Das Lernen ist der Erwerb von
Gewohnheiten in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise im Handeln, Denken und
in der Gefühlswelt. Es dient der Anpassung an die jeweiligen
Umweltgegebenheiten.
Es gibt verschiedene Arten des
Lernens. Das Signallernen, auch bekannt als klassische Konditionierung, ist ein
sehr elementares Lernen und betrifft das lernen von Gefühlen und Einstellungen.
Beim Verstärkungslernen spielt Lob und Tadel eine wichtige Rolle. Das
Beobachtungslernen über lernen durch Nachahmen. Also durch zusehen und selber
machen. Das Bestrafungslernen erfolgt über Verstärkung und Bestrafung.
SQR3
Das SQR3 (Survey Question Read
Recite Review) ist eine Lernstrategie in fünf Schritten. Es beginnt mit dem
Überblick gewinnen. Hier erfolgt am Anfang das Durchblättern der Unterlagen und
dem hervorheben wichtiger Punkte. Weiters wird die Inhaltsübersicht studieren,
eine Zusammenfassung gelesen und die Unterlagen geordnet.
In Schritt zwei werden Fragen
gestellt. Es handelt sich dabei um Fragen zum Lernziel, zur Motivation und zum
Inhalt.
Hierauf erfolgt der dritte
Schritt. Diese Phase wird das aktive Lernen genannt. Es wird die Lernzeit
einteilen. Pausen geplant. Weiters ist auch die Entspannung und ein
ausreichender Schlaf von hoher Bedeutung.
Im vierten Schritt wird das
wichtigste Zusammengefasst. Es ist eine Verständnisprüfung und Vertiefung im
Gedächtnis.
Im letzten Schritt wird
abschließend wiederholt. Es geht um das Wiederholen des Lernstoffs um ein
Vergessen zu verhindern.
Lernkartei
Eine weitere Form des Lernens
stellt die Lernkartei dar. Hierbei erklärt die Rückseite die Vorderseite. Die
Karten werden in einer Schachtel verstaut und mehrmals in kurzen Intervallen
wiederholt. Eine gelernte Karte kommt in ein zweites Fach und die nicht
gelernten Karten zurück ins erste Fach. Diese werden täglich wiederholt. Die
Karten im zweiten Fach alle zwei tage. Wenn immer gewusst in ein drittes Fach.
Lernhemmungen
Es gibt die verschiedensten
Lernhemmungen, die ein Weiterkommen beim Lernen erschweren oder auch unmöglich
machen. Bei der assoziativen Hemmung wird eine gelernte Verbindung durch eine
neue Verbindung gehemmt.
Folgt auf Lernvorgang A ein
Lernvorgang B, wird Ergebnis A beeinträchtigt. Dies nennt man eine retroaktive
Hemmung.
Die proaktive Hemmung entsteht,
wenn auf Lernvorgang A der Lernvorgang B folgt. Dadurch wird Ergebnis B
beeinträchtigt.
Folgt auf Lernvorgang B die
Reproduktion A, wird Reproduktion A beeinträchtigt. In diesem Fall liegt eine
ekphorische Hemmung vor.
Die affektive Hemmung entsteht, wenn
auf Lernvorgang A eine starke Erregung folgt. Dadurch wird die Reproduktion A
beeinträchtigt.
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