Donnerstag, 29. August 2013

Ulkus



Ein Ulkus ist ein durch Verdauungssäfte entstandener Schleimhautdefekt. Die Prognose dieser Erkrankung ist gut, da fast alle Patienten durch eine konservative Therapie geheilt werden können. Der Ulkus wird in zwei Formen unterschieden. Dem Ulcus ventriculi und dem Ulcus duodeni. Risikofaktoren und Ursachen des Ulkus sind Besiedelung mit Helicobacter pylori, Einnahme nichtsteriodaler Antirheumatiker und Einwirkung von Magensäure.

Die Symptome dieser Krankheit sind Appetitlosigkeit und Übelkeit. Weiters besteht ein Völlegefühl nach dem Essen und Schmerzen im Oberbauch.

Diagnostiziert wird der Ulkus durch eine Gastroduodenoskopie mit Biopsie. Die Behandlung erfolgt durch Keimausrottung bei Helicobacter-Besiedlung und mit Protonenpumpenhemmer. Eine OP ist nur mehr selten notwendig. Dies ist bei einem Nichtansprechen auf die medikamentöse Therapie der Fall.

Dienstag, 27. August 2013

Funktionelle Dyspepsie



Die funktionelle Dyspepsie ist ein Sammelbegriff für funktionelle Oberbauchbeschwerden. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch ein Störendes Völlegefühl nach dem Essen, ein beschleunigtes Sättigungsgefühl, Brennen im Oberbauch und auch durch Schmerzen im Oberbauch. Die Diagnose der funktionellen Dyspepsie erfolgt durch eine Ausschlussdiagnose. Behandelt wird diese Erkrankung durch einen Nikotin- und Alkoholverzicht, regelmäßige Lebensführung und Ernährung und mit Antaziden.

Ösophaguskarzinom



Ein Ösophaguskarzinom ist ein Maligner Speiseröhrentumor. Diese Form des Krebses hat eine schlechte Prognose, da es erst spät zu einer Diagnose kommt und eine Behandlung daher oft nicht mehr möglich ist. Die Risikofaktoren des Ösophaguskarzinom sind hochprozentige Alkoholika, Nikotinabusus, heiße und scharf gewürzte Speisen, chemische Substanzen und Achalasie.

Die Symptome bei diesem Tumor sind Schluckbeschwerden, Gewichtsverlust und ein fauliges Ausstoßen. Außerdem existieren Schmerzen hinter dem Sternum. Auch Husten und Atemnot gehören zu den Anzeichen dieser Erkrankung.

Die Diagnose des Ösophaguskarzinoms erfolgt mittels Endoskopie mit Biopsie. Weitere diagnostische Schritte sind Endosonographie, CT und eine Kernspintomographie. Eventuell wird auch eine Bronchoskopie durchgeführt.

Die Behandlung des Ösophaguskarzinoms erfolgt operativ. Sollte dies nicht mehr möglich sein, wird eine palliative Therapie zur Linderung der Symptome durchgeführt. In diesem Fall existieren keine Heilungschancen mehr.

Montag, 26. August 2013

Achalasie



Die Achalasie ist eine Erkrankung mit ungeordneter Peristaltik und Unfähigkeit des Erschlaffens im unteren Ösophagusanteil. Ursache dieser Erkrankung ist eine Degeneration von Nervenzellen in der Ösophaguswand.

Die Symptome der Achalasie sind Schluckbeschwerden und retrosternaler Druck. Ein weiteres Anzeichen für diese Erkrankung ist das Zurückfließen unverdauter Nahrung. Daher essen Betroffene wenig und verlieren an Gewicht.

Die Diagnose der Achalasie erfolgt mittels Ösophagusbreischluck. Weitere Maßnahmen um die Erkrankung festzustellen sind eine Endoskopie und die Manometrie. Die Therapie erfolgt durch eine Aufweitung des unteren Ösophagussphinkter.

