Eine akute Virushepatitis ist
eine viral bedingte Leberentzündung mit Leberzellnekrose und einem Ikterus.
Unterteilt wird diese Krankheit in die Typen A bis E mit unterschiedlicher
Übertragung, Inkubationszeit und Neigung zu Folgeerkrankungen.
Krankheitsentstehung
Die Hepatitis A wird fäkal-oral
übertragen. Sie ist eine typische Reiseerkrankung, welche meist nach Reisen in
Länder mit schlechterem Hygienestandard auftritt.
Anders ist es bei der Hepatitis B
und C. Diese werden in erster Linie durch Körpersekrete übertragen. Deshalb
gelten Drogenabhängige, Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern,
Patienten mit häufiger Gabe von Blutprodukten und Dialysepatienten als
Risikogruppen.
Verlauf und Symptome
Typisch bei der akuten
Virushepatitis ist ein dreiphasiger Verlauf. Dies sind die Prodromalphase,
Krankheitsphase und Rekonvaleszenzphase.
Die Prodromalphase dauert Tage
bis Wochen. Hier treten grippeähnliche Allgemeinsymptome auf. Weiters auch
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Druckgefühl im Oberbauch, Durchfall sowie Gelenk-
und Muskelschmerzen.
Die Krankheitsphase dauert meist
zwei bis sechs Wochen. Typische Symptome sind Ikterus, graugelber Stuhl,
brauner Urin und Vergrößerung von Leber, Milz und eventuell der Lymphknoten.
Außerdem kann es zu einem Juckreiz kommen.
In der Rekonvaleszenzphase kommt
es zu einem langsamen Rückgang sämtlicher Krankheitszeichen. Eventuell treten
längere Zeit lang uncharakteristische Beschwerden auf.
Diagnostik
Zur Diagnose der akuten
Virushepatitis wird eine serologische Untersuchung zur Sicherung des Erregers
durchgeführt.
Behandlung
Bei der Behandlung der akuten
Virushepatitis ist es wichtig Leberschädigende Einflüsse ausgeschaltet werden. Daher
dürfen die betroffenen Personen keinen Alkohol konsumieren. Auch das Absetzen aller
verzichtbaren Medikamente ist sinnvoll.
Die akute Hepatitis C wird über
24 Wochen mit α-Interferon behandelt. In über 90% der Fälle heilt sie dann aus.
Bei einer schweren Hepatitis B wird Lamivudin gegeben.
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