Dienstag, 5. November 2013

Gicht



Die Gicht ist die klinische Manifestationsform der Hyperurikämie, einer Harnsäureerhöhung im Serum über 6,4 mg/dl. Unterteilt wird die Erkrankung in primäre und sekundäre Gicht. Ersteres ist Folge einer polygen vererbten Minderausscheidung von Harnsäure durch die Nieren. Die sekundäre ist Aufgrund von Grunderkrankungen mit erhöhter Harnsäurebildung oder einer verminderten Harnsäureausscheidung durch die Nieren.

Gicht wird in vier Stadien differenziert. Bei der asymptomatischen Hyperurikämie kommt es zu einer symptomlose Erhöhung des Harnsäurespiegels über Jahre bis Jahrzehnte. Hingegen beim akuten Gichtanfall kommt es zu einer plötzlichen Arthritis eines Gelenks. Das betroffene Gelenk ist stark geschwollen, gerötet und extrem Schmerzhaft. Eventuell tritt auch Fieber auf. Die interkritische Phase ist der Zeitraum zwischen zwei Gichtanfällen. Zu letzt kommt die chronische Gicht. Hier kommt es zu Gelenkdeformierungen. Auch existiert eine sichtbare Harnsäureablagerungen in Weichteilen und Knochen und es kommt zu einer Nierenbeteiligung mit Nierensteinen, Gichtnephropathie und Niereninsuffzienz.

Die Diagnose der Gicht erfolgt durch eine Blutuntersuchung sowie mit einer Punktion des betroffenen Gelenks. Therapiert wird mit entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten im akuten Gichtanfall. Auch die Senkung des Harnsäurespiegels durch Diät und Arzneimittel ist von Bedeutung.

Freitag, 1. November 2013

Anti-Raucher-Kampagnen



In New York wurde das Mindestalter für den Erwerb von Zigaretten und anderen Tabakprodukten auf 21 Jahre angehoben. Eine durch aus gute Idee, aber eine Regelung, die nicht viel bewirken wird. Dennoch darf sich New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg über seine Erfolge freuen. Von 2001 bis 2007 sank der Anteil jugendlicher Raucher von 17,6 auf 8,5 Prozent.

In Sachen Rauchen bei der Jugend anzusetzen ist auf jeden Fall ein guter Weg. Wenn nicht sogar der beste Weg. Wenig Sinn macht es all die Raucher zu bekehren und zum Aufhören zu zwingen. Wer nicht aufhören will, wird es auch nicht. Daher sind meines Erachtens die riesigen Wahnschilder auf den Packungen sowie die demnächst vielleicht kommenden Bilder der Folgen des Tabakkonsums, schlicht und ergreifend zwecklos.

Aus diesem Grund sollten sich Anti-Raucher-Kampagnen auf die Jugend beziehen. Sie müssen aufgeklärt werden. Aber richtig und nicht mit Äußerungen wie: „Rauchen ist ungesund und böse.“

Dies ist der falsche Weg. Es ist auch keine Aufklärung. Man muss den Jugendlichen mitteilen, weshalb das Rauchen ungesund ist und ihnen sagen, welche Erkrankungen Folge des Tabakgenusses sein können. Nur so kann effektiv und nachhaltig die allgemeine Gesundheit gefördert werden.

Hyperlipoproteinämie



Die Hyperlipoproteinämie ist eine Erhöhung des Triglyzeridspiegels und/oder des Cholesterinspiegels im Blut. Unterteilt ist diese Erkrankung in zwei Formen. In die primäre und sekundäre Hyperlipoproteinämie. Ursache der primären Hyperlipoproteinämie ist Vererbung. Bei der sekundären Hyperlipoproteinämie ist dies Aufgrund von Diabetes mellitus, Hypothyreose, Nierenerkrankungen oder Arzneimittel.

Die Hyperlipoproteinämie verläuft meist ohne Beschwerden und wird daher nur zufällig diagnostiziert. Das Erstsymptom ist oftmals ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Diagnose der Hyperlipoproteinämie erfolgt durch eine Blutabnahme nach 14-stündiger Nahrungskarenz. Ermittelt wird Gesamtcholesterin, Triglyzeride sowie HDL- und LDL-Cholesterin. Therapiert wird durch die Behandlung der Grunderkrankung.