Nebennierenrinde:
Die Nebennierenrinde ist der größte Teil der Nebenniere. Sie
besteht aus drei Schichten. Dies
sind die Zona glomerulosa, Zona fasciculata und die Zona reticularis.
In der Zona glomerulosa werden Mineralokorticoide (z.B.
Aldosteron) produziert. Das Aldosteron wird durch Renin stimuliert und wirkt
vor allem auf die Niere. Weiters leistet es eine Mithilfe an der Regulation vom
Elektrolyt- und Wasserhaushalt sowie des Blutvolumens und des Blutdrucks.
Aldosteron fördert Natrium- und Wasserrückresorption in die Niere und erhöht
die Kaliumausscheidung.
Die Zona fasciculata produziert Glukortikoide (z.B.
Kortisol, Kortison und Kortikosteron). Diese bewirken eine Steigerung der
Glukoneogenese. Auch sind sie für den Eiweißabbau in Muskulatur, Haut- und
Fettgewebe verantwortlich. Weiters erledigen diese Hormone den Fettabbau in der
Peripherie.
In der Zona reticularis werden Sexualhormone (z.B. Androgene)
produziert. Bei Frau Hauptbildungsort der Androgene. Das wichtigste Androgen
der Nebennierenrinde ist DHEA (Dehydroepiandrosteron), welches in den
Zielzellen zu Testosteron und Östrogenen umgewandelt wird. Weiters sind in
Pubertät Androgene der Nebennierenrinde für das Wachstum wichtig.
Nebennierenmark:
Im Nebennierenmark sind hoch spezialisierte Neurone des
Sympathikus zu finden. Durch Stimulation von vegetativen Neuronen des Zentralennervensystems
werden Adrenalin und Noradrenalin ins Blut ausgeschüttet. Kommt es zu einer
Stresssituation, werden diese in großen Mengen ausgeschüttet.
Eine Stresssituation erfolgt über zwei Reaktionsketten. In
der Ersten wird der Hypothalamus aktiviert und die CRH (Corticotropin-releasing
Hormone) Ausschüttung beginnt. Dadurch wird in der Hypophyse ACTH (Adrenocorticotropes
Hormon) freigesetzt. Dies bewirkt in der Nebennierenrinde die Ausschüttung von
Glukortikoiden.
In der Zweiten wird über den Sympathikus das Nebennierenmark
aktiviert. Es kommt zur Ausschüttung von einem Katecholamingemisch. Dieses
besteht zu 80% aus Adrenalin und zu 20% aus Noradrenalin.
Katecholamine wirken Kurzfristig. Es werden die lebenswichtigen
Organe aktiviert, die Herzschlagfrequenz und –kontraktionskraft nehmen zu und
die Durchblutung von Haut und inneren Organen reduziert sich. Dadurch werden Organe
zur Bewältigung der Stresssituation besser durchblutet, welche in der Regel beanspruchte
Skelettmuskeln, Herzmuskel und Lunge sind. Daher weiten sich die Bronchien um
mehr Sauerstoff bereitstellen zu können. Die Leber gibt mehr Glukose ins Blut
frei. Und die Denkvorgänge werden zugunsten vorprogrammierter Reflexe blockiert.
Dauert eine solche Stressreaktion länger an oder kehrt diese
immer wieder zurück (Dauerstress), hat dies schlechte Folgen für den Körper.
Hierdurch wird das Schlafverhalten wird negativ beeinflusst. Es tritt eine Schwächung
des Immunsystems ein und die Lern- und Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Auch
kann es zu Spannungskopfschmerzen kommen.
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