Sonntag, 30. Juni 2013

Akute Bronchitis



Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien. Der Jahresgipfel befindet sich im Winter. Die Ursache der Akuten Bronchitis ist meist infektiös bedingt. Sie kann auch durch chemische Reize oder im Rahmen von einer generalisierten Viruserkrankung auftreten.

Die akute Bronchitis beginnt mit Schnupfen und Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Danach folgt ein trockener Husten, der in späterer Folge produktiv wird. Das Sputum ist zunächst glasig und später schleimig. Auch Brustschmerzen können auftreten. Fieber über 39°C ist selten.

Die Diagnostik der akuten Bronchitis erfolgt Klinisch durch eine körperliche Untersuchung. Bei der Auskultation sind Rasselgeräusche in der Lunge zu hören.

Die Behandlung der akuten Bronchitis erfolgt rein symptomatisch mit fiebersenkenden und eventuell schmerzlindernden Arzneimitteln. Bei behinderter Nasenatmung können Nasentropfen helfen. Die Gabe von Antibiotika ist nur bei einer bakteriellen Sekundärinfektion von Nöten.

Influenza



Die Influenza ist eine akute Infektion der Atemwege. Ursache hierfür sind Influenzaviren.  Das klinische Bild der Influenza ist sehr variabel. Es gibt erkältungsähnliche Verläufe bis toxische Formen. Nach einer Inkubationszeit von ein bis drei Tagen kommt es meist zu hohem Fieber. Die Betroffenen fühlen sich schwer krank und haben Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen. Weiters führt die Influenza zu trockenem Husten und Halsschmerzen. Auch andere Atemwegsbeschwerden wie Schnupfen können auftreten.

Die Diagnose der Influenza wird in der Regel klinisch gestellt. Ein Virusnachweis durch einen Schnelltest mit einem Rachenabstrich ist möglich. Serologische Blutuntersuchungen sind erst ab der zweiten Krankheitswoche aussagekräftig.

Komplikationen bei der Influenza sind möglich. Vor allem bei Abwehrgeschwächten, Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege, wie Viruspneumonie, Myokarditis, Gefäßschädigungen, Nervenentzündung, bakterielle Folgeinfektionen oder respiratorische Insuffizienz.

Die Therapie der Influenza erfolgt durch eine symptomatische Behandlung. Es werden vor allem fiebersenkende und schmerzlindernde Arzneimittel eingesetzt. Antibiotika werden bei bakteriellen Sekundärinfektionen gegeben. Antivirale Medikation ist nur bei komplikationsgefährdeten Patienten notwendig.

Samstag, 29. Juni 2013

Chronisch-venöse Insuffizienz



Die chronisch-venöse Insuffizienz ist eine Kombination von Venen- und Hautveränderungen bei länger bestehender primärer oder sekundärer Varikosis. Ursachen für diese Erkrankung sind eine schwere primäre Varikosis oder die tiefe Beinvenenthrombose.

Symptome der chronisch-venösen Insuffizienz sind Schweregefühl, Schwellneigung der Beine und Beinschmerzen. Je nach Lage kann es auch zu Ödemen, Pigmentstörungen der Haut, Entzündungen, Narben, Varizen und Ulcera Cruris kommen.

Die Diagnose der chronisch-venösen Insuffizienz erfolgt mittels Anamnese und klinischer Untersuchung.

Komplikationen bei dieser Erkrankung kann ein Ulcus cruris sein. Weiters kann es zur Ausbildung eines Erysipels kommen. Auch die Einsteifung des oberen Sprunggelenks ist möglich.

Die Therapie der chronisch-venösen Insuffizienz erfolgt durch die Behandlung der Grunderkrankung. Weiters werden Kompressionsverbände oder Kompressionsstrümpfe eingesetzt.

