Dienstag, 31. Juli 2012

Autofahrer sorgen für die meisten Verletzten


Laut Statistik Austria entfallen von den 45.025 Verletzten von Straßenverkehrsunfälle im Jahr 2011 ganze 24.853 auf die Lenker von PKWs. Dies ist mehr als die Hälfte. Im Vergleich dazu sind nur 5.747 Radler, 3.646 Fußgänger, 644 Busse, 945 LKW Lenker und 8.605 Fahrer von einspurigen Kraftfahrzeugen, wie Motorrad, Moped, etc, betroffen.

Bei den Todesopfern verhält es sich ähnlich. Von den 523 getöteten Menschen auf österreichischen Straßen entfallen 290 auf Autofahrer. Radfahrer hingegen nur 42. LKW 11, Fußgänger 87 und einspurige Kraftfahrzeuge 85. Damit ist klar, dass Autofahrer eine größere Gefahr für den Verkehr darstellen als alle anderen Teilnehmer.

Weiters erstellte das Kuratorium für Verkehrssicherheit eine eigene Statistik für Wien. Dem KFV zufolge entfielen 2709 Verletzte auf Autofahrer, was einen Anteil von 47,79 Prozent darstellt. Demgegenüber stehen 638 verletzte Radfahrer, was gerade ein Mal 11,26 Prozent sind.

Auch die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer auf Wiens Straßen spricht klare Worte. Zwar sind mit 12 Opfern die Fußgänger am schwersten betroffen, jedoch kommen PKW Lenker auf ganze 5 Todesfälle. Bei den Radfahrern gab es hingegen nur einen Toten.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit meint hierzu: „12 der insgesamt 22 getöteten Verkehrsteilnehmer in Wien verunglückten als Fußgänger im Straßenverkehr. Nach wie vor ist die Anhaltebereitschaft vor ungeregelten Schutzwegen gering. Dazu kommt eine unklare rechtliche Situation, die zu Machtspielen zwischen Fußgängern und Lenkern führt. Es bedarf einer grundsätzlichen Reform der Schutzwegbestimmungen. Zusätzlich sollten alle bestehenden Schutzwege auf ihre Sinnhaftigkeit und Konformität mit Sicherheitsvorschriften überprüft werden. Nur sinnvoll angelegte Zebrastreifen können von Autofahrern rechtzeitig erkannt werden und Fußgängern dadurch wirklich Schutz bieten.“

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