Dienstag, 5. November 2013

Gicht



Die Gicht ist die klinische Manifestationsform der Hyperurikämie, einer Harnsäureerhöhung im Serum über 6,4 mg/dl. Unterteilt wird die Erkrankung in primäre und sekundäre Gicht. Ersteres ist Folge einer polygen vererbten Minderausscheidung von Harnsäure durch die Nieren. Die sekundäre ist Aufgrund von Grunderkrankungen mit erhöhter Harnsäurebildung oder einer verminderten Harnsäureausscheidung durch die Nieren.

Gicht wird in vier Stadien differenziert. Bei der asymptomatischen Hyperurikämie kommt es zu einer symptomlose Erhöhung des Harnsäurespiegels über Jahre bis Jahrzehnte. Hingegen beim akuten Gichtanfall kommt es zu einer plötzlichen Arthritis eines Gelenks. Das betroffene Gelenk ist stark geschwollen, gerötet und extrem Schmerzhaft. Eventuell tritt auch Fieber auf. Die interkritische Phase ist der Zeitraum zwischen zwei Gichtanfällen. Zu letzt kommt die chronische Gicht. Hier kommt es zu Gelenkdeformierungen. Auch existiert eine sichtbare Harnsäureablagerungen in Weichteilen und Knochen und es kommt zu einer Nierenbeteiligung mit Nierensteinen, Gichtnephropathie und Niereninsuffzienz.

Die Diagnose der Gicht erfolgt durch eine Blutuntersuchung sowie mit einer Punktion des betroffenen Gelenks. Therapiert wird mit entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten im akuten Gichtanfall. Auch die Senkung des Harnsäurespiegels durch Diät und Arzneimittel ist von Bedeutung.

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