Dienstag, 8. Mai 2012

Dyskalkulie


Dyskalkulie ist eine Beeinträchtigung des Zahlenmäßigendenkens, welche beim Menschen in jedem Lebensalter vorhanden sein kann und tritt bei etwa sieben Prozent der Weltbevölkerung auf. Hierbei handelt es sich um ein kompensierbares Verständnisproblem arithmetischen Grundbereich, also dem Mächtigkeitsverständnis, dem Zahlbegriff, Grundrechenarten und dem Dezimalsystem, wobei die betroffenen Personen aufgrund ihrer subjektiven Logik in systematisierbarer Art und Weise Fehler machen. Dies beruht auf begrifflichen Verinnerlichungsproblemen, welche durch gezielte Therapie behoben werden kann.

Jedoch sagt Dyskalkolie nichts über die Intelligenz aus. Es ist falsch zu sagen, dass die Betroffenen dumm seien. Dies ist sogar komplett falsch, denn Personen mit Dyskalkolie haben meist einen überdurchschnittlichen IQ.

Allerdings kann bei einem Kind mit dieser Rechenschwäche nach einer langen Misserfolgsperiode in Mathematik und als Folge von einer sekundären Neurotisierung ein allgemeines Schulversagen auftreten. Weiters entwickelt das Kind auch ein negatives Selbstbild. Aufgrund dieser schlechten Beurteilung der eigenen Unfähigkeit resigniert der Betroffene auch in anderen Fächern. Dies führt irgendwann zu Konflikten mit Schule, Familie und dem sozialen Umfeld, welches sich zu einem Teufelskreis entwickelt und sich noch negativer auf das Kind auswirkt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen