Sonntag, 22. Juli 2012

Durchbruch bei HIV/AIDS-Bekämpfung?


HIV und Aids könnte besiegt werden, stellte die Organisation UNAIDS fest. Sofern die weltweite Staatengemeinschaft das Virus in den nächsten Jahren genauso intensiv bekämpft, wie in den letzten Jahren. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon stellte im Vorwort des vor kurzem erschienenen neuen UNAIDS-Reports fest: „Gemeinsam können wir unsere Vision von Null HIV-Neuinfektionen, Null Diskriminierung und Null Todesfällen in Verbindung mit Aids Wirklichkeit werden lassen“

Von den weltweit rund 34 Millionen betroffenen, leben die meisten in Ländern der dritten Welt. Bei den jährlichen Neuinfektionen, welche zurückgegangen sind, schaut es ähnlich aus. Hier sind ebenfalls die Staaten der dritten Welt am häufigsten betroffen. Allerdings konnte die Versorgung mit antiretroviralen Medikamenten verbessert werden. Jedoch ist dies keine Lösung des Problems.

Positiv ist jedoch, wie schon erwähnt, dass die Neuinfektionen zurückgegangen sind. Letztes Jahr infizierten sich weltweit rund 2,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Dies sind um 20 Prozent weniger als noch im Jahr 2001. Auch bei der Sterblichkeitsrate gab es einen Rückgang. Im Vergleich zu 2005 reduzierte sich diese um ganze 24 Prozent.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt allerdings vor zu viel Optimismus. Immerhin sei die HIV/AIDS-Epidemie noch längst nicht unter Kontrolle. Oliver Moldenhauer von Ärzte ohne Grenzen meinte: „UNAIDS schätzt, dass im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Menschen mehr als bisher eine antiretrovirale Therapie erhielten. Diese Zahl dokumentiert zwar einen Fortschritt, doch dieser ändert wenig an der weiterhin dramatischen Lage“

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