Samstag, 22. Dezember 2012

Fieber



Allgemein
Das Fieber ist eine Form der Hyperthermie und entsteht durch eine Sollwerterhöhung. Es ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.
Fieber wird in mehre Stufen eingeteilt. Subfebrile Temperatur (37,5-38°C), Febrile Temperatur (38,1-38,5°C), Mäßiges/hohes Fieber (38,6-39,9°C) und Hyperpyretisches Fieber (über 40°C).
Fieber entsteht wenn Körper mit pyrogenen Substanzen konfrontiert wird. Das heißt, es ist eine Reaktion auf Vorgänge im Körper, wie zum Beispiel bei Entzündungen oder bei einem Tumor.

Arten
Es gibt vier verschiedene Arten des Fiebers. Dies sind das Respirationsfieber, welches nach Verletzungen oder Operationen auftritt, das toxische Fieber durch Fremdeiweiß, das cerebrale Fieber, welches bei Schädigung des Thermoregulationszentrums entsteht, und das infektiöse Fieber, welches durch verschiedenste Erreger ausgelöst wird.

Phasen
Das Fieber wird in vier Phasen eingeteilt.

In der ersten Phase, der Fieberanstiegsphase, kommt es zu einem Anstieg der Temperatur sowie von Puls- und Atemfrequenz. Es tritt eine Müdigkeit und eine Abgeschlagenheit auf. Der Betroffene hat Schmerzen und empfindet ein allgemeines Krankheitsgefühl. Ein weiteres Anzeichen kann Schlaflosigkeit sein.
Maßnahmen in dieser Phase sind die Zufuhr von Wärme von außen und das Verhindern von Wärmeabgabe. Im klinischen Bereich auch die Beobachtung des Patienten.

In zwei Phase 2, der Fieberhöhe, zeigt der Patient Hitzezeichen sowie Hitzegefühl. Er hat eine trockene Zunge und ist durstig, appetitlos und lichtempfindlich. Weiters auch unruhig und eventuell desorientiert.
Maßnahmen in dieser Phase sind den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen, die Beobachtung des Patenten, Ruhe im Zimmer, leicht verdauliche und vitaminreiche Kost sowie die Kontrolle der Ausscheidung.

Phase drei, der Fieberabfall, kann über zwei verschiedene Wege erfolgen. Lysis, langsam und gut verträglich, oder Krisis, rasch und Kreislaufbelastend.
Maßnahmen hier sind die Vitalzeichen-Kontrolle, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle der Ausscheidung, Teilwaschung und häufiges Wäschewechseln.

In Phase vier, dem Erschöpfungsschlaf, ist der Patient aufgrund des Fieberabfalls müde und erschöpft. Daher ist für eine angenehme Raumtemperatur, für Ruhe und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Fiebertypen
Es gibt sechs verschiedene Fiebertypen. Diese sind das kontinuierliche Fieber, das remittierende Fieber, das intermittierende Fieber, das rekurrierende Fieber, das undulierende Fieber und das biphasische Fieber.
Beim kontinuierlichen Fieber ist eine gleichmäßige Temperatur mit einer Differenz von maximal einem Grad Celsius zu beobachten. Es tritt unter anderem bei Scharlach und Viruspneumonie auf.
Das remittierende Fieber ist gekennzeichnet durch wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen rund 1,5°C. Es tritt auf bei Sepsis und Pyelonephritis.
Das Intermittierende Fieber ist ein wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen deutlich über 1,5°C und kommt bei Pyelitis vor.
Beim rekurrierenden Fieber kommt es zu Fiberschüben, welche sich mit fieberfreien Intervallen abwechseln. Es tritt bei Malaria und Borrelliose auf.
Das undulierende Fieber ist gekennzeichnet durch einen langsamen wellenförmigen Verlauf. Es ist typisch für Tumore.
Das biphasische Fieber hat eine 2-gipfelige Fieberkurve und tritt bei Masern und bei einer Meningokokken-Sepsis auf.

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