Unter der Kardiomyopathie
versteht man alle Herzmuskelerkrankungen mit Funktionsstörungen des Herzens,
die keine Reaktion auf andere Herz- oder Gefäßleiden darstellen. Bei den primären
Kardiomyopathien unterteilt man in vier verschiedene Formen. Diese sind die Dilatative
Kardiomyopathie, die Hypertrophische Kardiomyopathien, die Arrhythmogene
rechtsventrikuläre Kardiomyopathie und die Restriktive Kardiomyopathie.
Dilatative Kardiomyopathie:
Die Dilatative Kardiomyopathie
ist gekennzeichnet durch eine Kammererweiterung, bei der es eventuell zu einem
mangelnden Verschluss der AV-Klappen und einer eingeschränkten Pumpleistung kommen
kann. Diese Form beginnt meist im fünften Lebensjahrzehnt.
Die Symptome sind ein Engegefühl
in der Brust, Herzstolpern, Synkopen und auch Zeichen einer Herzinsuffizienz. Diagnostiziert
wird die Dilatative Kardiomyopathie mittels EKG, Thoraxröntgen, Echokardiographie,
Herzkatheteruntersuchung und einer Endomyokardbiopsie.
Da es keine kausale Therapie
gibt, werden nur die Symptome bekämpft.
Hypertrophische Kardiomyopathien:
Bei dieser Form kommt es zu einer
Herzmuskelverdickung. Leitsymptome sind Atemnot bei Belastung, pektanginöse
Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel und Synkopen. Die Diagnostik erfolgt mit
Hilfe eines EKG, einer Echokardiographie und einer Herzkatheteruntersuchung.
Therapiert wird mit Beta-Blocker und Kalziumantagonisten.
Arrhythmogene rechtsventrikukäre Kardiomyopathie:
Die Arrhythmogene
rechtsventrikuläre Kardiomyopathie ist die häufige Ursache für den plötzlichen
Herztod junger Sportler.
Restriktive Kardiomyopathie:
Diese Form ist in Mitteleuropa
selten. Bei der Restriktiven Kardiomyopathie ist die Kammerfüllung durch die
fibrosebedingten starren Ventrikelwände behindert. Vielfach bilden sich
Thromben. Die Restriktive Kardiomyopathie führt zu einer Herzisuffizienz.
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