Donnerstag, 31. Januar 2013

Entwicklung nach Erikson



Eine Einteilung des menschlichen Lebens in verschiedene Phasen gibt es von vielen Wissenschaftlern. Das bekannteste Modell ist von dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Erik Erikson. Seine Theorie teilt das Leben in acht typische Entwicklungsstufen.

0 bis 1 Jahr: Urvertrauen versus Misstrauen
Als Neugeborene ist man noch vollkommen Abhängig vom Geben und Bekommen der Mutter. Das Kind lernt Vertrauen und entwickelt ein Urvertrauen. Sollten jedoch bestimmte Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden, entsteht daraus Misstrauen.

2 bis 3 Jahr: Autonomie versus Scham und Zweifel
Der Schließmuskel des Kindes ist in dieser Zeit voll ausgebildet und Erikson sieht hier die Kontrolle des Kindes selbst zu entscheiden, ob es loslässt oder festhält gegenüber dem Willen der Eltern.
Bei einer positiven Absolvierung dieser Stufe, führt dies zu Stolz, Autonomie und einem Festen willen. Wird dies nicht erreicht, mündet dies in Scham und Zweifel.

4 bis 5 Jahr: Initiative versus Schuldgefühl
In dieser Stufe versucht das Kind herauszufinden welches ICH es ist. Hier sind wichtige Faktoren das Tun und das Tun-als-ob. In dieser Phase können die Eltern die Initiative fördern, denn die Kinder haben schon eine Vorstellung, was passieren wird, wenn sie etwas tun. Sie beginnen für ihr Handeln verantwortlich zu sein und für manches Handeln Schuldgefühle zu haben. Wichtig ist die optimale Balance zwischen Initiative und Schuldgefühlen.
Zu viel Intiative und zu wenig Schuldgefühl führt zu Rücksichtslosigkeit, zu wenig Initiative und zu viele Schuldgefühle schränken die Handlungsbereitschaft ein und ein Gleichgewicht von Initiative und Schuldgefühlen sorgt für Zielstrebigkeit.

6 Jahr bis Pubertät: Kompetenz versus Minderwertigkeit
In dieser Zeit und durch den Eintritt in die Schule lernt das Kind durch Aufgaben Erfolg und Misserfolg kennen. Wenn dem Kind die Erfolgserlebnisse genommen werden, fühlt es sich als inkompetent und minderwertig.

Pubertät bis Volljährigkeit: Identität versus Identitätsdiffusion
Hier besteht die Aufgabe darin, all sein Wissen über sich selbst und die Welt zusammenzufügen, um so ein Selbstbild zu formen. Es geht um die soziale Rolle.
Eine erfolgreiche Absolvierung des Konfliktes zwischen Identität und Identitätsdiffusion, mündet in der Fähigkeit der Treue.

Frühes Erwachsenenalter: Intimität versus Isolierung
In dieser Phase besteht die Aufgabe in Intimität. Man geht eine Partnerschaft ein und es stehen sich dort zwei gefestigte Persönlichkeiten gegenüber, die ihre Eigenheiten haben und nicht aufgeben wollen. Dies nennt Erikson Intimität.
Bei einer Unfähigkeit führt dies zu Isolierung.

Mittleres Erwachsenenalter: Generativität versus Stagnation
Die Aufgabe hier besteht nicht nur in dem Zeugen und Aufziehen von Kindern, sondern in allem was für zukünftige Generationen brauchbar sein könnte. Also Kunst, Wissenschaft und soziales Engagement.

Hohes Erwachsenenalter: Integrität versus Verzweiflung
In dieser Phase besteht die Aufgabe darin auf das Leben zurück zu blicken und sich mit dem näher rückenden Tod anzufreunden. Im Falle eines nicht Bestehens führt dies zu Verzweiflung und Angst vor dem Sterben.

Samstag, 26. Januar 2013

Steuer auf Raucherzonen



Für unser Gesundheitssystem gibt es viele Belastungen. Eine von ihnen ist das Rauchen. Doch dies ist nur eines von vielen Übeln, die bekämpft werden müssen. Weiterer Schaden für unser Gesundheitssystem sind übermäßiger Alkoholkonsum (Österreich ist unter den Top Drei beim Bierkonsum in Europa), Adipositas und Übergewicht sowie Bewegungsmangel und vieles weitere.

Jedoch lässt sich beim Konsum von Tabakprodukten viel machen. Zum Einen wäre da einmal die Tabaksteuer, dank der die jährlichen Kosten im Gesundheitswesen von etwa 1,2 Milliarden auf 600 Millionen Euro sinken. Doch dies ist zu wenig. Effektiver wäre ein generelles Rauchverbot in Lokalen.

Allerdings ist ein Rauchverbot etwas so unbeliebtes, sodass sich Politiker nicht trauen dies ein zu führen. Daher wäre eine Steuer auf Raucherzonen, die sich wie die Tabaksteuer regelmäßig erhöht, ratsam. Auf die Art würden die Lokale mit einer Raucherzone weniger werden, wodurch das Passivrauchen geringer wird.

