Sonntag, 17. März 2013

Einrichtungen in der Hospizarbeit



Palliativstationen:
Palliativstationen sind eigenständige Stationen, die auf die Versorgung von Palliativpatienten spezialisiert sind. Diese Stationen sind autonom bezüglich der Aufnahme, der Behandlung und der Entlassung von Patienten.
Die Zielgruppe einer Palliativstation sind Palliativpatienten jeder Altersgruppe mit komplexer medizinischer, pflegerischer oder psychosozialer Symptomatik und akutem hohen Betreuungsaufwand.
Das Ziel besteht in der bestmöglichsten Linderung der oft vielfältigen Symptome. Nach Besserung oder Stabilisierung wird eine Entlassung des Patienten angestrebt.
Zugangskriterien:
  • Patient kann nicht zu Hause oder in einer anderen Einrichtung betreut werden
  • Patient stimmt der Aufnahme zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung aufgeklärt
  • Patient und Angehörige sind über die Möglichkeiten und Ziele der Palliativstation informiert
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtliche Tätige mit Koordinationsperson

Stationäre Hospiz:
Das stationäre Hospiz ist eine Einrichtung mit einer eigenen Organisationsstruktur, die einer stationären Pflegeeinrichtung zugeordnet sein kann. Es werden Palliativpatienten in der letzten Lebensphase betreut. Ein stationäres Hospiz ist autonom bezüglich der Aufnahme, der Behandlung und der Entlassung von Patienten.
Es werden erwachsene Palliativpatienten mit komplexer Symptomatik und hohem Betreungsaufwand und wenn häusliche Betreuung nicht möglich ist sowie Krankenhausbedürftigkeit nicht besteht.
Die Ziele sind die Linderung von Symptomen und die Erreichung einer bestmöglichen Lebensqualität der Betroffenen bis zum Tod sowie Trauerbegleitung.
Zugangskriterien:
  • Patient stimmt der Aufnahme zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung aufgeklärt
  • Patient und Angehörige sind über die Möglichkeiten und Ziele der stationären Hospiz informiert
  • Patienten mit komlexer medizinischer, pflegerischer oder psychosozialer Symptomatik
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Tageshospiz:
Das Tageshospiz bietet Palliativpatienten die Möglichkeit, tagsüber außerhalb ihrer gewohnten Umgebung an verschiedenen Aktivitäten teilzuhaben. Es bietet Behandlung, Beratung und Begleitung. Das Tageshospiz kann als eigenständiges Angebot von allen Palliativpatienten in Anspruch genommen werden.
Wesentliche Ziele sind die Förderung der Lebensqualität, Erweiterung des Lebensumfeldes, Motivation und Förderung der Selbstständigkeit, Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte, Entlastung der Angehörigen und Gestaltung und Bearbeitung von Abschieden.
Zugangskriterien:
  • Patient stimmt der Betreuung zu
  • Patient ist über die unheilbare Erkrankung informiert
  • Patient ist transportfähig
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Mobiles Palliativteam:
Das mobile Palliativteam ist ein multiprofessionell zusammengesetztes Team, das sich in erster Linie an die Betreuenden zu Hause und im Heim wendet. Es ist beratend und anleitend tätig und bietet seine Erfahrung in Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Palliativpflege und psychosozialer Begleitung an.
Auftrag und Ziel der mobilen Palliativteams ist die bestmöglichste Linderung der vielfältigen Symptome der Palliativpatienten vor Ort, sodass ein Verbleib zu Hause möglich ist.
Berufsgruppen:
  • Ärztliches Personal (Tagdienst)
  • Dipl. Gesundheites- und Krankenpflegepersonal
  • Diverse Therapeuten (Physio-, Psycho-, Ergotherapeuten, etc.)
  • Seelsorger verschiedener Konfessionen
  • Ehrenamtlich Tätige

Hospizteams:
Das Hospizteam besteht aus qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleitern und mindestens einer hauptamtlichen koordinierenden Fachkraft. Es bietet Palliativpatienten und Angehörigen Begleitung und Beratung in der Zeit der Krankheit, des Schmerzes, des Abschieds und der Trauer. Das Hospizteam kann in allen Versorgungskontexten (Zuhause, Heim, Krankenhaus) tätig sein.
Die Zielgruppe sind Palliativpatienten, Angehörige und Trauernde. Ihr Auftrag sind die psychosoziale und emotionale Entlastung der Patienten, Angehörigen und betreuenden Berufsgruppen. Es trägt zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen bei. Das Angebot gilt für Angehörige auch in der Zeit der Trauer.
Zugangskriterien:
  • Wunsch nach Begleitung
  • Anfrage bei der koordinierenden Fachkraft
Berufsgruppen:
  • Hauptamtliche Koordinationsperson
  • Ehrenamtlich Tätige

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