Sonntag, 25. August 2013

Ösophagusdivertikel



Ein Ösophagusdivertikel ist eine Ausstülpung der Speiseröhrenwand. Symptome dieser Erkrankung sind übler Mundgeruch, Fremdkörpergefühl im Hals und Schluckbeschwerden. Es kann auch zu Komplikationen kommen. Diese wären Aspiration oder Entzündungen. Die Diagnose des Ösophagusdivertikels erfogt durch einen Ösophagusbreischluck und einer vorsichtigen Endoskopie. Eine Therapie ist nur bei Beschwerden notwendig.

Samstag, 24. August 2013

Hiatushernie



Unter der Hiatushernie versteht man eine Verlagerung von Teilen des Magens durch den Hiatus oesophageus in den Brustraum. Die Erkrankung wird in Gleithernie, welche vor allem bei älteren Menschen vorkommt, und paraösophageale Hernie unterteilt.

Die Gleithernie ist meist ohne Beschwerden. Eventuell tritt ein Refluxösophagitis auf. Die Symptome der paraösophageale Hernie sind Vollegefühl, Druckgefühl in der Herzgegend, Schluckbeschwerden und Luftnot.

Die Diagnose der Hiatushernie erfolgt mit Hilfe einer Endoskopie. Auch ein Röntgenbreischluck in Kopftieflage ist für eine sichere Feststellung der Hiatushernie wichtig.

Die Behandlung dieser Erkrankung je nach Typ. Bei der Gleithernie bedarf es nur bei der Refluxkrankheit einer Therapie. Die Paraösophageale Hernien werden operiert.

Donnerstag, 22. August 2013

Sarin



Aufgrund des Einsatzes von Sarin durch das Assad-Regime hier ein kleiner Text über den chemischen Kampfstoff Sarin:

Sarin ist ein chemischer Kampfstoff der Gruppe der Phosphonsäureester, deren eigentlicher Name Methylfluorphosphonsäureisopropylester lautet. Am 10. Dezember 1938 wurde Sarin bei Forschungsarbeiten zur Entwicklung eines Insektenvernichtungsmittels von dem deutschen Chemiker Gerhard Schrader und seinen Mitarbeitern entdeckt. Zum Einsatz kam es durch den chilenischen Geheimdienst, DINA, gegen Oppositionelle, in den 1980er Jahren durch den Irak gegen den Iran und gegen die kurdische Minderheit sowie 1994 in Matsumoto und 1995 in Tokio durch die Aum-Sekte.

Sonntag, 18. August 2013

Refluxkrankheit



Bei der Refluxkrankheit handelt es sich um Beschwerden beziehungsweise Komplikationen durch den gastroösophagealen Reflux. Die Erkrankung wird in primäre und sekundäre Refluxkrankheit eingeteilt. Bei ersterem ist die Ursache unklar. Hingegen bei der sekundären Refluxkrankheit ist die Ursache eine Sklerodermie.

Die Symptome der Refluxkrankheit sind Sodbrennen, ein saures Aufstoßen beim Bücken, im Liegen und nach der Nahrungsaufnahme sowie später Schmerzen hinterm Sternum. Weitere Anzeichen für die Krankheit sind das Zurückströmen von Mageninhalt, Atemwegsbeschwerden und Halsschmerzen. Unbehandelt führt die Refluxkrankheit zu Blutungen aus der Ulzera, narbige Strukturen des Ösophagus und zum Barrett-Syndrom.

Die Diagnose dieser Erkrankung erfolgt endoskopisch. Bei der Therapie der Refluxkrankheit werden Protonenpumpenhemmer, H2-Antagonisten und Antazide eingesetzt. Zeigt dies keine Wirkung erfolgt eine OP.

