Donnerstag, 28. Februar 2013

Schizophrenie



Das Wort Schizophrenie kommt aus dem griechischen. Es besteht aus den zwei Wörtern skizo („spalten“) und phren („Verstand, Gemüt“). Es ist einer der Häufigsten Diagnosen im stationären Bereich der Psychiatrie. Schizophrenie hat allerdings nichts mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Der Begriff wurde von dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler 1911 geprägt.

Die Schizophrenie sind Störungen des Denkablaufs sowie Wahn und Halluzinationen, des Erlebens der eigenen Person in der Umwelt. Weitere Symptome sind die Veränderung der Gemütslage und die Störungen des Wollen, Handeln und Ich-Erleben.

Wahn und Halluzinationen kommen auch in anderen psychiatrischen Störungen und organischen Gehirnerkrankungen vor.

Des Weiteren verändert sich auch die Motorik des Betroffenen, in dem sich der gesamte Bewegungsablauf verlangsamt. Unkoordiniert wirkende Bewegungen erzeugen eine gewisse Plumpheit und Ungeschicklichkeit. Der Betroffene erleidet außerdem einen Verlust von Spontaneität und Initiative sowie das Interesse an der eigenen Person und der Umwelt.

Bei der Schizophrenie unterscheidet man unter mehrere verschiedene Arten, wie zum Beispiel unter paranoide Schizophrenie, Hebephrenie, Katatone Schizophrenie und Schizophrenia Simplex.

Als mögliche Ursachen der Schizophrenie werden Soziale und Biologische Gründe genannt. Über die genaue Ursache sind sich die Forscher uneinig. Hypothesen über die Ursache der Schizophrenie gibt es Einzelbefunde aus allen Forschungsbereichen, die zumindest einige Aspekte zu erklären scheinen.

Die Anzeichen bei Jugendlichen sind:
  • Stimmungslabilität
  • Rückzug aus dem familiären Leben
  • Apathie vor allem
  • Der Verlust des Interesses

Anzeichen bei Erwachsenen:
  • Nicht beobachtete Reizbarkeit
  • Aggressivität
  • Klagen über Angstzustände oder Depressionen
  • Nachlassen der Leistungen
  • Entschlussunfähigkeit und Vernachlässigung des Äußeren
  • Der Abbruch sozialer Kontakte
  • Die zunehmende Isolation

Einer Studie zu Folge, die in dem Zeitraum von 1955 bis 1964 gemacht wurde, sind die Hälfte aller psychisch kranken Gewalttäter Schizophrene. Allerdings begehen nur von 10 000 Schizophrenen 5 eine Gewalttat. Der Wahn ist meist das Motiv und die Mehrzahl der Täter ist Männlich. Die Tat richtet sich meistens gegen Verwandte oder Freunde, aber auch gegen Autoritätspersonen, prominente Politiker, Geistliche, Richter oder Ärzte. Die meisten Gewalttaten von Schizophrenen hätten durch rechtzeitige Behandlung verhindert werden können.

1% der Weltbevölkerung erkrankt im laufe des Lebens an Schizophrenie. Eine Untersuchung der WHO in 10 verschiedenen Ländern zu folge, ist das Risiko an Schizophrenie zu erkranken mit 1% in jedem Land gleich hoch. Es besteht kein unterschied zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern.

Der Beginn der Schizophrenie ist selten vor der Pubertät, sonder meistens zwischen 15 und 35. Ersterkrankungen nach dem vierzigsten Lebensjahr werden als Spätschizophrenie bezeichnet und treten überwiegend bei Frauen auf. Nach dem fünfzigsten Lebensjahr scheint es kaum Ersterkrankungen zu geben. Die Wahrscheinlichkeit einer Schizophrenie Erkrankung ist bei Männern und Frauen gleich. Bei Männern ist der Ausbruch einer Erkrankung zwischen 15 und 25 und bei Frauen zwischen 20 und 29. Man vermutet, dass die Hormone Östrogen bei den Frauen den Ausbruch der Krankheit länger zurückhält und das Testosteron bei den Männern den Ausbruch fördert.