Die tiefe Venenthrombose



Bei der tiefen Venenthrombose handelt es sich um einen Verschluss einer tiefen Vene durch eine Thrombose. Hierfür besonders Gefährdet sind Alte Menschen, stark übergewichtige Personen, bettlägerige Patienten, Patienten mit Herzinsuffizienz und Patienten mit einer Thrombose in der Vorgeschichte. Risikofaktoren für eine tiefe Venenthrombose sind Veränderung der Blutströmung, Gefäßwandschädigung und veränderte Blutzusammensetzung mit erhöhter Gerinnbarkeit des Blutes.

Die Symptome einer tiefen Venenthrombose sind Schwere- und Spannungsgefühl am betroffenen Bein, Schwellung und Schmerzen beim Laufen. Außerdem tritt ein allgemeines Unwohlsein und mäßiges Fieber auf.

Die Diagnose der tiefen Venenthrombose wird mit Duplex-Sonographie, Kompressions-Sonographie und D-Dimer-Bestimmung gestellt. Gegebenenfalls wird eine Phlebographie und eine CT- oder MR-Phlebographie durchgeführt.

Komplikationen bei der tiefen Venenthrombose kann eine Lungenembolie sein. Hierdurch wird die Erkrankung oftmals entdeckt. Eine weitere Folge kann eine chronisch-venöse Insuffizienz sein.

Die Behandlung der tiefen Venenthrombose erfolgt mit der Gabe von Heparin, orale Antikoagulation und einer Thrombolysetherapie. Eventuell wird eine Thromboektomie durchgeführt.

Thrombophlebitis



Die Thrombophlebitis ist eine Entzündung und Thrombose einer oberflächlichen Vene. Sie ist die Folge einer vorgeschädigten Vene. Symptom der Thrombophlebitis ist ein derber, druckschmerzhafter Strang. Eventuell mit einer lokalen Schwellung. Die Umgebung ist gerötet und überwärmt.

Die Diagnose der Thrombophlebitis wird klinisch gestellt. Durch eine Duplex-Sonographie kann geklärt werden, ob auch die tiefen Venen betroffen sind. Blutbild und Blutkultur werden bei Verdacht auf bakterielle Beteiligung durchgeführt.

Bei der Behandlung der Thrombophlebitis ist es wichtig, dass der Patient keine Bettruhe erhält und dass er oder sie mit Kompressionsstrümpfen herumgeht. Nachts soll das betroffene Bein eingewickelt bleiben und hochgelagert sein. Weiters kalte Umschläge und Heparinsalbe zur Linderung der Beschwerden.

Thrombangiitis obliterans



Die Thrombangiitis obliterans ist eine chronisch-entzündliche Gefäßerkrankung mit Gefäßverschlüssen, die typischerweise an den distalen Extremitätenarterien auftritt. Am meisten tritt diese Erkrankung bei jungen rauchenden Männern auf.

Die Ursache der Thrombangiitis obliterans ist bisher unbekannt. Es wird vermutet, dass eine durch Tabakantigene ausgelöste Autoimmunreaktion für diese Krankheit verantwortlich ist.

Die Symptome der Thrombangiitis obliterans sind Hitze-, Taubheits- und Kältegefühl oder Sensibilitätsstörungen der Hände oder Füße. Weiters Schmerzen sowie trophische Störungen und Nekrosen im Bereich der Akren. In 50 Prozent der Fälle tretten auch Thrombophlebitiden auf.

Bei der Diagnostik der Thrombangiitis obliterans wird eine Verdachtsdiagnose bereits Klinisch gestellt. Durch eine Angiographie wird diese schließlich gesichert.

Bei der Behandlung der Thrombangiitis obliterans ist der Verzicht von Tabakprodukten wichtig. In vielen Fällen kommt es dann zum Stillstand der Erkrankung. Als medikamentöse Therapie werden Prostaglandine und Thrombozytenfunktionshemmer eingesetzt. Allerdings sind oftmals Amputationen notwendig.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Raynaud-Syndrom



Das Raynaud-Syndrom ist eine Anfallsweise Minderdurchblutung der Finger. In seltenen Fällen auch in den Zehen. Es wird unterteilt in primäres und sekundäres Raynaud-Syndrom.

