Der Schlaf dient der Erholung, aber auch der Regeneration des Immunsystems sowie der Verarbeitung der Erlebnisse des Tages und stellt kein isoliertes Ereignis dar. Stattdessen bildet es einen Teil des Wach-Schlaf-Zykluses.
Der Schlaf gliedert sich in mehrere Phasen. Am Anfang steht die Einschlafphase, in der die Muskelentspannung eintritt. In Stadium 1, dem Dämmerschlaf, werden die Muskeln noch lockerer, die Glieder schwer, die Körpertemperatur sinkt, die Atmung wird ruhiger und der Puls gleichmäßiger, die Augen Schließen sich und Geräusche werden besser wahrgenommen, sowie ein langsames Augenrollen treten auf. Stadium zwei ist geprägt von einem stärkeren Hin und Herrollen der Augen und einem langsamen Schwinden des Bewusstseins. Diese Phase macht mit 45 bis 50 % den größten Anteil des Schlafes aus. Dieser Phase folgt Stadium drei, einer Tiefschlafphase. Hier entspannen sich die Muskeln noch mehr, die Herzfrequenz und der Blutdruck sinken und es kommt zu einem Stillstand der Augenbewegung. In Stadium 4, einer weiteren Tiefschlafphase, kommt ein weiteres sinken der Körpertemperatur, eine regelmäßige Atmung und Herzfrequenz tritt auf und das Immunsystem regeneriert sich. Zum Schluss folgt noch das REM-Stadium. Hier entspannen sich die Muskeln vollkommen, Herzschlag und Atmung steigen an, Augenbewegungen werden schnell und das Gehirn zeigt Zeichen höchster Aktivität.
Im Verlauf einer Nacht wechseln sich die einzelnen Phasen des Schlafes ab. Das heißt, jedes Stadium kommt mehrmals vor. Beispiel: Das REM-Stadium, in welchem geträumt wird, kommt bei einem Erwachsenen pro Nacht etwa vier Mal vor.
Das Bedürfnis nach Schlaf wird durch eine biologische Uhr reguliert. Dies verläuft in einem Rhythmus von 24 Stunden und ist vom Alter Abhängig. Um so jünger ein Mensch ist, desto mehr Schlaf wird benötigt. So schläft ein Säugling 18 bis 20 Stunden, ein Kleinkind 12 bis 14, ein Schulkind 10 bis 12, ein Jugendlicher 8 bis 9, ein Erwachsener 6 bis 8 und ein betagter Mensch etwa 6 Stunden.
Weiters ist es genetisch bedingt, ob Jemand Kurz- oder Langschläfer ist. Kurzschläfer haben eine mittlere Schlaflänge, 5 bis 6 Stunden, mehr REM- und Tiefschlafphasen und haben einen effizienteren Schlaf. Die Langschläfer hingegen haben weniger REM-Phasen und schlafen etwa neun Stunden.
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