Mittwoch, 3. Oktober 2012

Sexualhormone



Der Mensch besitzt nicht nur ein Sexualhormon, sondern mehrer, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Angefangen von der sexuellen Reife bis hin zu Wachstum, Ausbildung von Geschlechtsorganen und der Bildung anderer Hormone.

Die wichtigsten Sexualhormone beim Mann sind die Androgene. Daneben gibt es noch das FSH (follikelstimulierende Hormon), welches die Spermienreifung fördert, und das LH (luteinisierende Hormon), das die Leydig-Zwischenzellen zur Ausschüttung von Testosteron anregt. Die Gruppe der Androgene ist für die Geschlechtsentwicklung und –differenzierung vor der Geburt, den Hoden- und Peniswachstum während der Pubertät und der Ausbildung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich. Weiters fördern sie die Spermienbildung, stimulieren den Geschlechtstrieb (Libido), steigern Blutbildung und Eiweisaufbau und sind im hohen Alter an der Glatzenbildung mitbeteiligt.

Zu den weiblichen Sexualhormonen zählen ebenfalls FSH und LH, aber auch die Östrogene und das Progesteron. Das FSH bewirkt die Follikelreifung zum Graaf-Follikel und die Ausschüttung von Östrogen aus den Ovarien. LH bewirkt zusammen mit FSH den Eisprung und die Umwandlung des Graaf-Follikels in den Progesteron produzierenden Gelbkörper. Die Östrogene sind verantwortlich für die Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale in der Pubertät, den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation, die Eireifung im Eistock und haben Eiweißaufbauende Effekte. Weiters bewirken sie vermehrten Einbau von Kalzium in die Knochen und wirken auf Zentralenervensystem und beeinflussen so die Stimmung und das Verhalten der Frau. Außerdem sichern die Östrogene in der Schwangerschaft die Anpassung des mütterlichen Organismus und die Entwicklung des Kindes. Auch bereiten sie die Brust auf die Milchbildung und –abgabe vor. Das Progesteron bewirkt die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut für die Aufnahme der Frucht, führt zu einer Erhöhung der Körpertemperatur um 0,5°C und lässt den Zervixschleim höher werden. Auch unterstützt es in Frühschwangerschaft die Einnistung und den Wachstum des Embryos und stellt die Gebärmutter in der Schwangerschaft ruhig. Weiters ist das Progesteron mitverantwortlich, dass die Brüste auf die Milchbildung vorbereitet werden.

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