Bei der Überwiegenden Mehrheit der Betroffenen können die Symptome teilweise unterdrückt werden, aber die Schizophrenie lässt sich nicht heilen, also ursächlich behandeln. Die Behandlung erfordert meistens eine medizinische Betreuung über viele Jahre oder Jahrzehnte. Der Arzt muss über eine Klinikeinweisung entscheiden. Dies kann oft zu einer Entlastung der Familie führen, da der Betroffene eine intensive Betreuung benötigt und das familiäre Wohl belastet. Die Behandlung erfolgt durch Medikamente und Psychotherapie. Zusätzlich kommt eine Bewegungs-, Kunst- und Beschäftigungstherapie und eine Arbeits- und Sozialtherapie.

Dienstag, 26. Februar 2013

Kardiomyopathien



Eine Kardiomyopathie ist eine Herzmuskelerkrankung mit Funktionsstörung des Herzmuskels, die nicht Reaktion auf eine andere Herz- oder Gefäßerkrankung ist. Eingeteilt werden die Kardiomypathien meist nach morphologischen Kriterien.

Dilatative Kardiomyopathie
Hierbei handelt es sich um eine Kammererweiterung und eingeschränkte Pumpfunktion. Die Ursachen der dilatative Kardiomyopathie sind viral, familliärbedingt, hypertensiv, alkoholtoxisch, ischämisch oder oft auch unklar. Symptome sind Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen. Therapiert wird die dilatative Kardiomyopathie mit einer symptomatischen Therapie der Herzinsuffizienz und der –rhythmusstörungen, sowie der Ausschaltung weiterer herzschädigender Faktoren.

Hypertrophische Kardiomyopathie
Bei dieser Form handelt es sich um eine Herzmuskelverdickung ohne Zunahme der Leistungsfähigkeit. Es kommt zusätzlich zur Behinderung des Blutausflusses in die Aorta durch Verdickung des Sptums.
Die Ursache ist oft familiär. Symptome dieser Form der Kardiomyopathie sind Atemnot bei Belastung, Angina-pectoris-ähnliche Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel, Synkope, plötzlicher Herztod durch Herzrhythmusstörungen. Therapiert wird die hypertrophische Kardiomyopathie mit Betablockern, herzfrequenzsenkende Kalziumantagonisten und eventuell einer operativen Entfernung des Muskelschwulstes.

Restriktive Kardiomyopathie
Hier handelt es sich um eine Behinderung der diastolischen Ventrikelfüllung durch Fibrose der Ventrikelwand. Es kommt zur Thrombenbildung. Die Kontraktionskraft ist normal. Eine Ursache ist unbekannt. Symptome sind eine zunehmende Herzinsuffizenz und Embolien bei Thromben. Therapiert wird diese Form symptomatisch.

Arrhthmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie
Bei dieser Form handelt es sich um eine Degeneration der Herzmuskelfasern im rechten Herzen und Dilatation des rechten Ventrikels. Auch hier ist die Ursache unbekannt. Die Symptome sind Palpationen, Synkope, plötzlicher Herztod bei jungen Menschen, Herzinsuffizienz und Herzryhthmusstörungen. Hier wird auf eine symptomatische Therapie von Herzinsuffizienz und –rhthmusstörungen gesetzt.

Montag, 25. Februar 2013

Auf die Rettungskette kommt es an



Im oberösterreichischem Steyr wurde ein 14-jähriges Mädchen vor einer Querschnittslähmung bewahrt. Dies verdankt sie nicht nur der professionellen Arbeit der ÄrztInnen und PflegerInnen, sondern auch dem Funktionieren der Rettungskette.

Deshalb ist es wichtig, dass man über Erste Hilfe bescheid weis. Es ist auch nicht schwierig und keine Hexerei. Immerhin ist das alles entscheidende, dass man überhaupt etwas tut.

