Sonntag, 17. Februar 2013

Demenz



Als Demenz bezeichnet man eine Erkrankung, die ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und so zur Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt. Sie geht meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einher. Betroffen ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik sowie bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur.

Stadien der Demenz
Die Demenz wird drei Stadien eingeteilt. Dies sind Das bedrohte Ich, Das verwirrte Ich und Das versunkene Ich.
Beim bedrohten Ich befindet sich der Patient im Anfangsstadium der Krankheit. Er oder sie begreift das Gedächtnisproblem, kompensiert oder leugnet es jedoch. Stress und Angst sorgen dafür, dass der Patient sich zurückzieht. Die betroffene Person vermeidet soziale Kontakte.
Beim verwirrten Ich wohnt der Patient meist schon in einem Alters- oder Pflegeheim und lebt meist in der Vergangenheit. Zum Beispiel glauben die Betroffenen, dass die Eltern noch leben.
Im Stadium des versunkenen Ich verbringt der Patient die meiste Zeit nur noch im Bett. Er oder sie redet nicht mehr und spricht nur mehr auf Berührungsreize an. Betroffene reagieren nur auf Essen und Trinken.

Formen der Demenz
Bei der Demenz gibt es viele verschiedene Formen. Die wichtigsten sind die Alzheimer-Krankheit, die Frontotemporale Demenz, die Vaskuläre Demenz und die Lewy-Body-Demenz.

Symptome bei Alzheimer sind vor allem kognitive Probleme wie Gedächtnis- und Wortfindungsprobleme, Prospagnosie, Kleidungsaproxie, Orientierungsprobleme in Zeit und Ort und Verwahrlosung. Weiters auch Verhaltensprobleme wie Argwohn, Misstrauen und Angst.

Die Frontotemporale Demenz beginnt in einem relativ jungen Lebensalter. Erste Probleme treten in Beruf und Partnerschaft auf. Zuerst kommen Verhaltensprobleme und anschließend Probleme mit dem Denken. Es kommt zu Sprachstörungen und soziale Situationen werden schlecht eingeschätzt.
Die Krankheit beginnt mit sozialer Vergrobung und Verrohung, Enthemmung, Ruhelosigkeit und Störungen bei den ausführenden Funktionen.
Bei den Problemen mit dem Denken kommt es zu einer Verschlechterung des Gedächtnisses, Verarmung der Sprache, Wortfindungsprobleme und Abnahme der Fähigkeit abstrakt zu denken.

Die Symptome einer vaskulären Demenz sind Störungen in der Psychomotorik und Körpermotorik sowie der Aufmerksamkeit und der Konzentration. Weiters Gedächtnisprobleme in Form der Wiedergabe von Erinnerungen, Harninkontinenz und der Verlauf erfolgt in sprunghaften Verschlechterungen. Die Betroffenen haben ein gutes Krankheitsbewusstsein.

Bei der Lewy-Body-Demenz kommt es zu Halluzinationen, reduzierte Mimik, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Störungen beim Planen und Ausführen von Handlungen, Fallneigung und Gleichgewichtsstörungen und Vergesslichkeit. Die Betroffenen haben klare und weniger klare Tage.

Untersuchungen
Klinische Untersuchungen bei verdacht auf Demenz sind die Beobachtung der körperlichen Gestalt, Fähigkeit zum Ausziehen und Aufhängen von Gewand und Selbstvertrauen oder Unsicherheit sowie körperliche Untersuchungen der Schilddrüse, Herz- und Gefäßsystem, neurologische Prüfung und Zustand der Sinne.

Die wichtigsten Untersuchungen um eine Demenz feststellen zu können sind der Uhren-zeichen-Test, der Mini-Mental-Status-Test (MMST) und der Frontal-Assessment-Battery-Test (FAB).
Beim Uhren-Zeichen-Test wird das räumliche Vorstellungsvermögen geprüft. Dies geschieht indem der Patient eine Uhr mit Ziffern und Zeigern zeichnen soll. Auf dieser Uhr soll es zehn Minuten vor Elf Uhr sein. Die Auswertung erfolgt in einem Punktesystem, wo es für die Kontur zwei Punkte, für Ziffern und Zeiger jeweils bis zu fünf Punkte und alles weitere zwei Punkte gibt.
Der Mini-Mental-Status-Test prüft die kognitiven Bereiche. Dies sind die Orientierung in Zeit und Ort, Registrierung (drei Wörter hören und nachsprechen), Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache und Konstruktion (Nachzeichnen eines Kubus). Auch hier erfolgt die Auswertung in einem Punktesystem.
Beim Frontal-Assesment-Battery-Test wird dem Patienten eine Aufgabe gestellt. Die zu testende Person soll nachdem der Tester einmal geklopft hat, zwei Mal klopfen und wenn der Tester zwei Mal klopft, nur einmal klopfen. Weiters soll der Patient ein gemeinsames Merkmal eines Apfels und einer Birne nennen.

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