Die Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen. Sie sind
eine in der Mitte gedellte Scheibe mit einem Durchmesser von 7,5 µm (Mikrometer).
Ihre Randdicke beträgt 2 µm und die Zentraldicke 1 µm. Die Zellmembran der
Erythrozyten ist semipermeabel.
Die Entstehung der roten Blutkörperchen nennt man Erythropoese.
Hier entwickelt sich eine Spezialisierte Stammzelle zuerst zu einem
Proerythroblasten. Die reiferen Erythroblasten beginnen mit Hämoglobinsynthese,
wo sie noch einen Zellkern haben, der dann beim Normoblasten schrumpft und
ausgestoßen wird. Danach verlässt die rote Blutzelle das Knochenmark und
gelangt ins Gefäßsystem. Diese jungen Erythrozyten werden Retikulozyten genannt
(aufgrund Netzartiger Struktur). Nach einigen Tagen verliert sich die
Netzstruktur. Es liegt ein Erythrozyt vor.
Ein rotes Blutkörperchen zirkulieren etwa 120 Tage im Blut.
Es wird in der Niere aus dem Blut entfernt und in Bruchstücke zerlegt. Sie
werden von Phagozytose befähigten Zellen in den Sinusräumen von Milz, Leber und
Knochenmark phagozytiert und abgebaut. Das hierdurch freiwerdende Hämoglobin
wird in Häm und Globin auf gespalten. Eisen wird aus Häm-Molekül freigesetzt
und von Transportprotein aufgenommen. Der Rest wird als Bilirubin und Urobilinogin
ausgeschieden.
Die Erythrozyten erfüllen Transportaufgaben. Zum einem transportieren
sie Sauerstoff von Lunge zum Gewebe. Aber die roten Blutkörperchen erledigen
auch den Transport von Kohlendioxid vom Gewebe zur Lunge.
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