Absichern:
Im Fall eines Unfalls ist es wichtig, dass man als erstes auf sich selber achtet. Dies soll heißen, dass man den Ort des Geschehens absichert und dafür sorgt, dass man nicht selbst auch noch verletzt wird. Das Absichern erreicht man, in dem man sich nach Gefahrenquellen umschaut und diese entfernt, ein Pannendreieck aufstellt oder die verletzte Person aus der Gefahrenzone schafft.

Lebensrettende Sofortmaßnahmen:
Der nächste Schritt ist es, dass man überprüft, ob die Person bei Bewusst sein ist. Wenn dies der Fall ist, bringt man das Opfer in die stabile Seitenlage und versorgt die Wunden. Sollte dies nicht der Fall sein, beginnt man mit der Reanimation. Dies erfolgt über die Durchführung von dreißig Mal Brustmassage und zwei Mal beatmen, was solange geschieht bis entweder der Verletzte wieder Lebenszeichen hat oder ein Sanitäter übernimmt.

Im Idealfall ist man zu Zweit oder zu Dritt oder auch zu Viert, wenn ein Unfallopfer wieder belebt werden muss. In diesem Fall kann man die Arbeit besser einteilen. Je einer für die Beatmung, Brustmassage, Notruf und die Suche nach einem Defibrillator.

Notruf:
Der Notruf ist ebenfalls wichtig. Wird dieser nicht abgeschickt, wird natürlich kein Krankenwagen kommen. Hierbei sind ein paar Punkte zu beachten: Wer ruft an? Was ist passiert? Wie viele sind betroffen? Wo ist es passiert?

Werden diese Fragen vom Anrufer beantwortet, klappt der Notruf Problemlos. Jedoch sollte dann eins nicht vergessen werden. Man sollte nicht auflegen. Immerhin sitzt am Ende der Leitung eine Person, die sich hervorragend mit Erste Hilfe auskennt und daher zur Seite stehen kann bis die Sanitäter eintreffen.

Weiters:
Nachdem der Notruf eingegangen ist, gibt es zwei Szenarien, die eintreffen können. Entweder man ist mit der Wiederbelebung beschäftigt oder mit der Betreuung des Verletzten. Sollte das Unfallopfer nicht wieder belebt werden müssen, sollte darauf geachtet werden, dass dieser in stabiler Seitenlage bleibt. Auch auf die Kontrolle der Atmung sollte nicht vergessen werden.

Sobald der Rettungsdienst eingetroffen ist, werden die Sanitäter übernehmen. Wichtig ist nur, dass wenn man mitten in der wieder Belebung ist, man erst aufhört, wenn die Sanitäter übernehmen.

Sonntag, 24. Februar 2013

Perikarditis



Die Perikarditis ist eine Entzündung des Herzbeutels. Meist besteht eine gute Prognose. Die Ursache für eine Perikaditis sind Bakterien, Viren, Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen der Nachbarorgane oder Stoffwechselerkrankungen. Allerdings bleibt in 70 Prozent der Fälle die Ursache unklar.
Symptome einer Perikarditis sind Schwäche, Atemnot, Beklemmungsgefühl im Liegen und lage- und atemabhängiger Schmerz. Sehr oft bildet sich ein Perikarderguss im Herzbeutel.
Zur Diagnose der Perikarditis wird die Auskultation, EKG, Röntgen, Echokardiographie und Laboruntersuchungen eingesetzt. Teilweise ist eine Perikardpunktion notwendig.
Therapiert wird die Perikaditis mit Bettruhe, Schmerzbekämpfung, Entzündungshemmung und eventuell Antibiotika oder Glukokortikoide.