Das Primäre Raynaud-Syndrom ist funktionell bedingt. Hier werden die Finger zunächst blass und kalt, dann zyanotisch und später kommt es zu einer Rötung durch die reaktive Mehrdurchblutung. Es entstehen bei dieser Form keine Organschäden.

Das Sekundäre Raynaud-Syndrom tritt im Rahmen einer Grunderkrankung auf. Zum Beispiel als Folge einer Sklerodermie oder einem systemischen Lupus erythematodes. Die Anfälle sind öfter und dauern länger an. Hier fehlt die Rötung des letzten Stadiums häufig und durch die Versorgungsstörung des Gewebes entstehen oft Nekrosen an den Fingerkuppen.

Die Therapie des Raynaud-Syndroms besteht im Vermeiden von Kälte und in einer Nikotinkarenz. Im akuten Anfall hilft eine Erwärmung der betroffenen Körperteile. Zum Beispiel durch Handschuhe. Als medikamentöse Therapie werden Kalziumantagonisten, Nitrate und Angiotensin-II-Antagonisten verabreicht. Bei der sekundären Form auch Prostaglandine.

Dienstag, 25. Juni 2013

Mesenterialinfarkt



Der Mesenterialinfarkt ist ein thrombotischer oder embolischer Verschluss einer Mesenterialarterie. Ursache hierfür ist eine lokale arteriosklerotische Gefäßverengung mit aufgepfropfter Thrombose oder eine arterielle Embolie.

Symptome des Mesenterialinfarktes sind starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall, Kreislaufreaktionen und Schock. Diagnostiziert wird der Mesenterialinfarkt mittels Duplex-Sonographie und eventuell mit einer Angiographie. Die Behandlung erfolgt durch eine chirurgische Entfernung des Embolus oder Thrombus.

Akuter arterieller Verschluss einer Extremitätenarterie



Ein akuter arterieller Verschluss einer Extremitätenarterie ist ein Durchblutungsstopp aufgrund einer plötzlichen Verlegung einer Arterie. Meist sind die unteren Extremitäten betroffen und es handelt sich dabei um einen gefäßchirurgischer Notfall.

Ursache des akuten arteriellen Verschlusses einer Extremitätenarterie ist vor allem die Embolie. Weiters kann es auch die Folge einer arteriellen Thrombose sein.

Symptome des akuten arteriellen Verschlusses einer Extremitätenarterie sind ein plötzlich eintretender starker Schmerz, Blässe des betroffenen Körperteils und eine Gefühlsstörung. Weiters eine Pulslosigkeit der Extremität, Bewegungseinschränkung und Schock.

Diagnose des akuten arteriellen Verschlusses einer Extremitätenarterie erfolgt mit Doppler-Ultraschall, Doplexuntersuchung, Arteriographie, EKG, Thoraxröntgen und Echokardiographie.

Die Behandlung erfolgt mit sofortiger Heparingabe und einer Schmerzbekämpfung mit Opiaten. Jede weitere therapeutische Maßnahme findet Chirurgisch statt.

Sonntag, 23. Juni 2013

PAVK



Bei der Peripheren Arteriellen Verschluss Krankheit (PAVK) handelt es sich um einen Verschluss einer peripheren Arterie. Ursache hierfür ist meist eine Arteriosklerose. Symptom dieser Erkrankung ist ein Kältegefühl und eine Gefühlsstörung in der betroffenen Extremität. Eine Mangelversorgung und in späterer Folge Nekrosebildung kann die Folge sein. Diagnostiziert wird die PAVK mittels CT und MRT. Die Therapie erfolgt durch die Legung eines Stents.

Arteriosklerose



Die Arteriosklerose ist eine Verhärtung und Verdickung der Arterienwand. Risikofaktoren für diese Erkrankung sind Nikotinabusus, arterielle Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, familiäre Disposition, Alter und Geschlecht sowie Übergewicht und Bewegungsmangel. Die Folgen der Arteriosklerose sind die periphere arterielle Verschlusskrankheit, akute arterielle Verschlüsse, Insuffizienz der Eingeweidearterien, arteriosklerotische Aneurysmen (vor allem in Bauch und Gehirn), die platzen und tödlich enden können und zerebrovaskuläre Insuffizienz sowie Multiinfarkt-Demenz oder auch die koronare Herzkrankheit.

