nummer eins abgelöst hat. Speziell Nieren-, Darm- und Brustkrebs, sowie Tumore in der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut sind dies der Fall. Weiters sind die Hälfte aller Krebstodesfälle durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren verursacht und daher vermeidbar.

Otmar Wiestler, Vorstandsversitzender des DKFZ, betonte: „Inzwischen sind wir an einem Punkt, an dem wir die Fettleibigkeit als Krebsrisikofaktor genauso ernst nehmen müssen wie das Rauchen.“

Laut Rudolf Kaaks, DKFZ-Epidemiologe, gilt Übergewicht in der Hälfte der Fälle von Krebs in der Gebärmutterschleimhaut und in 20% der Fälle bei Brustkrebs nach den Wechseljahren als Auslöser.

Jedoch, und dies stellt ein Problem da, lässt sich Übergewicht schwer definieren. Der Body-Maß-Index (BMI) zum Beispiel ist zu ungenau und daher nicht aussagekräftig. Kaaks meint dazu: „Es spricht vieles dafür, dass vor allem das so genannte viszerale Fett zwischen den Bauchorganen eine gefährliche Rolle bei der Krebserkrankung spielt. Davon können auch relativ schlanke Personen zu viel angesammelt und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben.“

Stephan Harzig, Stoffwechselexperte im DKFZ, untersucht die physiologischen Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krebs. Er stellte fest, dass die Adipokine, Hormone, die das Fettgewebe selbst ausschüttet, das Krebswachstum fördern. Deshalb empfiehlt Harzig körperliche Aktivitäten um dieses Risiko zu senken.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Staphylokokken



Die Staphylokokken sind eine der bekanntesten Bakterienarten. Da einige ihrer Arten, wie zum Beispiel MRSA, Antibiotikaresistent sind, stellen Staphylokokken eine Gefährliche Krankheit dar.

Sie haben ein rundliches und kugelförmiges Aussehen und sind grampositiv. Die Staphylokokken sind 0,5 bis 1,5 Mikrometer groß. Angeordnet sind sie Einzeln, in Paaren oder auch in unregelmäßigen Haufen.

Das Vorkommen von Staphylokokken sind die Haut und auch die Schleimhaut. Ihr Temperaturoptimum beträgt 30-37°C. Also Temperaturen die für den menschlichen Körper großteils normal sind.

Bei einer Erkrankung treten verschiedenste Symptome auf. Dies sind vermehrte Speichelbildung, Übelkeit, Würgen, Erbrechen und Durchfall. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Stunden.

Samstag, 20. Oktober 2012

Hepatitis



Hepatitis ist eine Erkrankung der Leber. Klinisch wird sie in chronische und akute Formen unterteilt. Ihr häufigster Auslöser ist eine Virusinfektion durch die Hepatitisviren A, B, C, D und E.

Hepatitis A hat eine Inkubationszeit 15 bis 50 Tage. Ihr Vorkommen umfasst Südostasien, Russland, den vorderen Orient, den Mittelmeerraum, Afrika sowie Mittel- und Südamerika. Die Übertragung findet durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion statt. Von dieser Form gibt es 1,5 Millionen Erkrankungsfälle pro Jahr. Weiters steht ein aktiver Impfschutz für mindestens 10 Jahre zu Verfügung.

Hepatitis B hat eine Inkubationszeit von 6 Wochen bis 6 Monate und kommt weltweit vor. Eine Übertragung findet parenteral und sexuell statt. Es gibt 350 Millionen Erkrankte sowie eine aktive und passive Impfung gegen diese Form.

Bei der Hepatitis C gibt es eine 20 bis 60 Tage andauernde Inkubationszeit und ist ebenfalls weltweit verbreitet. Eine Übertragung findet durch Blut statt. Bei dieser Hepatitisform gibt es 170 Millionen Erkrankte und es steht keine Impfung zur Verfügung.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Der Mund



Mundhöhle:
Die Mundhöhle besteht aus zwei Abschnitten. Zum einen aus dem Mundhöhlenvorhof, welcher der Raum zwischen Wangen, Lippen und Zähne darstellt. Der andere Teil ist der Mundhöhlenhauptraum. Dieser wird oben durch den harten und weichen Gaumen, unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur, seitlich von den Zahnreihen, hinten vom Rachen und vorne von den Schneide- und Eckzähne begrenzt. Die Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet und ist an Zahnfortsätzen mit Knochen verwachsen.

Zunge:
Die Zunge erfüllt mehrere Aufgaben. Zum einen hilft sie bei Kau- und Saugbewegungen mit. Weiters formt die Zunge einen Schluckbahren Bissen und beginnt Schluckbewegung. Sie dient dem Geschmacks- und Tastempfinden und ist an der Lautbildung beim Sprechen beteiligt.

Der Aufbau der menschlichen Zunge lässt sich in vier Abschnitte gliedern. Dies ist zum einen die Zungenwurzel, welche fest mit dem Mundboden verwachsen ist. Weiters der Zungenkörper und die Zungenspitze. Zu guter letzt noch das Zungenbändchen, welche in der Mitte unter der Zunge liegt.

Zähne:
Die Zähne bestehen aus drei Teilen. Dies sind Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil des Zahns. Der Zahnhals ist der Übergang vom Schmelz der Krone zum Zement der Zahnwurzel. Er wird vom Zahnfleisch umschlossen. Die Zahnwurzel ist von außen nicht sichtbar und in den Zahnfächern der Zahnfortsätze verankert.

