Samstag, 7. Dezember 2013

Diabetes mellitus



Unter dem Begriff Diabetes mellitus versteht man eine durch Insulinmangel verursachte, chronische Störung. Insulin ist ein Hormon, welches in den B-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, und das Einströmen von Glukose und Kalium in die Zellen, die Glukoseverbrennung sowie die Glykogen-, Triglycerid- und Proteinbildung fördert. Die Erkrankung Diabetes mellitus wird in vier verschiedene Formen unterteilt.

Diabetes mellitus Typ 1:
Hier verursachen Infekte auf dem Boden einer genetischen Veranlagung eine Autoimmunreaktion gegen die Insulinproduzierenden B-Zellen des Pankreas aus. Desto mehr B-Zellen zerstört werden, umso weniger Insulin wird erzeugt. Sobald 80 Prozent der B-Zellen zerstört sind, manifestiert sich die Krankheit klinisch.

Symptome dieser Form des Diabetes sind die Entwicklung einer Polyurie, Exikose als Ausgleich der Polyurie und eine Gewichtsabnahme. Die Stoffwechselentgleisung führt zu Übelkeit, Schwäche, Leistungsknick und zu Bewusstseinsstörungen.

Diagnostiziert wird der Typ 1 mittels Anamnese und klinischer Untersuchung sowie mit der Messung des Blutzuckers und des C-Peptids. Letzteres dient der Differenzierung zwischen den Type eins und zwei. Die Blutgasanalyse sowie die Bestimmung der Elektrolyte, des Phosphatspiegels, der Nierenwerte und der Serumosmolarität dienen der Einschätzung der akuten Gefährdung.

Therapeutische Interventionen bei dieser Form sind eine angepasste Ernährung sowie die Gabe von Insulin.

Diabetes mellitus Typ 2:
Diese Form ist die Folge einer Über- und Fehlernährung sowie von Bewegungsmangel. Symptome sind Harnwegs- und Pilzinfektionen, ständiger Juckreiz, allgemeine Schwäche und Leistungsknick sowie in späteren Stadien starker Durst, Polyurie und eine Gewichtsabnahme.

Die Diagnose beim Diabetes mellitus Typ 2 erfolgt durch das Vorliegen der klasischen Symptome und einem Glukosespiegel im kapillaren Blut von über 200 mg/dl zu einer beliebigen Tageszeit. Behandelt wird diese Form genauso wie der Typ 1, also eine angepasste Ernährung und die Gabe von Insulin. Bei adipösen Patienten genügt oftmals eine konsequente kalorienreduzierte Kost und körperliche Bewegung.

Typ 3 und 4:
Der Diabetes mellitus Typ 3 ist die Folge einer Erkrankungen des exokrinen Pankreas, Endokrinopathien, Genetische Defekte der β-Zell-Funktion oder der Insulinwirkung oder andere hormonelle Erkrankungen. Beim Typ 4 handelt es sich um den Gestationsdiabetes, also den Schwangerschaftsdiabtes.

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