Samstag, 17. August 2013

Obstipation



Die Definition von Obstipation ist weniger als drei Stühle pro Woche oder harte Stuhlkonsistenz. Ursachen hiervon sind Flüssigkeitsmangel, Bewegungsmangel, Reizdarmsyndrom, Arzneimittel, Erkrankungen der Analregion, Kolonkarzinom, Schwangerschaft oder eine Endokrine Störungen.

Die Diagnose der Obstipation erfolgt meist durch eine Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Weitere Schritte sind Blutuntersuchung, Untersuchung des Stuhls auf okkultes Blut und Abdomensonographie.

Die Therapie der Obstipation erfolgt durch die Behandlung der Grunderkrankung. Außerdem sind eine ballaststoffreiche Kost und eine ausreichende Trinkmenge empfehlenswert. Eine weitere therapeutische Maßnahme ist Bewegung.

Sonntag, 11. August 2013

Diarrhö



Unter dem Begriff Diarrhö versteht man das Vorhandensein von mehr als drei ungeformten, dünnflüssigen Stühlen täglich. Die Einteilung erfolgt in akuter und chronischer Diarrhö. Ursache einer akuten Diarrhö können Magen-Darm-Infektionen, Lebensmittelvergiftungen oder Arzneimittel sein. Bei der chronischen Diarrhö sind es chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, exokrine Pankreasinsuffizienz oder Darminfektionen.

Die Symptome der Diarrhö sind Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, eventuell Fieber und Kreislaufsymptome.

Diagnostische Maßnahmen sind die Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Weiters die Inspektion des Stuhls. Auch eine Laboruntersuchung des Stuhls ist sinnvoll.

Die Therapie der Diarrhö erfolgt durch oralen oder intravenösen Flüssigkeits- und Elektrolytersatz. Die weitere Therapie erfolgt je nach Grunderkrankung.

Samstag, 10. August 2013

Akutes Abdomen



Das Akute Abdomen ist ein akutes, ursächlich unklares Krankheitsbild mit starken Bauchschmerzen, Abwehrspannung des Abdomens und Kreislaufbeeinträchtigung. Die Ursachen hierfür sind Entzündung von Bauchorganen, Ruptur oder Perforation von Bauchorganen, Verlegung von Hohlorganen, Durchblutungsstörungen, Blutungen in die Bauchhöhle oder Extraabdominelle Erkrankungen.

Akute, starke Bauchschmerzen sowie Abwehrspannung des Abdomens sind Symptome dieser Erkrankung. Weiters kann es zu einer Kreislaufbeeinträchtigung oder auch zum Schock kommen. Eine Störung der Darmperistaltik ist ebenfalls möglich.

Anamnese und körperliche Untersuchung sind ebenso Teil der Diagnostik wie eine Laboruntersuchung (BB, CRP, AST, BZ, PTT). Weitere Untersungen sind EKG, Thorax-Röntgen, Sonographie des Abdomens und eventuell eine Angiographie.

Die Behandlung des Akuten Abdomens erfolgt durch Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz sowie durch Bettruhe.

Donnerstag, 8. August 2013

Dysphagie



Eine Dysphagie ist eine Schluckstörung. Sie wird unterschieden zwischen der oropharyngeale Dysphagie und der ösophageale Dysphagie.

Bei ersterem ist der Weitertransport der zerkleinerten Nahrung aus dem Mund gestört. Der Patient hat das Gefühl, dass der Bissen oben stecken bleibt. Diese Form ist möglicherweise mit Husten verbunden und es besteht eine erhöhte Aspirationsgefahr.

Bei der ösophageale Dysphagie besteht eine Passagebehinderung im Ösophagus. Dies ist häufig mit einem Würgereiz und Erbrechen verbunden.

Die Ursachen einer Dysphagie sind Ösophagusstenosen, Hiatushernien oder eine Ösophagusachalasie. Diagnostiziert wird per Ösophagogastroduodenoskopie. Die Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung.

