Sonntag, 29. Januar 2012

Was ist Schluckauf?

Jeder hat das Problem mit Schluckauf schon Mal gehabt. Die einen öfters als andere. Aber was ist Schluckauf überhaupt? Was bringt es? Und wozu ist es gut?

Der Reflex des Schluckaufs entsteht schon vor der Geburt und hat den Zweck, die Lungenflügel vor dem Eindringen von Flüssigkeiten zu schützen. Da der Embryo das Atmen übt um nach der Geburt sofort eigenständig sich Sauerstoff zu zuführen, benötigt er oder sie diesen Reflex. Würde es diesen nicht geben, würde das Fruchtwasser in die Lunge des Ungeborenen fließen. Dies würde das Ertrinken, sowie den Tod des Embryos bedeuten.

Beim Säugling verhindert das Schluckauf das versehentliche einatmen der Muttermilch. Im späteren Leben, also ab dem Kleinkindalter gibt es vier Gründe für Schluckauf:
• Speisereste oder Fremdkörper in der Speiseröhre (physiologischer Auslöser im Gegensatz zu den folgenden pathologischen)
• Zentral-Störung im Zentralnervensystem, z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung (anhaltender Schluckauf kann das erste Zeichen für eine Subarachnoidalblutung sein), Hirntumor, Enzephalitis
• Störungen/Läsionen im Verlauf des Nervus phrenicus
• Störungen am Zwerchfell (z. B. Subphrenischer Abszess)

Zur Behandlung von Schluckauf empfiehlt die medizinische Fachliteratur unter anderem eine pharmakologische Behandlung, wie zum Beispiel mit Cannabis, aber auch unorthodoxe Formen. Darunter Orgasmen, rektale Massage per Finger oder die nasale Anwendung von Essig.

Weiter Informationen unter:
http://cfp.highwire.org/content/46/8/1631.full.pdf+html?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&author1=Peleg&searchid=1&FIRSTINDEX=0&sortspec=relevance&resourcetype=HWCIT
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2299306?dopt=AbstractPlus
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17515134?dopt=AbstractPlus

Montag, 23. Januar 2012

Kostenfaktor Übergewicht

Laut einer Studie der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, sind Behandlungskosten bei adipösen Patienten deutlich teurer, als bei Normalgewichtigen. Der Grund hierfür ist simpel: Übergewichtige Menschen werden häufiger Krank.

Elizabeth Wick, die die Studie erstellt hat, untersuchte Patienten von Darmoperationen. Sie stellte fest, dass bei extrem übergewichtigen Patienten in 14,5 Prozent der Fällen Komplikationen auftraten. Hingegen bei Normalgewichtigen waren dies nur 9,5 Prozent. Das ist immerhin eine Differenz von ganzen fünf Prozent. Dazu kommt noch, dass Adipöse deutlich häufiger wieder ins Krankenhaus müssen und dazu auch längere Aufenthalte benötigen.

Laut Salzburger Nachrichten, kosten übergewichtige Menschen der amerikanischen Wirtschaft ganze 52 Milliarden Euro. In Österreich ist der Schaden nicht ganz so hoch, doch mit 1,1 Milliarden Euro, dennoch ein erheblicher Kostenfaktor für unser Gesundheitssystem. Demnach ist Übergewicht ein deutlich Schlimmeres Problem als der Konsum von Tabakprodukten, dessen jährlicher Schaden auf rund 600 Millionen Euro bezieht.

Gründe, weshalb Adipositas unser Gesundheitssystem so dermaßen belastet, gibt es zu genüge. Man muss sich nur anschauen, für was diese Erkrankung ein erhöhter Risikofaktor sowie auch Verursacher darstellt. Einige Beispiele sind Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Osteoarthritis und Krebserkrankungen wie in Brust, Dickdarm, Gebärmutter, Niere, Galle und Prostata.

Risikofaktoren für Übergewicht sind unter anderem Fast Food, zu viel Fernsehen und zu wenig Sport, aber auch Schichtzugehörigkeit und Bildungsgrad.