Sonntag, 16. Juni 2013

Endokarditis



Die Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut. Die Ursachen hierfür sind Bakterien im Rahmen einer Bakteriämie oder einer Sepsis. Eine weitere Ursache kann das rheumatische Fieber sein. Letzteres ist jedoch in Mitteleuropa selten.

Die Symptome der Endokarditis sind Fieber, Nachtschweiß, Schwäche, Gewichtsverlust und Anämie. Es kommt zu Herz- und Gelenkbeschwerden sowie zu petechialen Blutungen. Nach längerem Verlauf führt die Endokarditis zu einer Linksherzinsuffizienz.

Diagnostiziert wird die Endokarditis mittels Erregernachweis in Blutkulturen. Außerdem ist die Milz vergrößert.

Komplikationen bei der Endikarditis können eine Klappenzerstörung, Ablagerung auf den Herzklappen mit septischen Embolien in Gehirn, Nieren und anderen Organen sowie das Multiorganversagen.

Die Behandlung der Endokarditis erfolgt mit einer Antibiotikatherapie, die mehrere Wochen intravenös und evtl. einige Zeit noch oral abläuft. Eventuell ist eine Operation erforderlich. Dies ist bei einer Linksherzinsuffizienz, Abszessbildung oder bei Perforationen notwendig.

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