Künstliche Intelligenz ist in
vielen Bereichen schon vorhanden und wird täglich eingesetzt. Mittlerweile
schabt dies langsam auf die Pflege über. Wenn auch nur einzeln und in wenigen
Bereichen.
So gibt es für Gedächtnisschwache
Heimbewohner Miniatursender, wodurch mithilfe von GPS dessen Position
lokalisiert werden kann. Dies ist natürlich freiwillig und wird eingesetzt,
wenn ein Patient oder Patientin sich verläuft.
Eine weitere Möglichkeit ist „HOBBIT
– The Mutual Care Robot“. Dies ist ein Forschungsprojekt der EU und soll
helfen, dass betagte Menschen länger zu Hause leben können.
Weiters gibt es das AAL (Ambient
Assisted Living). Hierbei geht es darum, was der Begriff sagt. Es soll die
Qualität des Lebens zu Hause verbessert werden. Dies erfolgt durch ein
Notruftelefon, Sensoren, die Stürze sofort erkennen und diese vermeiden sollen
sowie die soziale Isolation durch Technik zu vermeiden, automatisches
Abschalten von technischen Geräten, Energiesteuerung und Überwachung und
Übertragung von Vitalwerten.
Im Großen und Ganzen ist der
Einsatz von künstlicher Intelligenz sicher keine schlechte Idee und durchaus
erwägenswert. Immerhin wird aufgrund des Anstiegs der Lebenserwartung die
Bevölkerung immer Älter, weshalb die Kosten für die Pflege steigen.
Durch künstliche Intelligenz und
andere moderne Technologien kann das Pflegepersonal zum einen entlastet werden
und weiters auch mehr Zeit für andere Tätigkeiten bekommen. Jedoch muss man
auch über die Nachteile dieser Techniken nachdenken, was in allen drei Artikeln
nicht, bzw. nur kaum gemacht wurde.
Ein Problem stellt natürlich die
Kosten dar. Sind diese Systeme überhaupt Leistbar?
Am Kritischsten stehe ich zu den
Überwachungssystemen. Zwar bringt es durchaus Vorteile, jedoch wurde vieles
ausgelastet. Dies wären die Themen Datensicherheit und gesetzliche Lage. Es
erscheint mir als Zweifelhaft, dass ein Überwachungssystem in der Pflege mit
den bestehenden Gesetzen vereinbar ist.
Dem Roboter stehe ich nicht so
kritisch gegenüber. Dennoch frage ich mich, ob man im Hinterkopf das Ziel
verfolgt, älter Menschen aus dem öffentlichen Leben auszuschließen.
Das Ambient Assisted Living mag
zwar auf den ersten Blick als sehr nützlich erscheinen. Jedoch birgt es den
Nachteil, dass es die bestehende Selbstständigkeit verringert, bzw. nimmt.
Daher stehe ich auch zum AAL kritisch.
Ich persönlich würde meinen
Eltern nicht empfehlen an einem dieser Projekte teil zu nehmen. Ein
Überwachungssystem sehe ich als einen Eingriff in deren Privatsphäre und
weiters bevorzuge ich es, wenn meine Eltern Kontakte zu tatsächlichen Menschen
haben, als wie zu einem Roboter.
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