Freitag, 24. August 2012

Künstliche Intelligenz in der Pflege


Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen schon vorhanden und wird täglich eingesetzt. Mittlerweile schabt dies langsam auf die Pflege über. Wenn auch nur einzeln und in wenigen Bereichen.

So gibt es für Gedächtnisschwache Heimbewohner Miniatursender, wodurch mithilfe von GPS dessen Position lokalisiert werden kann. Dies ist natürlich freiwillig und wird eingesetzt, wenn ein Patient oder Patientin sich verläuft.

Eine weitere Möglichkeit ist „HOBBIT – The Mutual Care Robot“. Dies ist ein Forschungsprojekt der EU und soll helfen, dass betagte Menschen länger zu Hause leben können.

Weiters gibt es das AAL (Ambient Assisted Living). Hierbei geht es darum, was der Begriff sagt. Es soll die Qualität des Lebens zu Hause verbessert werden. Dies erfolgt durch ein Notruftelefon, Sensoren, die Stürze sofort erkennen und diese vermeiden sollen sowie die soziale Isolation durch Technik zu vermeiden, automatisches Abschalten von technischen Geräten, Energiesteuerung und Überwachung und Übertragung von Vitalwerten.

Im Großen und Ganzen ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz sicher keine schlechte Idee und durchaus erwägenswert. Immerhin wird aufgrund des Anstiegs der Lebenserwartung die Bevölkerung immer Älter, weshalb die Kosten für die Pflege steigen.

Durch künstliche Intelligenz und andere moderne Technologien kann das Pflegepersonal zum einen entlastet werden und weiters auch mehr Zeit für andere Tätigkeiten bekommen. Jedoch muss man auch über die Nachteile dieser Techniken nachdenken, was in allen drei Artikeln nicht, bzw. nur kaum gemacht wurde.

Ein Problem stellt natürlich die Kosten dar. Sind diese Systeme überhaupt Leistbar?
Am Kritischsten stehe ich zu den Überwachungssystemen. Zwar bringt es durchaus Vorteile, jedoch wurde vieles ausgelastet. Dies wären die Themen Datensicherheit und gesetzliche Lage. Es erscheint mir als Zweifelhaft, dass ein Überwachungssystem in der Pflege mit den bestehenden Gesetzen vereinbar ist.

Dem Roboter stehe ich nicht so kritisch gegenüber. Dennoch frage ich mich, ob man im Hinterkopf das Ziel verfolgt, älter Menschen aus dem öffentlichen Leben auszuschließen.
Das Ambient Assisted Living mag zwar auf den ersten Blick als sehr nützlich erscheinen. Jedoch birgt es den Nachteil, dass es die bestehende Selbstständigkeit verringert, bzw. nimmt. Daher stehe ich auch zum AAL kritisch.

Ich persönlich würde meinen Eltern nicht empfehlen an einem dieser Projekte teil zu nehmen. Ein Überwachungssystem sehe ich als einen Eingriff in deren Privatsphäre und weiters bevorzuge ich es, wenn meine Eltern Kontakte zu tatsächlichen Menschen haben, als wie zu einem Roboter.

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