Das
Raynaud-Syndrom ist eine Anfallsweise Minderdurchblutung der Finger. In
seltenen Fällen auch in den Zehen. Es wird unterteilt in primäres und
sekundäres Raynaud-Syndrom.
Das Primäre
Raynaud-Syndrom ist funktionell bedingt. Hier werden die Finger zunächst blass
und kalt, dann zyanotisch und später kommt es zu einer Rötung durch die
reaktive Mehrdurchblutung. Es entstehen bei dieser Form keine Organschäden.
Das Sekundäre
Raynaud-Syndrom tritt im Rahmen einer Grunderkrankung auf. Zum Beispiel als
Folge einer Sklerodermie oder einem systemischen Lupus erythematodes. Die Anfälle
sind öfter und dauern länger an. Hier fehlt die Rötung des letzten Stadiums
häufig und durch die Versorgungsstörung des Gewebes entstehen oft Nekrosen an
den Fingerkuppen.
Die Therapie
des Raynaud-Syndroms besteht im Vermeiden von Kälte und in einer Nikotinkarenz.
Im akuten Anfall hilft eine Erwärmung der betroffenen Körperteile. Zum Beispiel
durch Handschuhe. Als medikamentöse Therapie werden Kalziumantagonisten, Nitrate
und Angiotensin-II-Antagonisten verabreicht. Bei der sekundären Form auch
Prostaglandine.
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