Das Wort
Schizophrenie kommt aus dem griechischen. Es besteht aus den zwei Wörtern skizo
(„spalten“) und phren („Verstand, Gemüt“). Es ist einer der Häufigsten
Diagnosen im stationären Bereich der Psychiatrie. Schizophrenie hat allerdings
nichts mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Der Begriff wurde von dem
Schweizer Psychiater Eugen Bleuler 1911 geprägt.
Die
Schizophrenie sind Störungen des Denkablaufs sowie Wahn und Halluzinationen,
des Erlebens der eigenen Person in der Umwelt. Weitere Symptome sind die
Veränderung der Gemütslage und die Störungen des Wollen, Handeln und
Ich-Erleben.
Wahn und
Halluzinationen kommen auch in anderen psychiatrischen Störungen und
organischen Gehirnerkrankungen vor.
Des Weiteren
verändert sich auch die Motorik des Betroffenen, in dem sich der gesamte
Bewegungsablauf verlangsamt. Unkoordiniert wirkende Bewegungen erzeugen eine
gewisse Plumpheit und Ungeschicklichkeit. Der Betroffene erleidet außerdem
einen Verlust von Spontaneität und Initiative sowie das Interesse an der
eigenen Person und der Umwelt.
Bei der
Schizophrenie unterscheidet man unter mehrere verschiedene Arten, wie zum
Beispiel unter paranoide Schizophrenie, Hebephrenie, Katatone Schizophrenie und
Schizophrenia Simplex.
Als mögliche
Ursachen der Schizophrenie werden Soziale und Biologische Gründe genannt. Über
die genaue Ursache sind sich die Forscher uneinig. Hypothesen über die Ursache
der Schizophrenie gibt es Einzelbefunde aus allen Forschungsbereichen, die
zumindest einige Aspekte zu erklären scheinen.
Die Anzeichen
bei Jugendlichen sind:
- Stimmungslabilität
- Rückzug aus dem familiären Leben
- Apathie vor allem
- Der Verlust des Interesses
Anzeichen bei
Erwachsenen:
- Nicht beobachtete Reizbarkeit
- Aggressivität
- Klagen über Angstzustände oder Depressionen
- Nachlassen der Leistungen
- Entschlussunfähigkeit und Vernachlässigung des Äußeren
- Der Abbruch sozialer Kontakte
- Die zunehmende Isolation
Einer Studie zu
Folge, die in dem Zeitraum von 1955 bis 1964 gemacht wurde, sind die Hälfte
aller psychisch kranken Gewalttäter Schizophrene. Allerdings begehen nur von 10
000 Schizophrenen 5 eine Gewalttat. Der Wahn ist meist das Motiv und die
Mehrzahl der Täter ist Männlich. Die Tat richtet sich meistens gegen Verwandte
oder Freunde, aber auch gegen Autoritätspersonen, prominente Politiker,
Geistliche, Richter oder Ärzte. Die meisten Gewalttaten von Schizophrenen
hätten durch rechtzeitige Behandlung verhindert werden können.
1% der
Weltbevölkerung erkrankt im laufe des Lebens an Schizophrenie. Eine
Untersuchung der WHO in 10 verschiedenen Ländern zu folge, ist das Risiko an
Schizophrenie zu erkranken mit 1% in jedem Land gleich hoch. Es besteht kein
unterschied zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern.
Der Beginn der
Schizophrenie ist selten vor der Pubertät, sonder meistens zwischen 15 und 35.
Ersterkrankungen nach dem vierzigsten Lebensjahr werden als Spätschizophrenie
bezeichnet und treten überwiegend bei Frauen auf. Nach dem fünfzigsten
Lebensjahr scheint es kaum Ersterkrankungen zu geben. Die Wahrscheinlichkeit
einer Schizophrenie Erkrankung ist bei Männern und Frauen gleich. Bei Männern
ist der Ausbruch einer Erkrankung zwischen 15 und 25 und bei Frauen zwischen 20
und 29. Man vermutet, dass die Hormone Östrogen bei den Frauen den Ausbruch der
Krankheit länger zurückhält und das Testosteron bei den Männern den Ausbruch
fördert.
Bei der
Überwiegenden Mehrheit der Betroffenen können die Symptome teilweise
unterdrückt werden, aber die Schizophrenie lässt sich nicht heilen, also
ursächlich behandeln. Die Behandlung erfordert meistens eine medizinische
Betreuung über viele Jahre oder Jahrzehnte. Der Arzt muss über eine
Klinikeinweisung entscheiden. Dies kann oft zu einer Entlastung der Familie
führen, da der Betroffene eine intensive Betreuung benötigt und das familiäre
Wohl belastet. Die Behandlung erfolgt durch Medikamente und Psychotherapie.
Zusätzlich kommt eine Bewegungs-, Kunst- und Beschäftigungstherapie und eine
Arbeits- und Sozialtherapie.
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