Montag, 12. März 2012

Geschichte der Hygiene

In der Hygiene hat sich im Laufe der Zeit viel verändert. Angefangen hiermit hat es in der Antike. Schon die Griechen und Römer hatten Thermen und Gemeinschaftsbäder, die der Reinigung des Körpers dienten.

Im Mittelalter jedoch ließ die Hygiene nach. Körperpflege wurde zu einer Seltenheit und die Benutzung des Nachtopfes war ein notwendiges Übel, welches durchaus auch in der Öffentlichkeit verrichtet wurde. Weiters wurden der Abfall und die Fäkalien auf die Straßen geschmissen. Pest und Cholera waren daher zu Häufe zur Stelle.

Ab der Renaissance kam es langsam zu Besserungen. Zwar fand die Körperwäsche auf trockenem Wege statt, indem man sich mit einem trockenem, aber sauberen, Tuch abbürstete. Außerdem tauchten im achtzehnten Jahrhundert in einigen Häusern die Gemeinschaftslatrinen auf, es kam vieler Orts zu einem Verbot für das auf die Straße kippen der Exkremente und 1774 entdeckte der schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele das Chlor.

Durch rasch fortschreitende Städteerweiterungen im neunzehnten Jahrhundert, nahm auch die Hygiene zu. So kam es zu einem Ausbau von Klärgruben, Abflusssysteme und –Kanäle, Erfindung der Seife und viele Errungenschaften in der Medizin. So stellte Ignac Semmelweiß 1847 fest, dass durch Hygienemaßnahmen die durch Kindbettfieber verursachte Sterblichkeitsrate gesenkt werden kann.

Im zwanzigsten Jahrhundert setzte sich der Begriff Hygiene dann endgültig durch. So konnte die Lebenserwartung des Menschen innerhalb von hundert Jahren fast verdoppelt werden.

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