Myokarditis



Eine Myokarditis ist eine akute oder chronische Entzündung der Muskelschicht des Herzens. Virusinfektionen sind die häufigste Ursache und es besteht meist eine gute Prognose. Anzeichen einer Myokraditis sind Müdigkeit und Schwäche, sowie Tachykardie und Herzryhtmusstörungen.
Zur Diagnose dieser Herzkrankheit werden Blutuntersuchungen, EKG, Röntgen, Echokardiographie, Kernspintomographie und eine Herzmuskelbiopsie durchgeführt.
Die Myokarditis wird sympthomatisch therapiert.

Samstag, 23. Februar 2013

Lernen



Das Lernen ist der Erwerb von Gewohnheiten in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise im Handeln, Denken und in der Gefühlswelt. Es dient der Anpassung an die jeweiligen Umweltgegebenheiten.

Es gibt verschiedene Arten des Lernens. Das Signallernen, auch bekannt als klassische Konditionierung, ist ein sehr elementares Lernen und betrifft das lernen von Gefühlen und Einstellungen. Beim Verstärkungslernen spielt Lob und Tadel eine wichtige Rolle. Das Beobachtungslernen über lernen durch Nachahmen. Also durch zusehen und selber machen. Das Bestrafungslernen erfolgt über Verstärkung und Bestrafung.

SQR3
Das SQR3 (Survey Question Read Recite Review) ist eine Lernstrategie in fünf Schritten. Es beginnt mit dem Überblick gewinnen. Hier erfolgt am Anfang das Durchblättern der Unterlagen und dem hervorheben wichtiger Punkte. Weiters wird die Inhaltsübersicht studieren, eine Zusammenfassung gelesen und die Unterlagen geordnet.

In Schritt zwei werden Fragen gestellt. Es handelt sich dabei um Fragen zum Lernziel, zur Motivation und zum Inhalt.

Hierauf erfolgt der dritte Schritt. Diese Phase wird das aktive Lernen genannt. Es wird die Lernzeit einteilen. Pausen geplant. Weiters ist auch die Entspannung und ein ausreichender Schlaf von hoher Bedeutung.

Im vierten Schritt wird das wichtigste Zusammengefasst. Es ist eine Verständnisprüfung und Vertiefung im Gedächtnis.

Im letzten Schritt wird abschließend wiederholt. Es geht um das Wiederholen des Lernstoffs um ein Vergessen zu verhindern.

Lernkartei
Eine weitere Form des Lernens stellt die Lernkartei dar. Hierbei erklärt die Rückseite die Vorderseite. Die Karten werden in einer Schachtel verstaut und mehrmals in kurzen Intervallen wiederholt. Eine gelernte Karte kommt in ein zweites Fach und die nicht gelernten Karten zurück ins erste Fach. Diese werden täglich wiederholt. Die Karten im zweiten Fach alle zwei tage. Wenn immer gewusst in ein drittes Fach.

Lernhemmungen
Es gibt die verschiedensten Lernhemmungen, die ein Weiterkommen beim Lernen erschweren oder auch unmöglich machen. Bei der assoziativen Hemmung wird eine gelernte Verbindung durch eine neue Verbindung gehemmt.

Folgt auf Lernvorgang A ein Lernvorgang B, wird Ergebnis A beeinträchtigt. Dies nennt man eine retroaktive Hemmung.

Die proaktive Hemmung entsteht, wenn auf Lernvorgang A der Lernvorgang B folgt. Dadurch wird Ergebnis B beeinträchtigt.

Folgt auf Lernvorgang B die Reproduktion A, wird Reproduktion A beeinträchtigt. In diesem Fall liegt eine ekphorische Hemmung vor.

Die affektive Hemmung entsteht, wenn auf Lernvorgang A eine starke Erregung folgt. Dadurch wird die Reproduktion A beeinträchtigt.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Die Hörfunktion



Um Worte, bzw. allgemein Geräusche Wahrnehmen zu können, müssen die Schallwellen mehrere Punkte beim und im Ohr passieren. Erst dann werden sie von vom Nervensystem wahrgenommen und zum Gehirn befördert, wo diese verarbeitet werden.

