HIV (humane immunodeficiency
virus) ist ein Virus, der zur Klasse der Retroviren gezählt wird. So wie es für
Retroviren üblich ist, kann der HI-Virus nicht mehr aus dem menschlichen Körper
entfernt werden, da dieser seinen eigenen genetischen Code in das Erbgut des
Wirtes einbaut.
Es gibt vier verschiedene
Übertragungswege für das HI-Virus. Zum einen durch den Kontakt mit
Körperflüssigkeiten, wie beispielsweise Blut, Vaginalsekret, Ejakulat und
Liquor. Hierbei vor allem durch Vaginal- und Analverkehr. Weiterer
Infektionsweg sind der intravenöse Drogenkonsum mit gemeinsamen Spritzen,
Bluttransfusionen (durch strenge Bestimmungen im Blutspendegesetz ohne
Bedeutung) und die Übertragung von einer HIV-positiven Mutter auf das Kind.
Das CDC (Center of Disease
Control and Prevention) hat eine Einteilung nach Stadien publiziert. In Stadium
1, die akute Phase, treten Symptome einer schweren Grippe auf. Also Fieber,
Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie
Übelkeit. Diese Phase dauert in der Regel etwa vier Wochen. In seltenen Fällen
auch sechs Wochen.
Stadium 2, die Latenzphase,
dauert neun bis elf Jahre und kann unter gewissen Umständen auch kürzer
verlaufen. In dieser Phase hat der Patient keine Symptome.
In Stadium 3, die Aids Related
Complex Phase, eine Vorstufe des Aids, kommt es erneut zu Krankheitssymptomen
der ersten Phase. Dieser verschwinden allerdings nicht nach vier bis sechs
Wochen. Stattdessen tritt der HIV-Infizierte in Stadium 3 ein. Dies ist die
Aids Erkrankung. Diese Phase dauert im Schnitt ein bis zwei Jahre und endet mit
dem Tod.
Aufgrund der Immunschwäche,
treten bei HIV-Patienten Krankheiten auf, die bei einem gesunden Menschen
entweder gar nicht oder äußerst selten Vorkommen. Diese Erkrankungen nennt man
Opportunistische Infekte und sind beispielsweise Pneumocystis-Pneumonie,
cerebale Toxoplasmose, progressive multifokale Leukenzephalopathie,
Kaposi-Sarkom und auch Viren der Herpesgruppe sowie diverse Lungenerkrankungen.
In Österreich gibt es etwa 1.000
AIDS-Patienten und täglich ein bis zwei Neuinfektionen mit HIV. Das
Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Deutschland ungefähr 75.000 Menschen mit
HIV oder Aids leben. Weltweit leben laut Angaben von UNAIDS um die 40,3
Millionen Menschen mit HIV.
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