Mitralklappenprolaps



Bei der Mitralklappenstenose ist die Mitralklappe zu große. Das Mitralsegel wölbt sich in den linken Vorhof. Es bereitet nur selten Beschwerden und wird daher nur zufällig diagnostiziert. Die Diagnose findet per Auskultation und Echokardiographie statt. Eine Behandlung ist nur bei schwer wiegenden Symptomen notwendig.

Samstag, 22. Juni 2013

Mitralklappeninsuffizienz



Bei der Mitralklappeninsuffizienz schließt sich die Mitralklappe bei der Ventrikelsystole nur ungenügend. Es vergrößern sich daher der linke Vorhof und der linke Ventrikel.

Die chronische Form dieser Erkrankung ist die Folge einer Dilatation der Herzkammern und des Klappenansatzringes. Es kommt zu einem Belastungsdyspnoe, Schwindel und zu Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz.

Bei der akuten Form entsteht durch eine Ruptur eines Teils des Mitralklappenapparates. Zum Beispiel als Folge eines Herzinfarktes. Dadurch folgt ein lebensbedrohliches Lungenödem.

Mitralklappenstenose



Die Mitralklappenstenose ist eine Spätfolge einer rheumatischen Endokarditis. Bei dieser Erkrankung kann sich der linke Vorhof schlechter entleeren und erweitert sich. Das Herzzeitvolumen wird herabgesetzt.

Die Symptome der Mitralklappenstenose sind Rötung beider Wangen, Lippenzyanose, Atemnot, Husten mit blutigem Sputum und im schlimmsten Fall ein Lungenödem. Diese Erkrankung begünstigt Vorhofflimmern und Vorhofthromben.

Primäre maligne Herztumore



Die Symptome der primären malignen Herztumore sind variabel. Es sind Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Angina-pectoris-ähnliche Beschwerden. Die Diagnostik ist wie bei benignen Tumoren: Echokardiographie, TEE und Kernspintomographie.

Die Prognose ist schlecht, da eine operative Entfernung nur selten möglich ist. Auch Chemo- und Radiotherapie sind erfolglos.

Freitag, 21. Juni 2013

Benigne Herztumore



Die benignen Herztumore sind selten. Ihre Symptome hängen von Lage und Größe des Tumors ab und können dem klinischen Bild einer Mitralklappenstenose sehr ähneln. Weiters kann diese Erkrankung zu einer arteriellen Embolie führen.

Die Diagnose erfolgt mittels Echokardiographie, TEE und Kernspintomographie. Benigne Tumore werden gleich nach Diagnose operativ entfernt. Die Prognose ist gut.

Kardiomyopathie



Unter der Kardiomyopathie versteht man alle Herzmuskelerkrankungen mit Funktionsstörungen des Herzens, die keine Reaktion auf andere Herz- oder Gefäßleiden darstellen. Bei den primären Kardiomyopathien unterteilt man in vier verschiedene Formen. Diese sind die Dilatative Kardiomyopathie, die Hypertrophische Kardiomyopathien, die Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie und die Restriktive Kardiomyopathie.

Dilatative Kardiomyopathie:
Die Dilatative Kardiomyopathie ist gekennzeichnet durch eine Kammererweiterung, bei der es eventuell zu einem mangelnden Verschluss der AV-Klappen und einer eingeschränkten Pumpleistung kommen kann. Diese Form beginnt meist im fünften Lebensjahrzehnt.

Die Symptome sind ein Engegefühl in der Brust, Herzstolpern, Synkopen und auch Zeichen einer Herzinsuffizienz. Diagnostiziert wird die Dilatative Kardiomyopathie mittels EKG, Thoraxröntgen, Echokardiographie, Herzkatheteruntersuchung und einer Endomyokardbiopsie.

Da es keine kausale Therapie gibt, werden nur die Symptome bekämpft.

