Freitag, 4. Januar 2013

Der Schmerz



Definition
Der Schmerz ist eine unangenehme Sinnes- und Gefühlswahrnehmung, die als Warnsignal für eine Gewebsschädigung dient.

Entstehung und Schmerzleitung
Ein Schmerz entsteht durch die Reizung von Schmerzrezeptoren und in der Folge von sensiblen Nervenfasern durch Druck, Hitze oder chemische Prozesse, die bei Entzündungen, bei Ischämie und ähnlichem ablaufen. Dies wird durch Prostaglandine wesentlich verstärkt.

Schmerzrezeptoren zeigen keine Gewöhnung. Der Schmerz kann auch durch „Projektion“ in diesen Nervenfasern entstehen. Zum Beispiel in der Head`schen Zonen.

Nervenfasern (Neurone) leiten von freien Nervenendigungen im Gewebe den Schmerzimpuls ins Spinalganglion. Von dort treten diese über die Hinterwurzel in das Hinterhorn des Rückenmarks ein. Dort wird der Impuls auf das 2. Neuron umgeschaltet und zieht im vorderen Seitenstrang zum Thalamus. Von dort kommt es zur Weiterleitung zum Gyrus postzentralis und dadurch zur bewussten, punktgenauen Schmerzwahrnehmung.

Formen
Der Schmerz wird in mehrere Formen unterschieden. Dies sind der somatische Schmerz, welcher ein Oberflächenschmerz an der Haut oder ein Tiefenschmerz, zum Beispiel in Muskulatur oder im Bindegewebe, der viszerale Schmerz, ein Eingeweideschmerz der als kolikartig oder dumpf empfunden wird, der neurogene Schmerz, bei dem die Nervenleitung beeinträchtigt ist und typischerweise als einschießend und elektrisch empfunden wird, und der psychogene Schmerz.

Diagnostik
Da es sich beim Schmerz um ein subjektives Symptom handelt, ist es wichtig die Aussagen des Patienten ernst zu nehmen und aufzuzeichnen. Daher ist ein Schmerztagebuch ein sinnvolles und gutes Instrument. Weiters ist auch die Fragestellung wicht. Es sollten Fragen nach der Schmerzqualität und Beginn, Dauer und Ende des Schmerzes, sowie Lokalisation und über die Begleitsymptome geben. Zusätzlich ist die Beobachtung des Schmerzpatienten wichtig.

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