Mittwoch, 22. Februar 2012

Schizophrenie

Das Wort Schizophrenie kommt aus dem griechischen. Es besteht aus den zwei Wörtern skizo („spalten“) und phren („Verstand, Gemüt“). Es ist einer der Häufigsten Diagnosen im stationären Bereich der Psychiatrie. Schizophrenie hat allerdings nichts mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Der Begriff wurde von dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler 1911 geprägt.

Die Schizophrenie sind Störungen des Denkablaufs sowie Wahn und Halluzinationen, des Erlebens der eigenen Person in der Umwelt. Weitere Symptome sind die Veränderung der Gemütslage und die Störungen des Wollen, Handeln und Ich-Erleben.

Wahn und Halluzinationen kommen auch in anderen psychiatrischen Störungen und organischen Gehirnerkrankungen vor.

Des Weiteren verändert sich auch die Motorik des Betroffenen, in dem sich der gesamte Bewegungsablauf verlangsamt. Unkoordiniert wirkende Bewegungen erzeugen eine gewisse Plumpheit und Ungeschicklichkeit. Der Betroffene erleidet außerdem einen Verlust von Spontaneität und Initiative sowie das Interesse an der eigenen Person und der Umwelt.

Bei der Schizophrenie unterscheidet man unter mehrere verschiedene Arten, wie zum Beispiel unter paranoide Schizophrenie, Hebephrenie, Katatone Schizophrenie und Schizophrenia Simplex.

Als mögliche Ursachen der Schizophrenie werden Soziale und Biologische Gründe genannt. Über die genaue Ursache sind sich die Forscher uneinig. Hypothesen über die Ursache der Schizophrenie gibt es Einzelbefunde aus allen Forschungsbereichen, die zumindest einige Aspekte zu erklären scheinen.

Die Anzeichen bei Jugendlichen sind:
• Stimmungslabilität
• Rückzug aus dem familiären Leben
• Apathie vor allem
• Der Verlust des Interesses

Anzeichen bei Erwachsenen:
• Nicht beobachtete Reizbarkeit
• Aggressivität
• Klagen über Angstzustände oder Depressionen
• Nachlassen der Leistungen
• Entschlussunfähigkeit und Vernachlässigung des Äußeren
• Der Abbruch sozialer Kontakte
• Die zunehmende Isolation

Einer Studie zu Folge, die in dem Zeitraum von 1955 bis 1964 gemacht wurde, sind die Hälfte aller psychisch kranken Gewalttäter Schizophrene. Allerdings begehen nur von 10 000 Schizophrenen 5 eine Gewalttat. Der Wahn ist meist das Motiv und die Mehrzahl der Täter ist Männlich. Die Tat richtet sich meistens gegen Verwandte oder Freunde, aber auch gegen Autoritätspersonen, prominente Politiker, Geistliche, Richter oder Ärzte. Die meisten Gewalttaten von Schizophrenen hätten durch rechtzeitige Behandlung verhindert werden können.

1% der Weltbevölkerung erkrankt im laufe des Lebens an Schizophrenie. Eine Untersuchung der WHO in 10 verschiedenen Ländern zu folge, ist das Risiko an Schizophrenie zu erkranken mit 1% in jedem Land gleich hoch. Es besteht kein unterschied zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern.

Der Beginn der Schizophrenie ist selten vor der Pubertät, sonder meistens zwischen 15 und 35. Ersterkrankungen nach dem vierzigsten Lebensjahr werden als Spätschizophrenie bezeichnet und treten überwiegend bei Frauen auf. Nach dem fünfzigsten Lebensjahr scheint es kaum Ersterkrankungen zu geben. Die Wahrscheinlichkeit einer Schizophrenie Erkrankung ist bei Männern und Frauen gleich. Bei Männern ist der Ausbruch einer Erkrankung zwischen 15 und 25 und bei Frauen zwischen 20 und 29. Man vermutet, dass die Hormone Östrogen bei den Frauen den Ausbruch der Krankheit länger zurückhält und das Testosteron bei den Männern den Ausbruch fördert.

Bei der Überwiegenden Mehrheit der Betroffenen können die Symptome teilweise unterdrückt werden, aber die Schizophrenie lässt sich nicht heilen, also ursächlich behandeln. Die Behandlung erfordert meistens eine medizinische Betreuung über viele Jahre oder Jahrzehnte. Der Arzt muss über eine Klinikeinweisung entscheiden. Dies kann oft zu einer Entlastung der Familie führen, da der Betroffene eine intensive Betreuung benötigt und das familiäre Wohl belastet. Die Behandlung erfolgt durch Medikamente und Psychotherapie. Zusätzlich kommt eine Bewegungs-, Kunst- und Beschäftigungstherapie und eine Arbeits- und Sozialtherapie.

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