Samstag, 29. September 2012

Erythrozyten



Die Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen. Sie sind eine in der Mitte gedellte Scheibe mit einem Durchmesser von 7,5 µm (Mikrometer). Ihre Randdicke beträgt 2 µm und die Zentraldicke 1 µm. Die Zellmembran der Erythrozyten ist semipermeabel.

Die Entstehung der roten Blutkörperchen nennt man Erythropoese. Hier entwickelt sich eine Spezialisierte Stammzelle zuerst zu einem Proerythroblasten. Die reiferen Erythroblasten beginnen mit Hämoglobinsynthese, wo sie noch einen Zellkern haben, der dann beim Normoblasten schrumpft und ausgestoßen wird. Danach verlässt die rote Blutzelle das Knochenmark und gelangt ins Gefäßsystem. Diese jungen Erythrozyten werden Retikulozyten genannt (aufgrund Netzartiger Struktur). Nach einigen Tagen verliert sich die Netzstruktur. Es liegt ein Erythrozyt vor.

Ein rotes Blutkörperchen zirkulieren etwa 120 Tage im Blut. Es wird in der Niere aus dem Blut entfernt und in Bruchstücke zerlegt. Sie werden von Phagozytose befähigten Zellen in den Sinusräumen von Milz, Leber und Knochenmark phagozytiert und abgebaut. Das hierdurch freiwerdende Hämoglobin wird in Häm und Globin auf gespalten. Eisen wird aus Häm-Molekül freigesetzt und von Transportprotein aufgenommen. Der Rest wird als Bilirubin und Urobilinogin ausgeschieden.

Die Erythrozyten erfüllen Transportaufgaben. Zum einem transportieren sie Sauerstoff von Lunge zum Gewebe. Aber die roten Blutkörperchen erledigen auch den Transport von Kohlendioxid vom Gewebe zur Lunge.

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