Allgemein
Das Fieber
ist eine Form der Hyperthermie und entsteht durch eine Sollwerterhöhung. Es ist
keine Krankheit, sondern ein Symptom.
Fieber wird
in mehre Stufen eingeteilt. Subfebrile Temperatur (37,5-38°C), Febrile
Temperatur (38,1-38,5°C), Mäßiges/hohes
Fieber (38,6-39,9°C) und Hyperpyretisches
Fieber (über 40°C).
Fieber entsteht
wenn Körper mit pyrogenen Substanzen konfrontiert wird. Das heißt, es ist eine Reaktion
auf Vorgänge im Körper, wie zum Beispiel bei Entzündungen oder bei einem Tumor.
Arten
Es gibt vier verschiedene
Arten des Fiebers. Dies sind das Respirationsfieber, welches nach Verletzungen
oder Operationen auftritt, das toxische Fieber durch Fremdeiweiß, das cerebrale
Fieber, welches bei Schädigung des Thermoregulationszentrums entsteht, und das infektiöse
Fieber, welches durch verschiedenste Erreger ausgelöst wird.
Phasen
Das Fieber
wird in vier Phasen eingeteilt.
In der ersten
Phase, der Fieberanstiegsphase, kommt es zu einem Anstieg der Temperatur sowie
von Puls- und Atemfrequenz. Es tritt eine Müdigkeit und eine Abgeschlagenheit
auf. Der Betroffene hat Schmerzen und empfindet ein allgemeines
Krankheitsgefühl. Ein weiteres Anzeichen kann Schlaflosigkeit sein.
Maßnahmen in
dieser Phase sind die Zufuhr von Wärme von außen und das Verhindern von
Wärmeabgabe. Im klinischen Bereich auch die Beobachtung des Patienten.
In zwei Phase
2, der Fieberhöhe, zeigt der Patient Hitzezeichen sowie Hitzegefühl. Er hat
eine trockene Zunge und ist durstig, appetitlos und lichtempfindlich. Weiters
auch unruhig und eventuell desorientiert.
Maßnahmen in
dieser Phase sind den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen, die Beobachtung des
Patenten, Ruhe im Zimmer, leicht verdauliche und vitaminreiche Kost sowie die Kontrolle
der Ausscheidung.
Phase drei,
der Fieberabfall, kann über zwei verschiedene Wege erfolgen. Lysis, langsam und
gut verträglich, oder Krisis, rasch und Kreislaufbelastend.
Maßnahmen
hier sind die Vitalzeichen-Kontrolle, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle
der Ausscheidung, Teilwaschung und häufiges Wäschewechseln.
In Phase vier,
dem Erschöpfungsschlaf, ist der Patient aufgrund des Fieberabfalls müde und
erschöpft. Daher ist für eine angenehme Raumtemperatur, für Ruhe und ausreichend
Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.
Fiebertypen
Es gibt sechs
verschiedene Fiebertypen. Diese sind das kontinuierliche Fieber, das
remittierende Fieber, das intermittierende Fieber, das rekurrierende Fieber,
das undulierende Fieber und das biphasische Fieber.
Beim kontinuierlichen
Fieber ist eine gleichmäßige Temperatur mit einer Differenz von maximal einem
Grad Celsius zu beobachten. Es tritt unter anderem bei Scharlach und
Viruspneumonie auf.
Das remittierende
Fieber ist gekennzeichnet durch wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen rund
1,5°C. Es tritt auf bei Sepsis und Pyelonephritis.
Das Intermittierende
Fieber ist ein wechselndes Fieber mit Tagesschwankungen deutlich über 1,5°C und
kommt bei Pyelitis vor.
Beim
rekurrierenden Fieber kommt es zu Fiberschüben, welche sich mit fieberfreien
Intervallen abwechseln. Es tritt bei Malaria und Borrelliose auf.
Das undulierende
Fieber ist gekennzeichnet durch einen langsamen wellenförmigen Verlauf. Es ist
typisch für Tumore.
Das biphasische
Fieber hat eine 2-gipfelige Fieberkurve und tritt bei Masern und bei einer
Meningokokken-Sepsis auf.
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