Hypertrophische Kardiomyopathien:
Bei dieser Form kommt es zu einer Herzmuskelverdickung. Leitsymptome sind Atemnot bei Belastung, pektanginöse Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel und Synkopen. Die Diagnostik erfolgt mit Hilfe eines EKG, einer Echokardiographie und einer Herzkatheteruntersuchung. Therapiert wird mit Beta-Blocker und Kalziumantagonisten.

Arrhythmogene rechtsventrikukäre Kardiomyopathie:
Die Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie ist die häufige Ursache für den plötzlichen Herztod junger Sportler.

Restriktive Kardiomyopathie:
Diese Form ist in Mitteleuropa selten. Bei der Restriktiven Kardiomyopathie ist die Kammerfüllung durch die fibrosebedingten starren Ventrikelwände behindert. Vielfach bilden sich Thromben. Die Restriktive Kardiomyopathie führt zu einer Herzisuffizienz.

Sonntag, 16. Juni 2013

Perikarditis



Die Perikarditis ist eine Entzündung des Herzbeutels. Die Ursache dieser Erkrankung ist in 70% der Fälle unklar. Ansonsten kommen Bakterien, Viren und Autoimmunerkrankungen, aber auch Erkrankungen der Nachbarorgane oder Stoffwechselentgleisungen als Auslöser in Frage.

Die Symptome der Perikarditis sind allgemeine Schwäche, Atemnot, Beklemmungsgefühl im Liegen sowie lage- und atemabhängige Schmerzen. Diagnostiziert wird die Erkrankung mittels Auskultation, Echokardiographie, EKG, Thoraxröntgen, Laboruntersuchungen und eventuell einer Perikardpunktion.

Die Behandlung der Perikarditis erfolgt mittels Bettruhe für den Betroffenen, Schmerzbekämpfung, Entzündungshemmung und eventuell mit der Gabe von Antibiotika oder Immunsuppressiva.

Myokarditis



Die Myokarditis ist eine Entzündung der Muskelschicht des Herzens. Die häufigste Ursache sind Virusinfektionen. Weiters Ursachen sind Bakterien, Pilze, Toxine oder durch Kollagenosen.

Die Symptome der Myokarditis sind allgemeine Schwäche, Leistungsminderung, Fieber, Atemnot, Herzschmerzen und Herzrhythmusstörungen sowie Herzinsuffizienz.

Diagnostiziert wird diese Erkrankung durch Blutuntersuchungen, EKG, Echokardiographie und Kernspintomographie. Eventuell wird auch eine Herzbiopsie durchgeführt. Die Behandlung der Myokarditis erfolgt mit Antibiotika.

Endokarditis



Die Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut. Die Ursachen hierfür sind Bakterien im Rahmen einer Bakteriämie oder einer Sepsis. Eine weitere Ursache kann das rheumatische Fieber sein. Letzteres ist jedoch in Mitteleuropa selten.

Die Symptome der Endokarditis sind Fieber, Nachtschweiß, Schwäche, Gewichtsverlust und Anämie. Es kommt zu Herz- und Gelenkbeschwerden sowie zu petechialen Blutungen. Nach längerem Verlauf führt die Endokarditis zu einer Linksherzinsuffizienz.

Diagnostiziert wird die Endokarditis mittels Erregernachweis in Blutkulturen. Außerdem ist die Milz vergrößert.

Komplikationen bei der Endikarditis können eine Klappenzerstörung, Ablagerung auf den Herzklappen mit septischen Embolien in Gehirn, Nieren und anderen Organen sowie das Multiorganversagen.

Die Behandlung der Endokarditis erfolgt mit einer Antibiotikatherapie, die mehrere Wochen intravenös und evtl. einige Zeit noch oral abläuft. Eventuell ist eine Operation erforderlich. Dies ist bei einer Linksherzinsuffizienz, Abszessbildung oder bei Perforationen notwendig.

Samstag, 15. Juni 2013

Das Lungenödem



Das Lungenödem ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Lungeninterstitium oder den Lungenalveolen. Die Ursache hierfür ist eine Linksherzinsuffizienz, Überwässerung oder Proteinmangel, Infekte, anaphylaktischer Schock oder auch toxische Reaktionen.

