Sonntag, 4. August 2013

Mukoviszidose



Die Mukoviszidose, auch bekannt als Cystische Fibrose, ist eine autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselstörung mit Produktion eines zähen Sekrets durch die exokrinen Drüsen. Ihre Hauptmanifestation liegt an Lunge und Pankreas.

Die Symptome der Mukoviszidose sind chronische Bronchitis, rezidivierende Bronchitiden, Hämoptoe, Atelektasen, Bronchiektasen und Pneumothorax. Außerdem kommt es zu wiederholten Nasennebenhöhlenentzündungen und Nasenpolypen. Ein weiteres Symptom der Cystischen Fibrose ist eine ausgeprägte exokrine Pankreasinsuffizienz mit Fettstühlen und Malabsorptionssyndrom. Auch ein Rektumprolaps ist möglich.

Spätkomplikationen der Mukoviszidose sind zunehmende respiratorische Insuffizienz, Cor pulmonale mit nachfolgendem Rechtsherzversagen, Leberzirrhose und Diabetes mellitus.

Die Diagnose der Mukoviszidose erfolgt durch einen Schweißtest sowie mit einer molekulargenetischen Untersuchung.

Da die Cystische Fibrose unheilbar ist, wird die Erkrankung rein symptomatisch Therapiert. Zum einen werden die Lungensymptome und zum anderen die Funktionsstörung des Pankreas therapiert. Die Lungensymptome werden durch Inhalationen, schleimlösende Arzneimittel (Sekretolytika), inhalative Sympathomimetika, frühzeitige antibiotische Behandlung bei Infekten, evtl. Glukortikoidtherapie und durch eine Langzeitsauerstofftherapie im fortgeschrittenen Stadion behandelt. Bei der Funktionsstörung des Pankreas kommen Enzymsubstitution (Kreon), zusätzliche Zufuhr fettlöslicher Vitamine und eine kalorien- und fettreiche Kost zum Einsatz.

Die Lebenserwartung von Patienten mit Mukoviszidose liegt derzeit bei vierzig bis fünfzig Jahren.

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