Dyskalkulie ist eine Beeinträchtigung des Zahlenmäßigendenkens,
welche beim Menschen in jedem Lebensalter vorhanden sein kann und tritt bei
etwa sieben Prozent der Weltbevölkerung auf. Hierbei handelt es sich um ein kompensierbares
Verständnisproblem arithmetischen Grundbereich, also dem Mächtigkeitsverständnis,
dem Zahlbegriff, Grundrechenarten und dem Dezimalsystem, wobei die betroffenen
Personen aufgrund ihrer subjektiven Logik in systematisierbarer Art und Weise
Fehler machen. Dies beruht auf begrifflichen Verinnerlichungsproblemen, welche
durch gezielte Therapie behoben werden kann.
Jedoch sagt Dyskalkolie nichts über die Intelligenz aus. Es
ist falsch zu sagen, dass die Betroffenen dumm seien. Dies ist sogar komplett
falsch, denn Personen mit Dyskalkolie haben meist einen überdurchschnittlichen
IQ.
Allerdings kann bei einem Kind mit dieser Rechenschwäche nach
einer langen Misserfolgsperiode in Mathematik und als Folge von einer
sekundären Neurotisierung ein allgemeines Schulversagen auftreten. Weiters
entwickelt das Kind auch ein negatives Selbstbild. Aufgrund dieser schlechten
Beurteilung der eigenen Unfähigkeit resigniert der Betroffene auch in anderen
Fächern. Dies führt irgendwann zu Konflikten mit Schule, Familie und dem
sozialen Umfeld, welches sich zu einem Teufelskreis entwickelt und sich noch
negativer auf das Kind auswirkt.
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