Im Hypophysenvorderlappen werden Zahlreiche Hormone
gebildet, die in den unterschiedlichsten Bereichen des Körpers ihre Wirkung
entfalten. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt. Zum einen gibt es die glandotropen
Hormone, wie TSH, ACTH, FSH und LH. Die andere Gruppe sind die
nichtglandotropen Hormone. Zu letzteren zählen Prolakin, MSH und STH.
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) fördert die
Schilddrüsentätigkeit. Genauer gesagt wirkt es stimulierend auf das Wachstum,
die Iodaufnahme und die Hormonbildung der Schilddrüse.
ACTH (Adrenokorticotropes Hormon) stimuliert die Glukokortikoidausschüttung der
Nebenniere.
FSH (follikelstimulierende Hormon) stimuliert die
Östrogenbildung. Weiters hat es auch Geschlechterspezifische Aufgaben. Bei der
Frau führt es zum Eizellenwachstum im Eierstock (Follikelwachstum) und der
Eizellenreifung (Follikelreifung). Und beim Mann ist es die Spermienentwicklung.
LH (Luteinisierendes Hormon) hat ebenfalls
geschlechterspezifische Aufgaben. Bei der Frau fördert Eireifung, Eisprung und
Gelbkörperbildung. Und Spermienreifung beim Mann.
Prolakin setzt Milchproduktion in der Brustdrüse in Gang.
MSH (Melanozyten-stimulierendes Hormon) wird zusammen mit
ACTH ausgeschüttet. Es beeinflusst über pigmentbildenden Melanozyten die
Hautpigmentierung.
STH (Somatotropes Hormon) kontrolliert in Kindheit und
Jugend das Körperwachstum. Es stimuliert Fett- und Glykogenabbau sowie vermindert
dieses Hormon langfristig die Glukoseverwertung. Die Produktion von STH sinkt
im Laufe des Lebens ab.
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