Die Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgenommen. Durch den äußeren Gehörgang werden sie zum Trommelfell geleitet, welches in Schwingungen versetzt wird, die sich auf die Gehörknöchelkette und das ovale Fenster übertragen. Die Steigbügelschwingungen am ovalen Fenster versetzen Perilymphe der Scala vestibuli und auch die Basilarmembran in Schwingungen. Diese Schwingungen gelangen dann zur Schneckenspitze und laufen die Scala tympani herab bis zum runden Fenster, wo sie verebben.

Durch Schwingungen der Basilarmembran werden Haarzellen verbogen und an Nervenfasern weitergegeben. Von den Nervenfasern gelangen dies Reize zum N. vestibulocochlearis und dann zum Hörzentrum im Großhirnschläfenlappen.

Dienstag, 19. Februar 2013

Rauchen in der Schwangerschaft



Ich finde es immer wieder lustig, wenn eine schwangere Frau sagt, wie sehr sie sich auf ihr zukünftiges Kind freut und wie lieb sie es haben wird, aber während der Schwangerschaft raucht. Das ist genau genommen eher Heuchelei. Durch den Konsum von Tabak in der Schwangerschaft schadet sie dem Ungeborenen. Und wir sprechen hier nicht von Kleinigkeiten, sondern von ernsthaften Risiken, die als Folge auch den Tod des Kindes zu Folge haben können.

Hier ein kleiner Überblick:
  • Verdopplung des Risikos einer Fehl-, Früh- oder Todgeburt
  • Eine zwölf Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Kind in späterer Folge ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) aufweisen wird
  • Asthma
  • Zu niedriges Geburtsgewicht

Deshalb bedarf es einer besseren und größeren Aufklärung. Es ist daher die Politik gefragt, hier etwas zu tun und zu bewegen, denn jedes medizinische Problem verursacht Kosten für das gesamte Gesundheitssystem. Steigen die Kosten hierfür, muss jeder einzelne mehr einzahlen.

Sonntag, 17. Februar 2013

Demenz



Als Demenz bezeichnet man eine Erkrankung, die ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und so zur Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt. Sie geht meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einher. Betroffen ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik sowie bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur.

Stadien der Demenz
Die Demenz wird drei Stadien eingeteilt. Dies sind Das bedrohte Ich, Das verwirrte Ich und Das versunkene Ich.
Beim bedrohten Ich befindet sich der Patient im Anfangsstadium der Krankheit. Er oder sie begreift das Gedächtnisproblem, kompensiert oder leugnet es jedoch. Stress und Angst sorgen dafür, dass der Patient sich zurückzieht. Die betroffene Person vermeidet soziale Kontakte.
Beim verwirrten Ich wohnt der Patient meist schon in einem Alters- oder Pflegeheim und lebt meist in der Vergangenheit. Zum Beispiel glauben die Betroffenen, dass die Eltern noch leben.
Im Stadium des versunkenen Ich verbringt der Patient die meiste Zeit nur noch im Bett. Er oder sie redet nicht mehr und spricht nur mehr auf Berührungsreize an. Betroffene reagieren nur auf Essen und Trinken.

Formen der Demenz
Bei der Demenz gibt es viele verschiedene Formen. Die wichtigsten sind die Alzheimer-Krankheit, die Frontotemporale Demenz, die Vaskuläre Demenz und die Lewy-Body-Demenz.

Symptome bei Alzheimer sind vor allem kognitive Probleme wie Gedächtnis- und Wortfindungsprobleme, Prospagnosie, Kleidungsaproxie, Orientierungsprobleme in Zeit und Ort und Verwahrlosung. Weiters auch Verhaltensprobleme wie Argwohn, Misstrauen und Angst.

