Freitag, 21. Juni 2013

Kardiomyopathie



Unter der Kardiomyopathie versteht man alle Herzmuskelerkrankungen mit Funktionsstörungen des Herzens, die keine Reaktion auf andere Herz- oder Gefäßleiden darstellen. Bei den primären Kardiomyopathien unterteilt man in vier verschiedene Formen. Diese sind die Dilatative Kardiomyopathie, die Hypertrophische Kardiomyopathien, die Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie und die Restriktive Kardiomyopathie.

Dilatative Kardiomyopathie:
Die Dilatative Kardiomyopathie ist gekennzeichnet durch eine Kammererweiterung, bei der es eventuell zu einem mangelnden Verschluss der AV-Klappen und einer eingeschränkten Pumpleistung kommen kann. Diese Form beginnt meist im fünften Lebensjahrzehnt.

Die Symptome sind ein Engegefühl in der Brust, Herzstolpern, Synkopen und auch Zeichen einer Herzinsuffizienz. Diagnostiziert wird die Dilatative Kardiomyopathie mittels EKG, Thoraxröntgen, Echokardiographie, Herzkatheteruntersuchung und einer Endomyokardbiopsie.

Da es keine kausale Therapie gibt, werden nur die Symptome bekämpft.

Hypertrophische Kardiomyopathien:
Bei dieser Form kommt es zu einer Herzmuskelverdickung. Leitsymptome sind Atemnot bei Belastung, pektanginöse Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel und Synkopen. Die Diagnostik erfolgt mit Hilfe eines EKG, einer Echokardiographie und einer Herzkatheteruntersuchung. Therapiert wird mit Beta-Blocker und Kalziumantagonisten.

Arrhythmogene rechtsventrikukäre Kardiomyopathie:
Die Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie ist die häufige Ursache für den plötzlichen Herztod junger Sportler.

Restriktive Kardiomyopathie:
Diese Form ist in Mitteleuropa selten. Bei der Restriktiven Kardiomyopathie ist die Kammerfüllung durch die fibrosebedingten starren Ventrikelwände behindert. Vielfach bilden sich Thromben. Die Restriktive Kardiomyopathie führt zu einer Herzisuffizienz.

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