Donnerstag, 27. September 2012

Hormone der Nebennierenrinde und des Nebennierenmarks



Nebennierenrinde:
Die Nebennierenrinde ist der größte Teil der Nebenniere. Sie besteht aus drei Schichten. Dies sind die Zona glomerulosa, Zona fasciculata und die Zona reticularis.

In der Zona glomerulosa werden Mineralokorticoide (z.B. Aldosteron) produziert. Das Aldosteron wird durch Renin stimuliert und wirkt vor allem auf die Niere. Weiters leistet es eine Mithilfe an der Regulation vom Elektrolyt- und Wasserhaushalt sowie des Blutvolumens und des Blutdrucks. Aldosteron fördert Natrium- und Wasserrückresorption in die Niere und erhöht die Kaliumausscheidung.

Die Zona fasciculata produziert Glukortikoide (z.B. Kortisol, Kortison und Kortikosteron). Diese bewirken eine Steigerung der Glukoneogenese. Auch sind sie für den Eiweißabbau in Muskulatur, Haut- und Fettgewebe verantwortlich. Weiters erledigen diese Hormone den Fettabbau in der Peripherie.

In der Zona reticularis werden Sexualhormone (z.B. Androgene) produziert. Bei Frau Hauptbildungsort der Androgene. Das wichtigste Androgen der Nebennierenrinde ist DHEA (Dehydroepiandrosteron), welches in den Zielzellen zu Testosteron und Östrogenen umgewandelt wird. Weiters sind in Pubertät Androgene der Nebennierenrinde für das Wachstum wichtig.

Nebennierenmark:
Im Nebennierenmark sind hoch spezialisierte Neurone des Sympathikus zu finden. Durch Stimulation von vegetativen Neuronen des Zentralennervensystems werden Adrenalin und Noradrenalin ins Blut ausgeschüttet. Kommt es zu einer Stresssituation, werden diese in großen Mengen ausgeschüttet.

Eine Stresssituation erfolgt über zwei Reaktionsketten. In der Ersten wird der Hypothalamus aktiviert und die CRH (Corticotropin-releasing Hormone) Ausschüttung beginnt. Dadurch wird in der Hypophyse ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) freigesetzt. Dies bewirkt in der Nebennierenrinde die Ausschüttung von Glukortikoiden.

In der Zweiten wird über den Sympathikus das Nebennierenmark aktiviert. Es kommt zur Ausschüttung von einem Katecholamingemisch. Dieses besteht zu 80% aus Adrenalin und zu 20% aus Noradrenalin.

Katecholamine wirken Kurzfristig. Es werden die lebenswichtigen Organe aktiviert, die Herzschlagfrequenz und –kontraktionskraft nehmen zu und die Durchblutung von Haut und inneren Organen reduziert sich. Dadurch werden Organe zur Bewältigung der Stresssituation besser durchblutet, welche in der Regel beanspruchte Skelettmuskeln, Herzmuskel und Lunge sind. Daher weiten sich die Bronchien um mehr Sauerstoff bereitstellen zu können. Die Leber gibt mehr Glukose ins Blut frei. Und die Denkvorgänge werden zugunsten vorprogrammierter Reflexe blockiert.

Dauert eine solche Stressreaktion länger an oder kehrt diese immer wieder zurück (Dauerstress), hat dies schlechte Folgen für den Körper. Hierdurch wird das Schlafverhalten wird negativ beeinflusst. Es tritt eine Schwächung des Immunsystems ein und die Lern- und Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Auch kann es zu Spannungskopfschmerzen kommen.

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