Die Frontotemporale Demenz beginnt in einem relativ jungen Lebensalter. Erste Probleme treten in Beruf und Partnerschaft auf. Zuerst kommen Verhaltensprobleme und anschließend Probleme mit dem Denken. Es kommt zu Sprachstörungen und soziale Situationen werden schlecht eingeschätzt.
Die Krankheit beginnt mit sozialer Vergrobung und Verrohung, Enthemmung, Ruhelosigkeit und Störungen bei den ausführenden Funktionen.
Bei den Problemen mit dem Denken kommt es zu einer Verschlechterung des Gedächtnisses, Verarmung der Sprache, Wortfindungsprobleme und Abnahme der Fähigkeit abstrakt zu denken.

Die Symptome einer vaskulären Demenz sind Störungen in der Psychomotorik und Körpermotorik sowie der Aufmerksamkeit und der Konzentration. Weiters Gedächtnisprobleme in Form der Wiedergabe von Erinnerungen, Harninkontinenz und der Verlauf erfolgt in sprunghaften Verschlechterungen. Die Betroffenen haben ein gutes Krankheitsbewusstsein.

Bei der Lewy-Body-Demenz kommt es zu Halluzinationen, reduzierte Mimik, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Störungen beim Planen und Ausführen von Handlungen, Fallneigung und Gleichgewichtsstörungen und Vergesslichkeit. Die Betroffenen haben klare und weniger klare Tage.

Untersuchungen
Klinische Untersuchungen bei verdacht auf Demenz sind die Beobachtung der körperlichen Gestalt, Fähigkeit zum Ausziehen und Aufhängen von Gewand und Selbstvertrauen oder Unsicherheit sowie körperliche Untersuchungen der Schilddrüse, Herz- und Gefäßsystem, neurologische Prüfung und Zustand der Sinne.

Die wichtigsten Untersuchungen um eine Demenz feststellen zu können sind der Uhren-zeichen-Test, der Mini-Mental-Status-Test (MMST) und der Frontal-Assessment-Battery-Test (FAB).
Beim Uhren-Zeichen-Test wird das räumliche Vorstellungsvermögen geprüft. Dies geschieht indem der Patient eine Uhr mit Ziffern und Zeigern zeichnen soll. Auf dieser Uhr soll es zehn Minuten vor Elf Uhr sein. Die Auswertung erfolgt in einem Punktesystem, wo es für die Kontur zwei Punkte, für Ziffern und Zeiger jeweils bis zu fünf Punkte und alles weitere zwei Punkte gibt.
Der Mini-Mental-Status-Test prüft die kognitiven Bereiche. Dies sind die Orientierung in Zeit und Ort, Registrierung (drei Wörter hören und nachsprechen), Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache und Konstruktion (Nachzeichnen eines Kubus). Auch hier erfolgt die Auswertung in einem Punktesystem.
Beim Frontal-Assesment-Battery-Test wird dem Patienten eine Aufgabe gestellt. Die zu testende Person soll nachdem der Tester einmal geklopft hat, zwei Mal klopfen und wenn der Tester zwei Mal klopft, nur einmal klopfen. Weiters soll der Patient ein gemeinsames Merkmal eines Apfels und einer Birne nennen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Endokarditis



Eine Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut mit drohender Zerstörung der Herzklappen. Die Erkrankung entsteht aufgrund einer Bakteriämie der Herzklappen, wobei diese geschädigt werden oder wegen einem rheumatischen Fiebers als Folge einer Streptokokkeninfektion. Letzteres ist in Mitteleuropa nur mehr selten der Fall.

Die Symptome einer bakteriellen Endokarditis sind Fieber, Nachtschweiß, Schwäche, Gewichtsverlust, Anämie und eventuell Zeichen der Herzinsuffizienz sowie Petechien oder kleine, rote schmerzhafte Knötchen. Bei der rheumatischen Endokarditis sind Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Gelenksschmerzen und Hauterscheinungen wie ringförmige Hautausschläge zu beobachten.