Jedoch bleibt der aktive Konsum von Zigaretten und anderer Tabakprodukte weiterhin erhalten. Dies ist allerdings ein Problem, welches uns noch lange verfolgen wird und dessen Lösung für Jahrzehnte offen bleiben wird.

Dienstag, 8. Januar 2013

Erypsil



Ein Erysipel ist eine bakterielle Infektion der Haut. Sie wird hauptsächlich durch den Erreger Streptoccoccus pyogenes übertragen. In seltenen Fällen sind es andere Erreger wie Staphylococcus aureus oder Klebsiella pneumonia.

Die Symptome des Erypsels sind flammenförmige und scharf begrenzte Hautrötung die sich rasch ausbreitet, eine Schwellung, eine Überwärmung der betroffenen Haut, Fieber und Schüttelfrost sowie in einigen Fällen Blasen, die einbluten können.

Die Therapie dieser Erkrankung besteht in der Gabe von Antibiotika (Penicillin) und in der Ruhigstellung. Eventuell auch lokal desinfizierende Lotionen.

Samstag, 5. Januar 2013

Polyneuropathie



Eine Polyneuropathie ist eine Schädigung der Nerven. Dies kann durch Gifte (Blei, Alkohol, Bakteriengifte,...), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus) oder allergische Nervenprozesse geschehen.

Die Symptome dieser Erkrankung sind zu Beginn eine Sensibilitätsverminderung und Empfindungsstörungen an Füßen und Händen in Form eines Kribbeln oder Taubheitsgefühl. Später auch Muskelschwäche und Lähmungen sowie Schmerzen.

Die Ursachen der Polyneuropathie können Diabetes Mellitus, Multiple Sklerose, Alkoholmissbrauch, Toxine (Alkohol, Medikamente, andere Giftstoffe), Infektionskrankheiten (HIV, Typhus,…) oder eine Bleivergiftung sein.

Freitag, 4. Januar 2013

Der Schmerz



Definition
Der Schmerz ist eine unangenehme Sinnes- und Gefühlswahrnehmung, die als Warnsignal für eine Gewebsschädigung dient.

Entstehung und Schmerzleitung
Ein Schmerz entsteht durch die Reizung von Schmerzrezeptoren und in der Folge von sensiblen Nervenfasern durch Druck, Hitze oder chemische Prozesse, die bei Entzündungen, bei Ischämie und ähnlichem ablaufen. Dies wird durch Prostaglandine wesentlich verstärkt.

Schmerzrezeptoren zeigen keine Gewöhnung. Der Schmerz kann auch durch „Projektion“ in diesen Nervenfasern entstehen. Zum Beispiel in der Head`schen Zonen.

Nervenfasern (Neurone) leiten von freien Nervenendigungen im Gewebe den Schmerzimpuls ins Spinalganglion. Von dort treten diese über die Hinterwurzel in das Hinterhorn des Rückenmarks ein. Dort wird der Impuls auf das 2. Neuron umgeschaltet und zieht im vorderen Seitenstrang zum Thalamus. Von dort kommt es zur Weiterleitung zum Gyrus postzentralis und dadurch zur bewussten, punktgenauen Schmerzwahrnehmung.

Formen
Der Schmerz wird in mehrere Formen unterschieden. Dies sind der somatische Schmerz, welcher ein Oberflächenschmerz an der Haut oder ein Tiefenschmerz, zum Beispiel in Muskulatur oder im Bindegewebe, der viszerale Schmerz, ein Eingeweideschmerz der als kolikartig oder dumpf empfunden wird, der neurogene Schmerz, bei dem die Nervenleitung beeinträchtigt ist und typischerweise als einschießend und elektrisch empfunden wird, und der psychogene Schmerz.

Diagnostik
Da es sich beim Schmerz um ein subjektives Symptom handelt, ist es wichtig die Aussagen des Patienten ernst zu nehmen und aufzuzeichnen. Daher ist ein Schmerztagebuch ein sinnvolles und gutes Instrument. Weiters ist auch die Fragestellung wicht. Es sollten Fragen nach der Schmerzqualität und Beginn, Dauer und Ende des Schmerzes, sowie Lokalisation und über die Begleitsymptome geben. Zusätzlich ist die Beobachtung des Schmerzpatienten wichtig.

Dienstag, 1. Januar 2013

Mastitis



Mastitis ist eine Infektion mit Staphylokokken über Rhagaden und wird durch Berührung von Lochien mit den Brustwarzen oder durch einen Milchstau verursacht. Die Symptome sind eine Rötung, Schmerzen, einseitige Schwellung, Fieber und eventuell Abszessbildung.

Die Therapie ist wie beim Milchstau. Zusätzlich noch Antibiotika und chirurgisch bei Abszessbildung. Zur Prophylaxe dienen Rhaghadenvermeidung und Hygiene.