Mittwoch, 26. Juni 2013

Raynaud-Syndrom



Das Raynaud-Syndrom ist eine Anfallsweise Minderdurchblutung der Finger. In seltenen Fällen auch in den Zehen. Es wird unterteilt in primäres und sekundäres Raynaud-Syndrom.

Das Primäre Raynaud-Syndrom ist funktionell bedingt. Hier werden die Finger zunächst blass und kalt, dann zyanotisch und später kommt es zu einer Rötung durch die reaktive Mehrdurchblutung. Es entstehen bei dieser Form keine Organschäden.

Das Sekundäre Raynaud-Syndrom tritt im Rahmen einer Grunderkrankung auf. Zum Beispiel als Folge einer Sklerodermie oder einem systemischen Lupus erythematodes. Die Anfälle sind öfter und dauern länger an. Hier fehlt die Rötung des letzten Stadiums häufig und durch die Versorgungsstörung des Gewebes entstehen oft Nekrosen an den Fingerkuppen.

Die Therapie des Raynaud-Syndroms besteht im Vermeiden von Kälte und in einer Nikotinkarenz. Im akuten Anfall hilft eine Erwärmung der betroffenen Körperteile. Zum Beispiel durch Handschuhe. Als medikamentöse Therapie werden Kalziumantagonisten, Nitrate und Angiotensin-II-Antagonisten verabreicht. Bei der sekundären Form auch Prostaglandine.

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