Für die Diagnose sind Blutuntersuchungen, Blutkulturen und Echokardiographie von großer Bedeutung.

Die bakterielle Endokarditis wird mit Antibiotika behandelt. Eventuell sollte ein Chirurg hinzugezogen werden, da einige Komplikationen eine rasche Operation erfordern und die rheumatische Endokarditis mit Penicillin.

Sonntag, 10. Februar 2013

Akutes Lungenödem



Beim akuten Lungenödem handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit im Lungeninterstitum und/oder Lungenalveolen mit einer lebensbedrohlichen Atemstörung. Als Ursachen gelten die akute Linksherzinsuffizienz, Überwässerung bei Niereninsuffizienz sowie Proteinmangel, Infekte, anaphylaktischer Schock oder toxische Reaktionen.

Der Beginn eines Lungenödems ist mit Atemnot, welche rasch zunimmt, und Husten. Die betroffene Person hustet schäumig-rotes Sputum ab, ist zyanotisch und die Herzfrequenz steigt während der Blutdruck sinkt.

Die Diagnose erfolgt klinisch und ein EKG kann Hinweise auf die Ursache geben. Mit Hilfe einer Blutgasanalyse kann das Ausmaß der Gasstörung angezeigt werden und stellt eine Hilfe bei der Prognose dar.

Bei der Behandlung des akuten Lungenödems ist es wichtig, dass die Atemwege frei sind. Weiters ist es von Bedeutung die Vitalzeichen zu kontrollieren und die Atmung zu beobachten. Ein weiterer Therapieschritt ist die Verabreichung von Sauerstoff.

Dienstag, 5. Februar 2013

Chronische Herzinsuffizienz



Die häufigste Ursache für eine chronische Herzinsuffizienz ist die koronare Herzkrankheit sowie die aterielle Hypertonie. Oft treten die Beiden kombiniert auf. Weiters auch Kardiomyopathien und Herzrythmusstörungen.

Die Symptome dieser Erkrankung sind vor allem ein Stauungsgefühl.
Bei der Linksherzinsuffizienz sind die Leitsymptome Belastungs- und Ruhedyspnoe sowie Orthopnoe, Zynaso, Hustenreiz, Tachykardie und Herzrythmusstörungen. Anzeichen für eine Rechtsherzinsuffizienz sind lagerungsabhängige Ödeme, Halsvenenstauung und Zyanose sowie Appetitlosigkeit und Übelkeit.
In beiden Fällen kommt es zu einer Nykturie. Das heißt, der Patient muss mehrfach aufstehen um Wasser zu lassen. Dies geschieht daher, dass durch das Liegen im Bett das geschwächte Herz entlastet wird und die Nieren besser durchblutet werden, wodurch Ödeme besser ausgeschwemmt werden können.

Zur Diagnosefindung der chronischen Herzinsuffizienz wird das EKG eingesetzt. Weiters Echokardiographie sowie als Basisblutuntersuchung die Werte des Blutbild, Kreatinin, Elektrolyte, Blutzucker und Leberwerte. Durch eine Röntgenaufnahme kann eine Herzvergrößerung erkannt werden. Außerdem kann eine Herzkatheteruntersuchung, Myokardszintigraphie, Kernspintomographie oder Herzmuskelbiopsie gemacht werden.

Die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz basiert auf drei Säulen. Es werden die Risikofaktoren und andere prognoseverschlechternden Einflüsse beseitigt, eine medikamentöse Behandlung und eine invasive Therapie Falls nötig.

Montag, 4. Februar 2013

Koronare Herzkrankheit



Bei der koronaren Herzkrankheit handelt es sich um eine Mangeldurchblutung und dadurch Sauerstoffmangels des Herzmuskels. Während diese Krankheit in der dritten Welt so gut wie gar nicht vorkommt, ist es in den Industrieländern eine sehr häufige Erkrankung und ist teilweise die häufigste Todesursache.