Gebiss:
Der Mensch hat zwei Gebisse. Das eine als Kind und das andere als Erwachsener. Diese heißen auch dementsprechend. Das erste ist das Milchgebiss. Dieses ist ab dem sechsten Monat und bis zum sechsten Lebensjahr (Zahnwechsel) vorhanden. Das Milchgebiss hat 20 Zähne pro Kiefer. Es handelt sich dabei um vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Mahlzähne.

Beim Zahnwechsel werden die Wurzeln der Milchzähne abgebaut. Die bleibenden Zähne schieben Kronen der Milchzähne heraus.

Das Erwachsenengebiss besteht aus 32 Zähnen pro Kiefer. Dies sind vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, zwei Backenzähne und drei Mahlzähne. Die hintersten Mahlzähne heißen Weisheitszähne.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Sexualhormone



Der Mensch besitzt nicht nur ein Sexualhormon, sondern mehrer, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Angefangen von der sexuellen Reife bis hin zu Wachstum, Ausbildung von Geschlechtsorganen und der Bildung anderer Hormone.

Die wichtigsten Sexualhormone beim Mann sind die Androgene. Daneben gibt es noch das FSH (follikelstimulierende Hormon), welches die Spermienreifung fördert, und das LH (luteinisierende Hormon), das die Leydig-Zwischenzellen zur Ausschüttung von Testosteron anregt. Die Gruppe der Androgene ist für die Geschlechtsentwicklung und –differenzierung vor der Geburt, den Hoden- und Peniswachstum während der Pubertät und der Ausbildung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich. Weiters fördern sie die Spermienbildung, stimulieren den Geschlechtstrieb (Libido), steigern Blutbildung und Eiweisaufbau und sind im hohen Alter an der Glatzenbildung mitbeteiligt.

Zu den weiblichen Sexualhormonen zählen ebenfalls FSH und LH, aber auch die Östrogene und das Progesteron. Das FSH bewirkt die Follikelreifung zum Graaf-Follikel und die Ausschüttung von Östrogen aus den Ovarien. LH bewirkt zusammen mit FSH den Eisprung und die Umwandlung des Graaf-Follikels in den Progesteron produzierenden Gelbkörper. Die Östrogene sind verantwortlich für die Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale in der Pubertät, den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation, die Eireifung im Eistock und haben Eiweißaufbauende Effekte. Weiters bewirken sie vermehrten Einbau von Kalzium in die Knochen und wirken auf Zentralenervensystem und beeinflussen so die Stimmung und das Verhalten der Frau. Außerdem sichern die Östrogene in der Schwangerschaft die Anpassung des mütterlichen Organismus und die Entwicklung des Kindes. Auch bereiten sie die Brust auf die Milchbildung und –abgabe vor. Das Progesteron bewirkt die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut für die Aufnahme der Frucht, führt zu einer Erhöhung der Körpertemperatur um 0,5°C und lässt den Zervixschleim höher werden. Auch unterstützt es in Frühschwangerschaft die Einnistung und den Wachstum des Embryos und stellt die Gebärmutter in der Schwangerschaft ruhig. Weiters ist das Progesteron mitverantwortlich, dass die Brüste auf die Milchbildung vorbereitet werden.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Die Schichten der Haut



Die Haut des Menschen besteht aus mehreren Schichten. Es sind insgesamt drei Stück. Dies sind die Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Jede einzelne Schicht erfüllt bestimmte Aufgaben und Funktionen.

Die Oberhaut (Epidermis), so wie der Name es schon sagt, ist die oberste Hautschicht und damit auch die Schicht, die man sieht. Diese Schicht ist Gefäßlos und besteht aus einem mehrschichtig verhornten Plattenepithel.

Die Lederhaut (Dermis) ist die mittlere Hautschicht. Sie ist bindegewebsartig und verleiht der Haut eine gewisse Reisfestigkeit und Elastizität. Da sie von Blutgefäßen durchzogen wird, enthält diese Schicht alle Abwehrzellen.

Die Unterhaut (Subkutis) besteht aus lockerem Bindegewebe. Sie ist Verschiebbar und in ihr liegen Schweißdrüsen und Haarwurzeln. Weiters beheimatet diese Hautschicht die Druck- und Vibrations-Tastkörperchen (Vater-Pacini-Lamellenkörperchen). In der Lederhaut sind Fettzellhaufen eingelagert. Diese dienen als Stoßpuffer, Kälteschutz und Energiespeicher.

Montag, 1. Oktober 2012

Die Hörfunktion



Um Worte, bzw. allgemein Geräusche Wahrnehmen zu können, müssen die Schallwellen mehrere Punkte beim und im Ohr passieren. Erst dann werden sie von vom Nervensystem wahrgenommen und zum Gehirn befördert, wo diese verarbeitet werden.

Die Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgenommen. Durch den äußeren Gehörgang werden sie zum Trommelfell geleitet, welches in Schwingungen versetzt wird, die sich auf die Gehörknöchelkette und das ovale Fenster übertragen. Die Steigbügelschwingungen am ovalen Fenster versetzen Perilymphe der Scala vestibuli und auch die Basilarmembran in Schwingungen. Diese Schwingungen gelangen dann zur Schneckenspitze und laufen die Scala tympani herab bis zum runden Fenster, wo sie verebben.

Durch Schwingungen der Basilarmembran werden Haarzellen verbogen und an Nervenfasern weitergegeben. Von den Nervenfasern gelangen dies Reize zum N. vestibulocochlearis und dann zum Hörzentrum im Großhirnschläfenlappen.