Eine Zelle besteht aus Zellwand, Zytoplasma und
Zellorganellen. Die Zellwand, bzw. Zellmembran, hat eine Schutzfunktion und
besitzt eine flexible Hülle. Sie ist Aufgebaut aus Phospholipiden mit
eingebetteten Proteinen und ist semipermeabel. Das heißt, die Zellmembran
reguliert den Durchtritt von Stoffen und bestimmt, welche Stoffe in die Zelle
dürfen. Weiters ist sie für die Zellkontakte, die Verbindung zu benachbarten
Zellen, verantwortlich.
Das Zytoplasma besteht zu über 80 Prozent aus Wasser. Hier
herinnen liegt das Zytoskelett, welches die innere, stabilisierende Struktur der
Zelle ist und als Hintergrund von Zellbewegungen dient. Weiters gibt es
Zelleinschlüsse, welche Ansammlungen von Substanzen sind, die meist von der
Zelle selbst produziert werden und oft durch ihr Form oder Farbe zu erkennen
sind.
Die Zellorganellen sind die Organe der Zelle. Ihre
Gesamtzahl, sowie auch die einzelnen Typen sind von Zelle zu Zelle
unterschiedlich. Es gibt einen Zellkern, welcher Sitz der genetischen
Information (DNA) und Steuerungszentrum des Zellstoffwechsels ist. Die DNA, ein
Spiralenförmiger Doppelfaden, ist die Trägerin der Erbinformation. Sie besteht
aus Cytosin, Thymin, Guanin und Adenin. Die RNA hat die Bauanleitung für
Eiweißsynthese, die so genannte Translation. Und die Chromosomen bestehen aus
DNA-Fäden. Von den Chromosomen sind 46 Einheiten vorhanden, die in 23 Paaren,
von denen eines für die Geschlechtsbestimmung verantwortlich, angeordnet sind.
Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle, da diese
aus Zucker Energie erzeugen. Im Golgi-Apparat werden auszuscheidende Stoffe
Portionsweise abgeschnürt und aus der Zelle ausgeschleust. Die Ribosomen sind
für die Proteinsynthese verantwortlich. Das endoplasmatische Retikulum macht
Protein- und Lipidsynthese, sowie Entgiftung von körpereigener und
körperfremder Substanzen. Und die Lysosomen sind winzige, von einer Membran
umschlossene Bläschen, deren Hauptfunktion darin besteht, durch Phagozythose
aufgenommene Fremdstoffe mittels der in ihnen gespeicherten Enzyme zu verdauen.
Eine ganze Ansammlung von Zellen nennt man Gewebe. Hiervon
gibt es verschiedene Arten. Es gibt Muskelgewebe, Binde- und Stützgewebe, Epithelgewebe
und Nervengewebe.
Das Epithelgewebe hat zur Aufgabe den Schutz der äußeren und
inneren Körperoberfläche vor schädigenden Einflüssen. Es gibt mehrer
verschiedene Arten davon. Zum einen gibt es das Oberflächenepithel, welches in
der Darmschleimhaut und Nasenschleimhaut vorkommt. Weiters existiert ein Drüsenepithel.
Dieses Gewebe kommt in der Tränendrüse, sowie in der Schweißdrüse vor. Zu guter
Letzt gibt es noch ein Sinnesepithel, welches in Lichtaufnehmende Stäbchen und
Zapfen in der Netzhaut der Augen vorhanden ist.
Die Zellen des Epithelgewebes
liegen dicht beieinander und sind meist Wechselgewebe. Das heißt, es erneuert
sich ständig. Außerdem sitzen die Zellen auf einer Basalmembran und besitzen je
nach Aufgabe eine spezielle Oberflächengestaltung, bzw. sind Aufgrund der
Anforderungen unterschiedlich aufgebaut.
Das Binde- und Stützgewebe hat
die Funktion der Formgebung und –erhalt des Körpers und der Organe. Es kommt
als Lockeres Bindegewebe zwischen den Organen, als Straffes Bindegewebe in der Lederhaut
des Auges, der Hirnhaut, der Organkapseln und der Sehnen, und als Retikuläres Bindegewebe
in lymphatischen Organen vor. Das Stützgewebe ist in Form von Knorpel und
Knochen zu finden.
Die Binde- und Stützgewebe sind Bindegewebszellen,
also ortsständige oder mobile, und Interzellularsubstanz (Aufgebaut aus
Grundsubstanz und Fasern).
Die Funktion des Muskelgewebes
ist schnell und einfach erklärt: Bewegung, Körperhaltung und –Stützung, sowie Wärmeproduktion.
Die Grundtypen dieses Gewebes sind
zum einen die Glatte Muskulatur in der Wand innerer Organe. Diese sind nicht
willentlich Steuerbar. Zu finden in Darm, Harn und in der Wand der Blutgefäße.
Weiters gibt es die Skelettmuskulatur. Diese ist eine Quergestreifte Muskulatur
und kann als einzige durch den Willen gesteuert werden. Sie ist zu finden in
der Bauchmuskulatur, im Biceps, Triceps und im Zwerchfell. Als drittes gibt es
noch die Herzmuskulatur. Diese kommt bekanntermaßen nur einmal vor und ist
nicht willentlich Steuerbar.
Die Skelettmuskulatur besteht
aus vielen Muskelzellen und mehre Muskelfasern bilden zusammen
Muskelfaserbündel.
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