Sonntag, 4. August 2013

Bronchiektasen



Bronchiektasen sind irreversible Erweiterungen von Bronchien oder deren Äste. Ursachen hiervon sind angeborene Erkrankungen, Folgen frühkindlicher Infektionen und schwere Entzündungen. Die Symptome sind Husten und viel Auswurf sowie wiederholte Atemwegsinfektionen.

Komplikationen der Bronchiektasen sind Hämoptysen, wiederholte Pneumonien und chronisches Cor pulmonale mit Ausbildung einer Rechtsherzinsuffizienz. Die Diagnose erfolgt mit Hilfe eines hochauflösenden CTs. Therapiert wird mit konsequenter Physiotherapie mit Sekretdrainage, frühzeitige Antibiotikatherapie bei Infekten und Lungentransplantation bei extrem schwierigen Fällen.

Mukoviszidose



Die Mukoviszidose, auch bekannt als Cystische Fibrose, ist eine autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselstörung mit Produktion eines zähen Sekrets durch die exokrinen Drüsen. Ihre Hauptmanifestation liegt an Lunge und Pankreas.

Die Symptome der Mukoviszidose sind chronische Bronchitis, rezidivierende Bronchitiden, Hämoptoe, Atelektasen, Bronchiektasen und Pneumothorax. Außerdem kommt es zu wiederholten Nasennebenhöhlenentzündungen und Nasenpolypen. Ein weiteres Symptom der Cystischen Fibrose ist eine ausgeprägte exokrine Pankreasinsuffizienz mit Fettstühlen und Malabsorptionssyndrom. Auch ein Rektumprolaps ist möglich.

Spätkomplikationen der Mukoviszidose sind zunehmende respiratorische Insuffizienz, Cor pulmonale mit nachfolgendem Rechtsherzversagen, Leberzirrhose und Diabetes mellitus.

Die Diagnose der Mukoviszidose erfolgt durch einen Schweißtest sowie mit einer molekulargenetischen Untersuchung.

Da die Cystische Fibrose unheilbar ist, wird die Erkrankung rein symptomatisch Therapiert. Zum einen werden die Lungensymptome und zum anderen die Funktionsstörung des Pankreas therapiert. Die Lungensymptome werden durch Inhalationen, schleimlösende Arzneimittel (Sekretolytika), inhalative Sympathomimetika, frühzeitige antibiotische Behandlung bei Infekten, evtl. Glukortikoidtherapie und durch eine Langzeitsauerstofftherapie im fortgeschrittenen Stadion behandelt. Bei der Funktionsstörung des Pankreas kommen Enzymsubstitution (Kreon), zusätzliche Zufuhr fettlöslicher Vitamine und eine kalorien- und fettreiche Kost zum Einsatz.

Die Lebenserwartung von Patienten mit Mukoviszidose liegt derzeit bei vierzig bis fünfzig Jahren.

Donnerstag, 1. August 2013

ARDS



ARDS ist eine schwere Lungenerkrankung mit akuter respiratorischer Insuffizienz bei vorher Lungengesunden. Bei dieser Erkrankung besteht eine hohe Letalitätsrate. Die Sterblichkeit hierbei liegt bei bis zu 90%.

Ursache des ARDS ist eine schwere direkte oder indirekte Schädigung der Lunge. Direkt sind Aspiration von Wasser oder Magensaft, Pneumonien oder Inhalation von Atemgiften. Indirekt sind Schock, Sepsis, Verbrauchskoagulapathie oder Multiorganversagen.

Symptome des ARDS sind Hyperventilation, Hypoxie und Atemnot. Weiters besteht eine respiratorische Globalinsuffizienz und es kann ein Lungenödem entstehen.

Die Diagnose des ARDS erfolgt per Anamnese, BGA, Thoraxröntgen und durch eine Lungenfunktionsprüfung.

Behandlung des ARDS erfolgt durch die Beseitigung der Ursache, schonende Beatmung bei Hypoxie und in der Therapie von Komplikationen.