Sonntag, 9. September 2012

Lernen



Das Lernen ist der Erwerb von Gewohnheiten in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise im Handeln, Denken und in der Gefühlswelt. Es dient der Anpassung an die jeweiligen Umweltgegebenheiten.

Es gibt verschiedene Arten des Lernens. Das Signallernen, auch bekannt als klassische Konditionierung, ist ein sehr elementares Lernen und betrifft das lernen von Gefühlen und Einstellungen. Beim Verstärkungslernen spielt Lob und Tadel eine wichtige Rolle. Das Beobachtungslernen über lernen durch Nachahmen. Also durch zusehen und selber machen. Das Bestrafungslernen erfolgt über Verstärkung und Bestrafung.

SQR3
Das SQR3 (Survey Question Read Recite Review) ist eine Lernstrategie in fünf Schritten. Es beginnt mit dem Überblick gewinnen. Hier erfolgt am Anfang das Durchblättern der Unterlagen und dem hervorheben wichtiger Punkte. Weiters wird die Inhaltsübersicht studieren, eine Zusammenfassung gelesen und die Unterlagen geordnet.

In Schritt zwei werden Fragen gestellt. Es handelt sich dabei um Fragen zum Lernziel, zur Motivation und zum Inhalt.

Hierauf erfolgt der dritte Schritt. Diese Phase wird das aktive Lernen genannt. Es wird die Lernzeit einteilen. Pausen geplant. Weiters ist auch die Entspannung und ein ausreichender Schlaf von hoher Bedeutung.

Im vierten Schritt wird das wichtigste Zusammengefasst. Es ist eine Verständnisprüfung und Vertiefung im Gedächtnis.

Im letzten Schritt wird abschließend wiederholt. Es geht um das Wiederholen des Lernstoffs um ein Vergessen zu verhindern.

Lernkartei
Eine weitere Form des Lernens stellt die Lernkartei dar. Hierbei erklärt die Rückseite die Vorderseite. Die Karten werden in einer Schachtel verstaut und mehrmals in kurzen Intervallen wiederholt. Eine gelernte Karte kommt in ein zweites Fach und die nicht gelernten Karten zurück ins erste Fach. Diese werden täglich wiederholt. Die Karten im zweiten Fach alle zwei tage. Wenn immer gewusst in ein drittes Fach.

Lernhemmungen
Es gibt die verschiedensten Lernhemmungen, die ein Weiterkommen beim Lernen erschweren oder auch unmöglich machen. Bei der assoziativen Hemmung wird eine gelernte Verbindung durch eine neue Verbindung gehemmt.

Folgt auf Lernvorgang A ein Lernvorgang B, wird Ergebnis A beeinträchtigt. Dies nennt man eine retroaktive Hemmung.

Die proaktive Hemmung entsteht, wenn auf Lernvorgang A der Lernvorgang B folgt. Dadurch wird Ergebnis B beeinträchtigt.

Folgt auf Lernvorgang B die Reproduktion A, wird Reproduktion A beeinträchtigt. In diesem Fall liegt eine ekphorische Hemmung vor.

Die affektive Hemmung entsteht, wenn auf Lernvorgang A eine starke Erregung folgt. Dadurch wird die Reproduktion A beeinträchtigt.

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