Körperpflege
In der Schwangerschaft ist ein
Wechselduschen empfohlen. Also das mehrfache Abduschen mit warmem und kaltem
Wasser. Durch Bauchmassagen können Striae (Schwangerschaftsstreifen) vorgebeugt
werden. Wichtig ist auch eine gründliche Intimpflege.
Berufstätigkeit
Die Berufstätigkeit ist gesetzlich
geregelt. Es wird beschrieben, welche Tätigkeiten, Tagesarbeitszeiten und Orte
eine werdende Mutter nicht verrichten darf. Weiters darf acht Wochen vor und
nach der Geburt in Österreich nicht gearbeitet werden.
Geburtsvorbereitungskurse
Ein Geburtsvorbereitungskurs
dient dem Erfahrungsaustausch sowie aus Informationen über den physiologischen
Geburtsvorgang. Auch ein kennen lernen von Geburtsmethoden und –positionen, Möglichkeiten
der Geburtserleichterung und dem Handling und Umgang mit Neugeborenen steht auf
dem Programm.
Entbindungsorte
Grundsätzlich gibt es vier
verschiedene Möglichkeiten. Dies sind Krankenhaus, eine ambulante Entbindung, Geburtshäuser
und die Hausgeburt.
Das Krankenhaus
ist die häufigste gewählte Möglichkeit. Hier besteht oft die Möglichkeit von
Rooming-in (Kind mit Mutter im Zimmer).
Die ambulante
Geburt findet in einem Krankenhaus, einer gynäkologische Ordination oder einem
Geburtshaus statt. Hierbei bleibt die Frau mit dem Kind nicht mehrere Tage im
Krankenhaus, sondern kehrt nach einer Beobachtungszeit von vier bis
vierundzwanzig Stunden nach Hause zurück. Vorraussetzung für diese Möglichkeit
ist komplikationslose Geburt. Weiters sollte beachtet werden, dass eine Hebamme
für Hausbesuch gefunden werden muss. Dies hat Innerhalb der nächsten zehn Tage
zu geschehen.
In einem Geburtshaus
findet die Geburt unter Leitung einer Hebamme ambulant statt. Dies geschieht
mit Vor- und Nachbetreuung.
Bei der Hausgeburt
sollten bestimmte Vorraussetzungen gegeben sein. Dies betrifft die Betreuung
durch eine Hebamme und die Möglichkeit im Notfall schnell eine geburtshilfliche
Einrichtung zu erreichen. Weiters empfiehlt sich eine Beratung mit dem
Gynäkologen. Auch sollte das Wissen, dass selbst nach einer problemlosen
Schwangerschaft Geburtskomplikationen auftreten können, vorhanden sein.
Wehen
Eine Wehe ist
eine Muskelkontraktion der Gebärmutter. Die Wehen werden in drei Arten
unterschieden:
- Schwangerschaftswehen
- Senkwehen/Vorwehen
- Eröffnungs-, Austreibungs- und Presswehen
Jede Wehe
verläuft in einem bestimmten Schema ab. Sie steigt langsam zu einem Gipfelpunkt
und flaut dann wieder ab. Eine Wehe dauert ca. zwanzig bis sechzig Sekunden und
dazwischen gibt es eine Wehenpause, dessen Umfang anfangs fünf bis zehn Minuten
betragen und im Laufe der Geburt abnehmen. Die Wehenpausen dienen dem
Sauerstoffzufuhr an die Muskeln.
Geburtsbegleitung durch die Hebamme
Die
Geburtseinleitung durch die Hebamme erfolgt sehr individuell. Sie besteht aus geburtserleichternden
Maßnahmen. Dies sind ein wehen anregendes und entspannendes Vollbad oder dusche,
Akupunktur, Massagen und Homöopathie. Eventuell auch eine Unterstützung der
Darmentleerung mit einem Clymol.
In der
Geburtsvorbereitung soll die Schwangere das Becken hoch lagern und liegen um
Probleme vorzubeugen. Weiters gibt es eine Nahrungskarenz, es wird auf die Flüssigkeitszufuhr
geachtet und bei lang andauernden Geburten bekommt die werdende Mutter eine
Infusion.
In dieser
Phase werden die Vitalzeichen kontrolliert. Auch CTG (Herztonwehenschreibung)
Kontrollen werden durchgeführt. Wichtig ist weiters der Schutz des Damms, da
dieser bei einer Geburt einreißen kann.
Maßnahmen nach der Geburt
Das Abnabeln
findet zirka eine Minute nach Auspulsieren der Nabelschnur statt. Das Baby wird
mit einem vorgewärmten Tuch abgetrocknet und der Mutter zum Anlegen gegeben.
Anschließend wird der AGPAR Score erhoben und das Kind inspiziert, sowie
gewogen und gemessen. Zusätzlich wird die Cred`sche Prophylaxe durchgeführt.
Das AGPAR –
Schema ist eine Einstufung des Neugeborenen in einem Punktesystem, wo es für
jede Untersuchung jeweils null bis zwei Punkte gibt. Angeschaut wird:
- Atmung
- Puls
- Grundtonus
- Aussehen
- Reflexe
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