Symptome des Lungenödems sind Husten und Atemnot, brodelnde feuchte Rasselgeräusche und schaumig-rotes Sputum. Weiters ist der Patient zyanotisch, unruhig und hat Todesangst. Außerdem ist die Herzfrequenz erhöht.

Zur Diagnose des Lungenödems dienen das EKG, die Echokardiographie, eine Blutgasanalyse und ein Thoraxröntgen. Die Behandlung besteht im ausstrahlen von Ruhe und dem Vermeiden von Hektik. Der Oberkörper des Patienten soll hoch und die Beine tief gelagert sein. Die Atemwege müssen freigemacht werden. Weiters gibt es eine Sauerstoffgabe und Nitroglycerin.

Freitag, 14. Juni 2013

Koronare Herzkrankheit



Die Koronare Herzkrankheit ist eine Mangeldurchblutung sowie ein dadurch verursachter Sauerstoffmangel des Herzmuskels. Verursacht ist dieser Erkrankung durch stenosierte oder verschlossene Koronararterien. Die Risikofaktoren für die Koronare Herzkrankheit sind hohes LDL- oder niedriges HDL-Cholesterien, Rauchen, Arterielle Hypertonie, Diabetes Mellitus, genetische Faktoren, körperliche Inaktivität, Übergewicht und psychosoziale Faktoren.

Diagnostiziert wird die Koronare Herzkrankheit mittels Ruhe-EKG, Echokardiographie, einem Belastungstest und gegebenenfalls einem Langzeit-EKG. Zur definitiven Klärung und Therapieplanung dient die Koronarangiographie.

Die Koronare Herzkrankheit kann sich in verschiedenen Formen Manifestieren. Dies sind die Stabile Angina-pectoris, Akutes Koronarsyndrom, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder der Plötzliche Herztod.

Symptome eines Angina-pectoris-Anfälles sind Sekunden bis Minuten anhaltende, dumpf-drückende Schmerzen im Brustkorb, Beklemmung und Engegefühl in der Brust und eine Ausstrahlung der Schmerzen in linken Arm, Rücken, Oberbauch, rechten Arm, Hals und in den Kiefer. Auslöser sind körperliche oder psychische Belastungen, aber auch Kälte oder schwere Mahlzeiten.

Samstag, 1. Juni 2013

Zyanose



Die Zyanose ist eine bläulich-rote Verfärbung der Haut oder Schleimhaut. Sie wird hervorgerufen durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes und ist gut sichtbar im Bereich der Lippen und der Akren. Die Zyanose wird in zwei Formen unterschieden. Zentrale Zyanose und periphere Zyanose.

Bei der zentralen Zyanose ist die arterielle Sauerstoffsättigung vermindert. Ursachen hierfür sind Lungenerkrankungen mit Behinderung des Gasaustausches, Lungenembolie oder Herzfehler.

Bei der peripheren Zyanose werden zwar die Blutkörperchen mit ausreichend Sauerstoff beladen, jedoch wird im Gewebe dem Blut vermehrt Sauerstoff entzogen. Die Ursache hierfür ist meist eine verlangsamte Blutzirkulation. Bei der peripheren Zyanose tritt häufig Atemnot auf. Weitere Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Alkoholkranke werden jünger



Nachdem in Österreich die Zahl der Alkoholabhängigen konstant geblieben war, nimmt sie nun wieder zu. Derzeit sind hier zu Lande 350.000 Menschen betroffen.

Auch das Einstiegsalter hat sich verändert. Vor zwanzig Jahren lag der erste Alkoholkonsum im fünfzehnten Lebensjahr. Mittlerweile zwischen dem elften und zwölften Lebensjahr.

Weiters haben die Frauen aufgeholt. Noch vor zwanzig Jahren lag das Verhältnis Mann zu Frau bei vier zu eins. Derzeit bei 3,2 zu 1. Erwartet wird, dass dieses Verhältnis in dreißig Jahren bei zwei zu eins liegen wird.