Entstehung
Eine fortschreitende arteriosklerotische Verengung der Herzkranzgefäße, ist die Ursache der koronaren Herzkrankheit. Die Hauptrisikofaktoren hierfür sind das männliche Geschlecht, Alter (über 45 bei Männern und über 55 bei Frauen), familiäre Veranlagung, Rauchen, Hypertonie, Diabetes Mellitus, Bewegungsmangel und Übergewicht sowie Hohes LDL- und niedriges HDL-Cholesterin.

Symptome
Anzeichen für eine koronare Herzkrankheit können ein Sekunden bis Minuten anhaltender Schmerz im Brustkorb mit Engegefühl, Beklemmung und oft Angst. Die Schmerzen strahlen meist in den linken Arm aus und selten in Richtung des Halses, Oberbauches, rechten Arm, Unter- oder Oberkiefer.

Diagnostik
Um zur Diagnose zu gelangen sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig. Zum einen um sicher zu sein, dass es sich um die koronare Herzkrankheit handelt und zum anderen um andere Möglichkeiten auszuschließen.
Zur Diagnosefindung werden EKG, Langzeit-EKG, Echokardiographie, Belastungs-EKG, Myokardszintigraphie oder Stress-Echokardiographie eingesetzt. Weiters auch die Kernspintomographie, Computertomograpie und Koronarangiographie.
Zusätzlich werden mit dem Patienten die Risikofaktoren abgeklärt.

Behandlung
Zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit werden Nitrate und/oder Molsidomin, Betablocker, niedrig dosierte Azetylsalizylsäure und cholesterinsenkende Statine eingesetzt. Eventuell muss chirurgisch ein Bypass gelegt werden.

Sonntag, 3. Februar 2013

Erworbene Herzklappenfehler



Ein erworbener Herzklappenfehler ist in der Regel die Folge einer Arteriosklerose oder einer Endokarditis. Unterteilt wird diese in drei Formen: Klappenstenose, Klappeninsuffizienz und kombinierter Herzklappenfehler.

Bei der Klappenstenose ist die Lichtung der Klappe zu eng, weshalb die vorgeschalteten Herzabschnitte einen höheren Druck aufbringen müssen, um Blut durch die kleine Öffnung zu bekommen. Wenn dies die Leistungsfähigkeit des Herzens überschreitet, entsteht eine Herzinsuffizienz.

Schließt die Klappe nicht mehr, so spricht man von einer Klappeninsuffizienz. Dabei geht ihre Ventilfunktion verloren und durch jeden Herzschlag wird Blut in den stromaufwärts liegende Kammer zurückgepresst. Das Herz ist schließlich überfordert.

Der kombinierte Herzklappenfehler hat Komponenten beider Formen, Klappenstenose und Klappeninsuffizienz.

Samstag, 2. Februar 2013

Angeborene Herzfehler



Etwa ein Prozent aller Neugeborenen kommen mit einem Herzfehler zur Welt. Gründe hierfür sind genetische und exogene Faktoren wie zum Beispiel eine Infektion der Mutter während der Schwangerschaft.

Die meisten angeborenen Herzfehler sind operabel und somit können 85 Prozent der betroffenen Kinder das Erwachsenenalter erreichen. Viele von ihnen führen sogar ein normales Leben. Jedoch ist meist eine lebenslange kardiologische Betreuung notwendig.

Angeborene Herzfehler werden in zwei Gruppen eingeteilt. Dies sind die zyanotischen Herzfehler und die azyanotischen Herzfehler.

Bei ersteren kommt es zum Zufluss von sauerstoffarmem Blut in das arterielle, sauerstoffreiche Blut und es vermindert sich dort die Sauerstoffsättigung.

Im Falle eines azyanotischen Herzfehlers kommt es entweder nicht zur Durchmischung von sauerstoffarmem Blut und sauerstoffgesättigtem Blut oder es wird sauerstoffgesättigtes Blut in den Lungenkreislauf eingeschleust.