Sonntag, 13. Mai 2012

Von den kleinsten Teilen des Körpers


Eine Zelle besteht aus Zellwand, Zytoplasma und Zellorganellen. Die Zellwand, bzw. Zellmembran, hat eine Schutzfunktion und besitzt eine flexible Hülle. Sie ist Aufgebaut aus Phospholipiden mit eingebetteten Proteinen und ist semipermeabel. Das heißt, die Zellmembran reguliert den Durchtritt von Stoffen und bestimmt, welche Stoffe in die Zelle dürfen. Weiters ist sie für die Zellkontakte, die Verbindung zu benachbarten Zellen, verantwortlich.

Das Zytoplasma besteht zu über 80 Prozent aus Wasser. Hier herinnen liegt das Zytoskelett, welches die innere, stabilisierende Struktur der Zelle ist und als Hintergrund von Zellbewegungen dient. Weiters gibt es Zelleinschlüsse, welche Ansammlungen von Substanzen sind, die meist von der Zelle selbst produziert werden und oft durch ihr Form oder Farbe zu erkennen sind.

Die Zellorganellen sind die Organe der Zelle. Ihre Gesamtzahl, sowie auch die einzelnen Typen sind von Zelle zu Zelle unterschiedlich. Es gibt einen Zellkern, welcher Sitz der genetischen Information (DNA) und Steuerungszentrum des Zellstoffwechsels ist. Die DNA, ein Spiralenförmiger Doppelfaden, ist die Trägerin der Erbinformation. Sie besteht aus Cytosin, Thymin, Guanin und Adenin. Die RNA hat die Bauanleitung für Eiweißsynthese, die so genannte Translation. Und die Chromosomen bestehen aus DNA-Fäden. Von den Chromosomen sind 46 Einheiten vorhanden, die in 23 Paaren, von denen eines für die Geschlechtsbestimmung verantwortlich, angeordnet sind.

Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle, da diese aus Zucker Energie erzeugen. Im Golgi-Apparat werden auszuscheidende Stoffe Portionsweise abgeschnürt und aus der Zelle ausgeschleust. Die Ribosomen sind für die Proteinsynthese verantwortlich. Das endoplasmatische Retikulum macht Protein- und Lipidsynthese, sowie Entgiftung von körpereigener und körperfremder Substanzen. Und die Lysosomen sind winzige, von einer Membran umschlossene Bläschen, deren Hauptfunktion darin besteht, durch Phagozythose aufgenommene Fremdstoffe mittels der in ihnen gespeicherten Enzyme zu verdauen.

Eine ganze Ansammlung von Zellen nennt man Gewebe. Hiervon gibt es verschiedene Arten. Es gibt Muskelgewebe, Binde- und Stützgewebe, Epithelgewebe und Nervengewebe.

Das Epithelgewebe hat zur Aufgabe den Schutz der äußeren und inneren Körperoberfläche vor schädigenden Einflüssen. Es gibt mehrer verschiedene Arten davon. Zum einen gibt es das Oberflächenepithel, welches in der Darmschleimhaut und Nasenschleimhaut vorkommt. Weiters existiert ein Drüsenepithel. Dieses Gewebe kommt in der Tränendrüse, sowie in der Schweißdrüse vor. Zu guter Letzt gibt es noch ein Sinnesepithel, welches in Lichtaufnehmende Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut der Augen vorhanden ist.

Die Zellen des Epithelgewebes liegen dicht beieinander und sind meist Wechselgewebe. Das heißt, es erneuert sich ständig. Außerdem sitzen die Zellen auf einer Basalmembran und besitzen je nach Aufgabe eine spezielle Oberflächengestaltung, bzw. sind Aufgrund der Anforderungen unterschiedlich aufgebaut.

Das Binde- und Stützgewebe hat die Funktion der Formgebung und –erhalt des Körpers und der Organe. Es kommt als Lockeres Bindegewebe zwischen den Organen, als Straffes Bindegewebe in der Lederhaut des Auges, der Hirnhaut, der Organkapseln und der Sehnen, und als Retikuläres Bindegewebe in lymphatischen Organen vor. Das Stützgewebe ist in Form von Knorpel und Knochen zu finden.

Die Binde- und Stützgewebe sind Bindegewebszellen, also ortsständige oder mobile, und Interzellularsubstanz (Aufgebaut aus Grundsubstanz und Fasern).

Die Funktion des Muskelgewebes ist schnell und einfach erklärt: Bewegung, Körperhaltung und –Stützung, sowie Wärmeproduktion.

Die Grundtypen dieses Gewebes sind zum einen die Glatte Muskulatur in der Wand innerer Organe. Diese sind nicht willentlich Steuerbar. Zu finden in Darm, Harn und in der Wand der Blutgefäße. Weiters gibt es die Skelettmuskulatur. Diese ist eine Quergestreifte Muskulatur und kann als einzige durch den Willen gesteuert werden. Sie ist zu finden in der Bauchmuskulatur, im Biceps, Triceps und im Zwerchfell. Als drittes gibt es noch die Herzmuskulatur. Diese kommt bekanntermaßen nur einmal vor und ist nicht willentlich Steuerbar.

Die Skelettmuskulatur besteht aus vielen Muskelzellen und mehre Muskelfasern bilden zusammen Muskelfaserbündel.

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